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Montabaur

Seite 18

Nr. 21

1. Stoffe, die die Leitung verstopfen können (z.B. Schutt, Sand, Asche, Kehricht, Lumpen, Dung, Schlacht- und Küchenabfälle und andere feste Stoffe)

2. feuergefährliche, zerknallfähige oder andere Stoffe, die die Abwasseranlage oder die darin Arbeitenden gefähr­den können (z.B. Benzin, Benzol, Karbid u.a. mehr),

3. schädliche oder giftige Abwässer, insbesondere solche, die schädliche Ausdünstungen oder üble Gerüche ver­breiten oder die Baustoffe der Abwasserleitungen an­greifen oder den Betrieb der Entwässerung und die Rei­nigung oder Verwertung der Abwässer stören oder er­schweren können.

4. Abwässer aus Ställen und Dunggruben

5. Abwässer, die wärmer als 33 Grad C sind,

6. pflanzen- oder bodenschädliche Abwässer

Wenn unbeabsichtigt gefährliche oder schädliche Stoffe (z.B. durch Auslaufen von Behältern) in die öffentliche Abwasseranla­ge gelangen, ist die Verbandsgemeinde unverzüglich zu benach­richtigen.

Zuwiderhandlungen gegen Gebote und Verbote der vorgenann­ten Satzung können mit einer Geldbuße geahndet werden.

5430 Montabaur, 20. Mai 1985 Verbandsgemeindewerke Montabaur Abwasserbeseitigung Piwowarsky, Werkleiter

Das ehemalige Jagdzeughaus in Welschneudorf ist ein Kulturdenkmal

Die Kreisverwaitung Montabaur hat das ehemalige Jagdzeug­haus unter Denkmalschutz gestellt. In der Begründung zu dieser Entscheidung heißt es:

Für die Entwicklung von Welschneudorf und für das Leben seiner Einwohner war der das Dorf umgebende Wald seit jeher von gro­ßer Bedeutung. Er war Arbeitsplatz, Baustofflieferant, Lebens­raum für Haustiere und Wild und diente dem Trierer Kurfürsen als Jagdrevier. Das Jagdzeughaus von Welschneudorf dokumentiert dies.

Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts stand schon in Welsch­neudorf ein Jagdzeughaus. Durch die Intensivierung des Jagd­wesens in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde 1723 eine Er­weiterung des betehenden Jagdzeughauses erforderlich. Kur­fürst Franz Ludwig erwarb bereits 1719 in Diez wohl aus dem Be­sitz der Prinzessin Amalie von Oranienstein das sogenannte »ho­he Jagdzeug«. Sein Nachfolger, der jagdbegeisterte Franz Georg von Schönborn, erstand um 1740 eine vollständig neue Jagd­ausrüstung. Das alte Jagdzeughaus in Welschneudorf warzu die­sem Zeitpunkt baufällig geworden.

1756 erhielt der Kurfürst von Hofmarschall Graf Wittgenstein ei­nen »Abriß«fürdas neue Gebäude, das im Jahr 1757 von dem Hof­baumeister Johann Seiz erbaut wurde. Die Kosten beliefen sich auf mehr als 3.373 Taler. Unter Kurfürst Erzbischof Johann Phi­lipp von Walderdorff, der von 1756 bis 1768 regierte und dessen Wappen sich.noch heute über dem Mittelportal des Gebäudes befindet, wurde der Jagdzeugbestand nochmals erweitert. Der letzte Kurfürst von Trier maß der Jagd keine große Bedeutung mehr zu.

Seit Anfang des 18. Jahrhundets war das Leben der Dorfeinwoh­ner sehr stark mit der Geschichte des Jagdzeughauses verknüpft. Ursprünglich waren die Bauern dem Kurfürsten zum Frondienst verpflichtet. Zum Transport des Jagdzeugs benötigte man z.B. im Jahr 173116Zeugwagen und einen gedeckten Karren. Jeder Wa­gen war mit drei Paare Ochsen oder Pferden bespannt. Fah rer der Gespanne waren zur Fronarbeit verpflichtete Bauern aus dem Amt, in dem die Jagd stattfand. All die Gerätschaften fanden im Welschneudorfer Zeughaus Platz. Die Kurfürsten mit Gefolge wohnten im Schloß Montabaur.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts suchte die Gemeinde Wel­schneudorf neue Räumlichkeiten für die Kirche und die Schule. Sie erwarb 1829 für 1.200 Gulden das leerstehende Zeughaus und richtete in dem nördlichen Gebäudeteil eine Kirche ein, die noch heute ais kath.Kirche Sankt Johann Baptist genutzt wird. Der Kirchensaal wird von eingestellten Holzsäulen, die die Flach­decke tragen, in 3 Schiffe geteilt. Die Westempore und der Haup­taltaraufsatz sowie die beiden Nebenaltäre werden der Ur­sprungszeit der sakralen Nutzung zugerechnet.

Sie stammen wohl aus Ransbach. Die Mutter Gottes wird auf

Mitte des 18. Jahrhunderts datiert.

1831 wurde die südliche Hälfte des Zeughauses als Schule ein richtet. Auch die Lehrerdienstwohnung war dort untergebra. Die Fenster im westlichen Schulsaal wurden später verändert I Einweihung der neuen Schule von Welschneudorf am 16.10 ii hatte die Schließung der Schul- und Wohnräume im alten ja zeughaus zur Folge. Gegenwärtig wird die südliche Hälfte i Zeughauses zur Schulsporthalle und zum Dorfgemeinscha haus umgebaut und somit einer neuen Nutzung zugeführt. Da wird das als Jagdzeughaus errichtete Gebäude auch weitert! wie schon seit Jahrhunderten - fürdas öffentliche Leben der| meinde von großer Bedeutung sein.

Das ehemalige Jagdzeughaus ist ein Zeugnis des geistig künstlerischen und handwerklichen Schaffens und somit ein) turdenkmal(§3Ziff. 1 DSchPfIG). Es dokumentiert die Forst-J Kulturgeschichte seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts, langgestreckte Baukörper von 13 : 5 Achsen mit Mansardd und Dachhaubenreiter ist durch seine Baumasse dominier und ortsbildprägend. Am alten Dorfrand gelegen, an der Osts völlig freiliegend und nur von Wiesen umgeben, hat dasGebä bis heute seinen ursprünglichen Charakter erhalten; es ist kennzeichnendes Merkmal der Gemeinde Welschneudorf.

An der Erhaltung und Pflege des ehemaligen Jagdzeughau besteht aus wissenschaftlichen, künstlerischen und städtebi chen Gründen ein öffentliches Interesse (§ 3 Ziff. 2 DSchPfIG),] Baukörper ist ein Dokument der Gesellschaftsform des 18. bis Jahrhunderts. Seine wechselvolle Nutzung war immer mit den Gesellschaft tragenden Elementen stark verknüpft. Das Erscl nungsbild des Gebäudes fördert deshalb das geschichtliche wußtsein und die Heimatverbundenheit, es trägt zur Baien und Werterhöhung der Umwelt bei.

Das alte Jagdzeughaus von Welschneudorf wird in dem »Hs buch der Deutschen Kunstdenkmäler«, Rheinland-Pfalz Saarland: von Georg Dehio auf Seite 973 beschrieben und wii dem Buch »Forst und Jagd im alten Erzstift Trier« von Fritz Mil auf Seie 227 ff. erwähnt.

Stahlhofen, Ortsbürgermeister

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Niederelbert

Sportverein Blau-Weiß Niederelbert, Abt.Alte Herren

Am 25.5.85 haben wir ein Auswärtsspiel gegen die Mannschaft von Eschelbach.

Spielbeginn 16.45 Uhr, Abfahrt: 16.20 Uhr.

Oberelbert

SV Oberelbert, Abt. Tischtennis

Zwei wichtige Termine stehen in der Abt. Tischtennis an: i Am Mittwoch, dem 29.5.85, findet um 19.00 Uhr im Sportlern des SV 0 eine Spielerversammlung statt, zu der alle Damen,I ren und Schüler eingeladen sind, die in der Saison 1985/198« laufenden Spielbetrieb teilnehmen möchten. |

Der 8. Juni 1985 (Samstag) sollte für unsere Herrenmannsa der Höhepunkt in dieser Saison werden.

Nach geschafftem Aufstieg finden an diesem Tag ab 14.00 U Selters die Endspiele um die Kreismeisterschaft sowie um Westerwaldpokal statt.

Wanderung am 26.5.85

Lahnhöhenweg: Obernhof - Laurenburg - Obernhof Abfahrt 9.30 Dorfplatz Verpflegung: Rucksack Wanderführer: Egon Spitzhorn

Abtrunk: Zur guten Quelle und Besprechung wegen der Bergj derung in Österreich. I

Gäste sind wie immer herzlich willkommen. I