Montabaur
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Landrat Peter Paul Weinert im Gespräch mit Mandatsträgern und Bürgern der Verbandsgemeinde Montabaur
Die Verbandsgemeinde Montabaur war die letzte Station der Bereisung der Verbandsgemeinden des Westerwaldkreises durch Landrat Peter Paul Weinert nach seiner Ernennung zum Landrat. Ein dicht gedrängtes Programm ermöglichte dem Landrat Gespräche mit vielen Mandatsträgern (Ortsbürgermeistern, Mitgliedern der kommunalen Vertretungskörperschaften auf Verbandsgemeinde- und Ortsgemeindeebene), aber auch mit Bürgern der Verbandsgemeinde. Weinert zeigte sich beeindruckt vom Leistungsstand und von der gut funktionierenden Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen in der größten Verbandsgemeinde im Land Rheinland-Pfalz.
Vorstellung der Verbandsgemeinde Montabaur durch Bürgermeister Dr. Possel-Dölken
Zu Beginn des Besuchs stellte Bürgermeister Dr. Paul Possel- Dölken dem Landrat die Verbandsgemeinde Montabaur und die ihr zugehörigen Ortsgemeinden sowie die Stadt Montabaur vor. Eine ganze Reihe von Berührungspunkten zwischen Westerwaldkreis und Gemeinden kamen in der rund 90minütigen Diskussion, an der für die Verbandsgemeinde neben Bürgermeister Dr. Possel-Dölken der hauptamtliche I. Beigeordnete Heinz Reusch, die ehrenamtlichen Beigeordneten Berthold Isbert und Anneliese Grimsel sowie die Abteilungsleiter der Verbandsgemeindeverwaltung teilnahmerr, zur Sprache.
Kindergarten Nentershausen
Im Kindergarten Nentershausen wurden - neben der Besichtigung des Hauses und seiner Einrichtungen - die z.Zt. anstehenden Kindergartenerweiterungen und Neubauten erörtert. Der Landrat sprach der Leiterin des Kindergartens Nentershausen, Frau Heinz, seine Anerkennungfürdie offenbar gut funktionierende Arbeit des Kindergartens aus. Er freue sich über die heitere Atmosphäre in diesem Haus. Es sei offenkundig, daß sich die Kinder wohlfühlten.
Betriebsbesichtigung Firma Steinebach BeiderBesichtigungdesgrößten Industriebetriebes im Ostteiider Verbandsgemeinde Montabaur, der Firma Arthur Steinebach, Tankanlagenbau, in Nentershausen konnte sich Landrat Weinert von der Leistungsfähigkeit des Unternehmens, das seit ca. 35 Jahren besteht, rund 250 Mitarbeiter hat und seine Produkte nicht nur innerhalb dergesamten Bundesrepublik vertreibt, sondern einen Exportanteil von ca. 7 °/o hat, überzeugen. Das Gespräch mit der Firmenleitung und dem Betriebsrat zeigte, daß das Unternehmen zuk unftsorientiert arbeitet und die Zahl seiner Beschäftigten weiterhin - wie auch in den Vorjahren - steigert. In 1985 wurden nach Aussage des Firmeninhabers Arthur Steinebach 42 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Firmenchef nutzte aber auch die Gelegenheit, bürokratische Hindernisse für die Arbeit seines Betriebes darzustellen. Der Landrat versprach, sich der Probleme anzunehmen und nach Möglichkeiten zu Verbesserungen zu suchen.
Gespräch mit Vertretern der Stadt Montabaur Verkehrsprobleme standen im Mittelpunkt In einem Gespräch mit den Vorsitzenden der drei Stadtratsfraktionen (Albert Kram (CDU), Paul Widner (SPD) und für die FWG Franz-Josef Eschenauer) und den Stadtbeigeordneten (Dr. Paul Hütte, Paul Trumm und Willy Fresenius) standen Verkehrsprobleme im Vordergrund des Interesses. Der Landrat betonte, die Stadt könne bald in der glücklichen Lage sein, daß alle klassifizierten Straßen nicht mehr durch den Stadtkern führen. Die innerörtlichen Straßen könnten in absehbarer Zeit alle zu Stadtstraßen abgestuft sein und der überörtliche Verkehr über Umgehungsstraßen um die Stadt herumgeleitet werden. Auf entsprechende Fragen der städtischen Vertreter erklärte der Landrat, mit dem Bau der Westumgehung (Verbindungssraße zwischen der Elgendor- fer Straße - L 312 - und der Eschelbacher Straße - L 313-) werde begonnen, sobald die Planung fertiggestellt und der Grunderwerb abgeschlossen sei. Ob das Brückenbauwerk durch den Kreis oder das Land gebaut werde, hänge davon ab, ob die K 150 bis dahin zur Landesstraße aufgestuft sei. Sollte die Bauträgerschaft nicht rechtzeitig vor Baubeginn auf das Land übertragen werden können, bedeute dies keine Verzögerung. Der Kreis baue in diesem Fall das Brückenbauwerk und übertrage es später auf das Land. Jedenfalls sei beabsichtigt, in 1986 mit dem Bau zu beginnen. Gleiches gelte für die Anbindung der Hollerer Straße an die B 49.
Besuch im Altenheim Montabaur
Die Heimleiterin des Altenheimes, Schwester Amalia, undlfj leiter RaimundKoschei begrüßten den Landrat bei seinemßJ tenheim.
Gespräch mit Heimbewohnern; Gratulation zumj burtstag
Mit dem Besuch im Altenheim Montabaur verbandeil Weinert und Bürgermeister Dr. Possel-Dölken dieGrail ältesten Einwohnerin von Montabaur, Frau Susannelf!) wurde am 18.2.1986 101 Jahre alt. Landrat undBüJ überreichten Geschenke und Glückwünsche und wüna Jubilarin weiterhin einen gesegneten Lebensabend. Nachdem die Verwaltung die Pläne des Hospitalfondiä terungdes Altenheimes erläutert hatte, wurde mitdenft des Heimes Kaffee getrunken. Landrat Weinert nutzte! genheit zum Gespräch mit möglichst vielen der Senio kurzen Ansprache appellierteer an die ältere und jüngsd tion, miteinander im Gespräch zu bleiben. Beide GeJ könnten viel voneinander lernen. Weinert forderted Menschen auf, ihre Erfahrungen an die Jugend weiluj Die Heimleiterin, Schwester Amalia, dankte dem Ls| dem Bürgermeister für ihren Besuch. »Kommen Sieret| der, Sie sind stets willkommen«, sagte sie. Die I stellten wieder einmal ihre Sangesfreude unter Beweist ten dem Landrat ein Ständchen. Verkehrsprobleme der Ortsgemeinde Neuhäusel Die Probleme, die der Ortsgemeinde Neuhäusbl auso^ men Verkehrsaufkommen auf der Ortsdurchfahrt c wachsen, waren Gegenstand eines Gespräches im steramt Neuhäusel. Teilnehmer waren neben LancM und der Leitung der Verbandgemeindeverwaltung C meister Reinhold Hümmerich und die Ortsbeigeordni Klein und Eckart Weigle sowie Oberbaurat GernotKa ßenbauamt Diez). Allen Gesprächsteilnehmern war kl! Ortsumgehung um Neuhäusel in nächster Zeit nichtreaij den kan. Die Maßnahme ist im Bundesverkehrswegt kürzlich für 5 jahre aufgestellt wurde, nicht in der Drinj stufe enthalten. Oberbaurat Kailer stellte die Pläne voti in der Übergangszeit durch Verkehrsberuhigungsmij erreichen will, daß die Fahrgeschwindigkeit im Bereicli durchfahrt verringert und damit auch den Fußgängern! cherheit gegeben wird. In einer Studie wurde - so OrtsMi ster Reinhold Hümmerich - festgestellt, daß die zulässig geschwindigkeit von einem Großteil der Kraftfahrer übt wird. Landrat Weinert sagte zu, das ihm Mögliche zuti das Konzept möglichst bald verwirklicht wird. Teichkläranlagen garantieren kostengünstige und» volle Abwasserbeseitigung im ländlichen Bereich Die Teichkläranlage in Oberelbert und die Konzeption waasserbeseitigung in der Verbandsgemeinde erlaub geordneter Heinz Reusch. Er betonte, daß diese Form* serbeseitigung weitaus kostengünstiger ist als metj Großkläranlagen, wie sie noch die wassertechnischeä des Landes Rheinland-Pfalz vorsieht. Mit einem Reinig? von deutlich über 90 % sei den Belangen des Gewässert Rechnung getragen.
Der Landrat lobte vor allem die gute EingliederungderKi in das Landschaftsbild. Hier werde wirkungsvoller^« betrieben. Die Ortsbeigeordneten Jakob Spitzhorn u‘ Hahn gäbe noch kurze Informationen über die Flurt» und die Dorferneuerung in Oberelbert.

