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Wtabaur__

Ohne Führerschein ist das ganze Jahr Aschermittwoch«

[' Polizei rät: »Bei Alkohoigenuß Hände weg vom Steuer« l'^be Närrinnen und Narren: Ohne Führerschein ist das ganze thr Aschermittwoch«. Diesekurze, aber prägnante »Fastnachts- de«kann man auf Aufklebern lesen, die das Bundesverkehrsmi- Isterium und die Deutsche Verkehrswacht derzeit verteilen. Ich die Vollzugspolizei des Westerwaldkreises schließt sich der lahnung an. Sie gönnt den Bürgern den Spaß an der Freude, löchte sie aber vor dem Verlust des Führerscheins bewahren. ePolizei rät allen Autofahrern vor allem in der Karnevalszeit ihre Lhrzeuge nach dem Genuß von Alkohol stehen zu lassen. Denn Lhol am Steuer führt zu unzähligen U nfällen. Leider entstehen einicht nur Sachschäden, sondern allzuoft werden Menschen Eüetzt und getötet. Jeder vierte Verkehrstote und jeder fünfte Ihwerverletzte gehen auf das Konto »Alkohol«. Denn wer trinkt lddanach ein Fahrzeug benutzt, wird zu einer unberechenba- n Gefahr für sich und die übrigen Verkehrsteilnehmer, weil die Ihrer ihre tatsächlichen Fähigkeiten weit überschätzen, äfahren schneller, sorgloser und risikoreicher. ePolizei im Westerwaldkreis weist darauf hin, daß in diesen Ta- >n verstärkte Kontrollen durchgeführt werden. Alkoholisierte Lkehrsteitnehmer können sich und ihr Verhalten nicht mehr [ntrollieren, deshalb muß die Polizei dies tun. Das ist keine Schr­ine, sondern der zweitbeste Weg, die Bevölkerung vor Alkohol- (fällen zu schützen.

eheste Lösung aber wäre es, wenn alle, die noch fahren müs- g n , auf den Alkohol konsequent verzichten würden.

Verkehrsunfallbilanz 1986:

Mehr Verkehrstote auf Westerwälder Straßen, aber weniger Kinderunfälle

tfden Straßen im Westerwaldkreis sind im vergangenen Jahr 27 inschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das sind leimehr als im Jahr 1985. Als Hauptursache für die ansteigende indenz bei der Zahl der Verkehrsunfälle führt die Vollzugspoli- 1 bei der Kreisverwaltung in der jetzt vorgelegten Jahresstatistik |86eine »mangelnde Verkehrsdisziplin« an. Nach wie vor liegen ^Ursachen der tödlich verlaufenden Verkehrsunfälle sehr häu­fln einer der jeweiligen Verkehrssituation nicht angepaßten Ge- nwindigkeit. Auch rücksichtslose und unüberlegte Uberholma- {verführen oft zu folgenschweren Unfällen. Zu diesem Ergebnis nmtder Leiter der Vollzugspolizei im Westenwaldkreis, Polizei- brrat Arno Weiß. Landrat Peter Paul Weinert hat die Zahl der Blich verlaufenden Verkehrsunfälle zum Anlaß genommen, an | Verkehrsteilnehmer zu appellieren, rücksichtsvoll zu fahren ddie Fahrgeschwindigkeit entsprechend einzurichten. Nur bei em verantwortungsvollen Fahrverhalten aller Verkehrsteil- limer sei es möglich Unfälle zu vermeiden und damit auch die pl der Verkehrstoten zurückzuführen.

Vesterwaldkreis ereigneten sich 1986 5.229 Verkehrsunfälle. |ssind 161 Unfälle oder 3,17 % mehr als im Vorjahr. Von diesen ) Fällen zählt mehr als ein Drittel zu den sogenannten »Un- Jitsamkeiten«, das sind Verkehrsverstöße mit geringerem Ver­laden, bei denen die Fahrer an Ort und Stelle verwarnt wur­zln knappes Drittel registrierte die Polizei als Verstöße gra­fender Art, die mit Bußgeldern geahndet wurden. In dem restli- |n Drittel, genau bei 1.704 Unfällen, wurden Vergehenstatbe- pde erfüllt, beispielsweise Unfallflucht, Fahren unter jpholeinwirkung und fahrlässige Körperverletzung, pnso wie die Zahl der Verkehrstoten stieg auch die Zahl der perverletzten, und zwar von 404 auf 418. Bei den Leichtver- Jten ist dagegen ein Rückgang von 845 auf 807 festzustellen, leulicherweise weiter zurückgegangen ist im Westerwaldkreis jZahlder Verkehrsunfälle mit Kindern. 1986 waren »nur« 43 (ter in Unfälle verwickelt, im Jahr zuvor waren es noch zehn Vermehr. Die Tatsache, daß die Verkehrsunfälle mit Beteili- |9von Kindern sich erneut verringert haben, bestärkt die Poli- |den eingeschlagenen Weg der Verkehrserziehung in Kinder- len und Schulen weiterhin zu beschreiten, prell ist 1986 die Zahlder Verkehrsunfälle, bei denen lediglich Inschaden entstand, gegenüber dem Vorjahr in etwa konstant lieben. Dagegen wurde bei den Verkehrsunfällen mit Verletz- f meZunahme von 7 % und damit eine wesentliche Steigerung r'chnet. Der rückläufige Trend bei Personenschäden, der pden beiden Vorjahren ergab, ist nicht nur zum Stillstand ge- rien. Im Gegenteil, die Personenschäden nahmen erheblich 18 Verkehrsüberwachungsmaßnahmen der Polizei im

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Nr. 9/87

Westerwaldkreis ergaben, daß neben dem Überschreiten der zu­lässigen Höchstgeschwindigkeit vor allem Fehler im »Längsver- kehr«die Unfallursachen waren. Bei dieser Kategorie Unfälle, die 1986 um mehr als 15% auf 1.087 Fälle anstiegen, zählen Fehlver­halten beim Überholen, beim Vorbei- und Nebeneinanderfahren, das Nichtbeachten des Rechtsfahrgebotes und das Nichteinhal­ten eines sicheren Abstandes. Eine weitere Zunahme war bei den Verkehrsunfällen mit Alkoholeinfluß festzustellen. Diese Zahl stieg von 230 im Vorjahr auf 261 im Jahr 1986. Zugenommen ha­ben auch die Verkehrsunfälle mit unerlaubtem Entfernen von der Unfallstelle, und zwar um 33 auf 815. Immerhin wurden von den unfallflüchtigen Fahrern mehr als ein Drittel gefaßt.

Den Verwarnungsblock zückten die Polizisten im Kreisgebiet in 14.540 Fällen; es gab 5.345 Ordnungswidrigkeitsverfahren, 3.726 Strafverfahren und 1.950 Mängelberichte wurden ausge­stellt. Genau 451 mal wurde die Entziehung der Fahrerlaubnis be­antragt. Dazu kommt, daß die Polizei in nicht weniger als 410 Fäl­len Verkehrsteilnehmer davon abhalten konnte, nach einem Blick ins Glas ein Fahrzeug zu führen.

Die Überwachungstätigkeit der Polizei wird sich 1987 schwer­punktmäßig vor allem auf die Hauptunfallursachen - überhöhte Geschwindigkeiten, Delikte im Längsverkehr sowie Alkoholfahr­ten - konzentrieren.

Müllnotstand im Rhein-Lahn-Kreis -

Westerwaldkreis hilft unbürokratisch - Abfälle zur Deponie Rennerod

Von der zukunftsorientierten, vorausschauend geplanten Abfall­wirtschaftspolitik des Westerwaldkreises profitiert nun auch der Rhein-Lahn-Kreis. Aufgrund von Ablagerungsengpässen auf der eigenen Deponie Singhofen wandte sich der Nachbarkreis mit ei­nem Hilferuf nach Montabaur. Er bat darum, Abfälle zu einer De­ponie des Westerwaldkreises verbringen zu dürfen.

Aufgrund der gut nachbarlichen Beziehungen, aber auch zum Schutze der Umwelt und damit zum Wohle der Allgemeinheit, hat Landrat Peter Paul Weinert auf unbürokratische Weise der Auf­nahme zugestimmt. Zwölf Wochen lang können pro Tag maximal 900 Kubikmeter Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle mit Großraumtransportern in den Westerwaldkreis angeliefert und auf der Deponie Rennerod ordnungsgemäß eingebaut wer­den.

Bis dahin sollen im Nachbarkreis die notwendigen Arbeiten zur Er­weiterung der Deponiekapazität abgeschlossen sein.

Leitfaden zur Rückkehr von Frauen in den Beruf

Kostenlose Broschüre bei Verwaltungen erhältlich Den »Leitfaden zur Rückkehr von Frauen in den Beruf« hält die G leichstellu ngssteile der Kreisverwaltu ng (Tel.: 02602/124301) in Montabaur für Interessierte kostenlos bereit. Herausgegeben wurde die Broschüre von der Leitstelle r Frauenfragen beim So­zialministerium in Mainz. Sie will all jenen Frauen, die sich zur Rückkehr in den Beruf entschlossen haben, mit Informationen und Hinweisen Hilfestellung leisten, um diesen Schritt möglichst systematisch und erfolgreich zu gestalten. Die Kreisverwaltung hat die Schrift in begrenzter Stückzahl auch den Verbandsge­meindeverwaltungen und den Arbeitsamts-Dienststellen im Kreis zur weiteren Verteilung übermittelt.

Die Zahl der Frauen, die nach Jahren der Berufsunterbrechung wieder in den Beruf zurückkehren wollen, wird auch in den kom­menden Jahren stetig ansteigen. Diese Rückkehr gestaltet sich für die meisten Frauen nicht problemlos.

Im Vorwort zur Broschüre schreibt Familienministerin Dr. Ursula Hansen, daß die Frauen vielfach ihre Erwerbstätigkeit aufgege­ben haben, um sich.der Familie zu widmen. Jahre der beruflichen Praxis fehlen, wenn sie dann wieder mit dem Gedanken spielen, in den Beruf zurückzukehren. Zwar bringen Frauen aus der Zeit ihrer Familientätigkeit eine Menge Erfahrungen mit, z.B. Organi­sationstalent, Umgang mit anderen Menschen oder Zuverlässig­keit bei der Aufgabenerledigung, die sie gut in eine neue Erwerbs­tätigkeit einbringen können. Aber sie sind lange Zeit aus dem Be­ruf heraus, die Entwicklung - vor allem auf technischem Gebiet -

ist weitergegangen und sie befürchten oft, nicht mehr mithalten zu

können.

Allen Frauen, die wieder in den Beruf zurückkehren wollen, will die

Familienministerin Mut machen. Es gibt schließlich ein großes An­gebot und eine Fülle von Möglichkeiten, sich wieder »fit« zu ma­chen und neue Qualifikationen zu erwerben. Der »Leitfaden« zur Rückkehr von Frauen in den Beruf« soll dabei eine Hilfe sein.

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