Einzelbild herunterladen

Montabaur

Seite 8

KIRCHSTRASSE

Die Aufbringung einer hellen Pflasterung sollte nach den Vorstellungen des Planers Vorgabe für die Ausstattung der Kirchstr. sein. Nach Auffas­sung de Planers bedingt die durch die Gefällstrecke auf großer Strecke sichtbare Pflasterung dieses Erfordernis. Eine Auflockerung in der Ge­staltung der Straßenoberfläche soll u. a. dadurch erreicht werden, daß die andersfarbige Pflasterung der Ählchen jeweils einige Meter in die Kirchstr. hineingeführt wird. Darüber hinaus soll das Gesamtbild durch Anpflanzung von Bäumen und Sitzgruppen aufgelockert werden. Bezüg­lich der Baumpflanzung wurde angemerkt, daß diese sehrtransparent ausfallen sollte, um den Blick auf die Häuserfassaden nicht zu behindern.

KIRCHENVORPLATZ / RESTSTÜCK KIRCHSTRASSE Der Kirchenvorplatz soll auf Vorschlag des Planers in unveränderter Form in die Fußgängerzone einbezogen werden. Es wurde lediglich an­geregt, einige Poller vor der Kirche zu versetzen, um eine Pkw- Durchfahrt zu verhindern und stattdessen teilweise die jetzt dort vorhan­denen Ketten zu entfernen. Von Seiten des Planers wurde darüber hinaus noch die Anpflanzung von 3 Bäumen vorgeschlagen. Die Pflasterung vor dem alten Finanzamt sollte wegen der Vielzahl der dort vorhandenen Flickstellen und des unebenen Belages aufgenommen und an anderer Stelle im Bereich der Fußgängerzone wieder eingebracht werden. Der Straßenkörper im oberen Teilbereich der Kirchstr. wird in der Planung von z.Zt. 7,50m auf 5,50m reduziert. Zwischendem Straßenkörper und dem Vorplatz vordem alten Finanzamt sollten Parkflächen angelegt und Bäume angepflanzt werden.

Stellungnahme der Fraktionen/Weitgehende Zustimmung zu den Planentwürfen

Nach den erläuternden Hinweisen durch den Planer wurde auf Vorschlag des Bürgermeisters die Diskussion und Beschlußfassung über die Gestal­tung der Hauptverkehrszone bereichsweise vorgenommen.

Die Fraktionsvorsitzenden der CDU und FWG, Kram und Schweizer, erklärten übereinstimmend, daß sie die Auffassung des Planers hinsicht­lich der Gestaltung der Bahnhofsstr. teilten. Auch sie befürworten die Ausführung der Alternative 1, da diese die größere Sicherheit bei dem Nebeneinander zwischen Personen- und Fahrzeugverkehr biete. Für die SPD-Fraktion erklärte deren Vorsitzender Widner, sie befürworte die Alternative 2 (verschwenkte Fahrbahn mit wechselseitig angeordneten Parkplätzen), dadiese Planung durch ihre optische Wirkung besser zu ei­ner Verkehrsberuhigung beitrage. Allerdings wurde der Vorschlag un­terbreitet, die Parkflächen, die schräg zur Fahrbahn angeordnet sind, in kürzerem Winkel auszuweisen und zudem Freiflächen für Fußgänger vorzusehen.

Ratsmitglied Schweizer (FWG) richtete an den Planer bzw. die Verwal­tung Fragen bezüglich des Standortes des Fußgängerüberweges in der Wallstraße, der Einrichtung der Linksabbiegerspur im Einmündungsbe­reich Wallstr./Bahnhofsstr. (mit oder ohne Ampelregelung) und der Ab­sicht, vorhandenes, im Eigentum der Stadt stehendes, Pflastermaterial bei Ausführung der Arbeiten zu verwenden.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken gab zur Kenntnis, daß der Fußgänger­überweg in der Wallstr. in etwa wieder an gleicher Stelle wie bisher - vor Beginn der Bauarbeiten - angelegt werden sollte. Verhandlungen mit dem Straßenbauamt hätten ergeben, daß dieses aller Voraussicht nach befür­wortet werde. Es sei lediglich abzuklären, ob zur Sicherung des Überwe­geseine Ampelanlage installiert werden müsse. Die inder Wallstr. einzu­richtende Linksabbiegerspur werde voraussichtlich ohne Ampelrege­lung angelegt werden können. Abschließende Aussagen hierzu stünden jedoch noch aus. Damit ggf. Ampelanlagen auch noch im Nachhinein in­stalliert werden könnten, würden allerdings in jedem Fall bei Ausführung der Straßenarbeiten die erforderlichen Versorgungsleitungen vorsorg­lich verlegt. Bezüglich der Wiederverwendung von vorhandenem Pfla­stermaterial wurde angemerkt, daß beabsichtigt sei, dieses in jedem Fall mit zu verwenden.

Zum Abschlußder Diskussion überdie Gestaltung der Bahnhofsstr. stell­te der Vorsitzende den Vorschlag der SPD-Fraktion (Ausführung der Al­ternative Nr.2) zur Abstimmung. 5 Ratsmitglieder entsprachen diesem Vorschlag, 17 plädierten für die Ausführung der Alternative Nr. 1. Aus­geklammert von dieser Entscheidung war die Frage hinsichtlich der An­pflanzung von Bäumen. Nach einhelliger Auffassung des Rates soll der Fragenkomplex Anp flanzung von Bäumen im gesamten Bereich der in­nerstädtischen Hauptverkehrszone zunächst ausgeklammert und zu ei­nem späteren Zeitpunkt erörtert werden.

Einstimmig befürwortet wurde vom Rat der Planungsvorschlag für die Gestaltung des Kleinen Marktes. Eine endgültige Festlegung über die Gestaltung der Platzmitte erging noch nicht. Unter der Vorgabe, daß eine Begrünung und keine Aufstellung einer Figurengruppe bzw. Lichtplastik gewünscht werde, wurde das Planungsbüro beauftragt, weitere Gestal­tungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Kr. |

Zur Gestaltung des Großen Marktes erklärte der Sprecher * Fraktion, Kram, seine Fraktion habe nach jüngsten fraktionsinte ^ ratungen den ursprünglich unterbreiteten Vorschlag (Bau eines»* unmittelbar vor dem Rathaus) verworfen. Man schließe sich dem Vorschlag des Planers, nahe der Einmündung der Sauerta^ nen Brunnen zu erstellen, an.

Paul Widner (SPD) erklärte für seine Fraktion, man habebereitsj ren Diskussionen die Anlegung eines Brunnens in der Platzu«; 1 '! wortet. Die vorgelegte Planung entspreche insofern weitgehendd Stellungen seiner Fraktion. Ratsmitglied Schweizer (FWG)ven' 1 gegen die Auffassung, man solle den Brunnen - wie ursprünglich sehen - unmittelbar vor dem Rahaus erbauen. Seine Fraktion«? neugewählten Standort für den Brunnen als hinderlich für den in * Bereich gelegenen Gastronomiebetrieb bzw. das Eiscafean. Dj, gument hielt der Planer entgegen, daß gerade die Brunnenanl»' Anziehungspunkt darstelle, der sicherlich positiven Einfluß aufJ schäftsbetrieb der Anlieger nehme.

Zur Klärung der Standortfrage ließ der Vorsitzende zunächst übet Antrag der FWG-Fraktion (Bau eines Brunnens vor der Mittelsi Rathauses) abstimmen. Für diesen Vorschlag stimmten 2 Rats, der. 21 befürworteten den in der Planung ausgewiesenen Standort ] anschließend wurde die Gesamtplanung für den Bereich des G Marktes zur Abstimmung gestellt. Mit großer Mehrheit wurdeiai nentwürfen des Architekturbüros Skrippe zugestimmt (20 Ja-St 2 Gegenstimmen, 1 Enthaltung).

Auch die Gestaltungsvorschläge des Planers für den Berel Kirchstr. und des Kirchen Vorplatzes wurden mit großer Mehrhei Rat befürwortet. Übereinstimmung bestand auch darin, den Bat zungen vor dem alten Finanzamt Vorrang vor der Anlegung vor plätzen einzuräumen. Sofern die Anlegung von Parkflächen mit planten Baumpflanzungen nicht in Einklang zu bringen sei, sollt Parkflächen reduziert werden.

Auslegung von Musterflächen, die für die Gestaltung derVtr flächen in Betracht kommen

Um einen Überblick über sich anbietende Möglichkeiten zurC bzw. über die Begehbarkeit der Pflasterflächen zu erhalten, stimmig beschlossen, Musterflächen auf dem Freigelände m dem Konrad-Adenauer-Platz (ehemaliger Lagerplatz der Fa,! anzulegen. Sowohl den Ratsmitgliedem als auch interessiertenBüi soll damit die Möglichkeit gegeben werden, Aussagen über das zu if zugende Material zu treffen.

Der Zeitpunkt, ab welchem die Musterfläche besichtigt weittaj] wird zu gegebener Zeit noch zur Kenntnis gegeben.

Weitere Aussagen zum Bauablauf bzw. zur Organisation Ratsmitglied Diehl (CDU) richtete an den Planer und die Baulcitij Bitte, bei Ausführung der Arbeiten darauf zu achten, daß im Bau bereich jeweils nur das unbedingt nötige Material gelagert werdi sich über mehrere Monate hinziehende Baumaßnahme dürfe nickli führen, daß die Innenstadt als Baustellenlager diene.

Zur Frage hinsichtlich des weiteren Vorgehens insbesondere i] aufdie notwendige Ausschreibung erklärt der Planer, das ArchM ro werde nunmehr nach weitgehender Festlegung der Planung die| fuhrungspläne fertigen. Die Ausschreibung bzw. die Versend entsprechenden Unterlagen werde voraussichtlich in 5 bis 6WaM folgen können. Die Ausschreibungsphase selbst werde dazu| weitere Detailplanungen zu erarbeiten.

Ratsmitglied Stock (CDU) wies daraufhin, daß die Bauphase furj| diesem Bereich gelegenen Gewerbebetriebe nicht unerheblichen meverluste bedinge. Im Interesse der Anlieger müsse daher aiifeij eierte Ausführung der Arbeiten geachtet werden. Bürgern« Possel-Dölken erklärte hierzu, es sei das Bestreben der Baulei® Maßnahme schnellstmöglich durchzuführen. Die Bau arbeiten« z.B. auch keine Unterbrechung durch Heimatfeste (Kinnesu.älj ren.

Vorabentscheidung bezüglich der Kostenbeteiligung der h der Baumaßnahme

Bürgermeister Dr.Possel-Dölken verwies darauf, daß wegendel fragten Förderung und den hierzu bestehenden Richtlinien betfl eine Aussage dazu getroffen werden müßte, in welchem Umfange maßnahme durch Anliegerbeiträge mitfmanziert werde, Ausl Grund wurde vom Stadtrat die Aussage erbeten, in welcher Hölejj meindeanteil festgelegt werden soll. Mit Blick auf das überwieg fentliche Interesse wurde von der Verwaltung vorgeschlagen, >| Ausbaubereich ab dem Kleinen Markt bis einschl. Kirchstr.einl meindeanteil von 60 % festzulegen. Der dann noch zu Lastende^ ger verbleibende Anteil von 40 % erscheint nach Auffassung vo»^ meister Dr. Possel-Dölken gerechtfertigt, da auch den Anliegen die Steigerung der Attraktivität der Verkehrszone ein Vorteile!*