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Montabaur 12/8/85

Als sonstige Möblierung habe man die feste Anpflanzung der Bäume vorgesehen.

Die FWG-Fraktion ist gegen eine Anpflanzung von Bäumen. Ratsmitglied Eschenauer führte aus, man hoffe und erwarte, daß die Anlieger an ihren Fenstern Grün anbringen. Eine evtl. Abstufung des Pflasters gegenüber dem Bereich Kleiner/ Großer Markt sollte man dem Planer überlassen. Die Gassen zur Elisabethenstraße sollten mit Ausnahme desMeudt's Ählchen" mit dem jetzigen Pflaster neu hergestellt werden. Die ,.Ählchen" auf der anderen Seite der Kirchstraße sollten zur Zeit nicht verändert werden, da diese im Bereich des Bebauungsplanes ,.Altstadt III" liegen und dann gemeinsam mit den anderen Ver­kehrsflächen in diesem Gebiet ausgebaut werden. Ferner sollte man überdenken, ob man die Pflasterung in der Klostergasse, der Kirchstraße und dem Konrad-Adenauer-Platz anpassen soll. Ratsmitglied Eschenauer (FWG) sprach sich für eine Verwendung der Beleuchtung des Rebstocks im Bereich der Kirchstraße aus.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken faßte wie folgt zusammen:

1. Der Stadtrat stimmte überein^ die Beleuchtung des Reb­stocks auch in der Kirchstraße zu verwenden und die Ählchen" mittels Eckkandelabern auszuleuchten. Zur Aus­leuchtung der Seitenählchen sind die Kandelaber in den Ählchen an den Häusern zu befestigen.

2. Im Bereich der Kirchstraße soll vorrangig mit Kunststeinpfla­ster gearbeitet werden.

3. Der Stadtrat lehnte den Antrag der FWG-Fraktion, keine Bäume in der Kirchstraße anzupflanzen, mit 17 Nein-Stim­men ab.

Ebenso abgelehnt wurde der Vorschlag der SPD-Fraktion, die Bäume gegenüber den Seitenählchen anzupflanzen.

Angenommen wurden die Vorstellungen der CDU-Fraktion, wonach die Bäume an den Stellen vorzusehen sind, an denen sich zur Zeit die Ausbuchtungen für die Parkplätze befinden.

4. Der Stadtrat sprach sich für eine Mitgestaltung der schmalen Ählchen und der Klostergasse aus. Die breiten Straßeneinmün­dungen , wie die Plötzgasse, sollen zunächst nicht mitgestal­tet werden.

Bereich 5: Kirchplatz bis zur Kreuzung Kolpingstraße

Ratsmitglied Kram /CDU) sprach sich für eine Einbeziehung des Kirchplatzes in die Fußgängerzone aus. Besonders beeindruckt habe die Lösung der Architekten Wild Brüll, im Bereich des Kirchplatzes durch Bäume eine Torsituation zu schaffen und durch Aufpflasterungen im Kreuzungsbereich der Kolpingstraße/ Koblenzer Straße die Hauptverkehrsführung über die Wilhelm- Mangels-Straße hervorzuheben. Evtl, könne man durch Anbrin­gung einer Schwelle die Ein- bzw. Ausfahrt in diesem Bereich behindern.

Die CDU-Fraktion bat den Planer, darauf zu achten, daß der Bereich vor der Kirche nicht zum wilden Parken genutzt wer­den könne. Dies bedeute, daß die Polder mit den Ketten vor der Kirche bestehen bleiben müssen. Ebenso sei eine Gestaltung des Einganges zur Kirchstraße mit Hindernissen nötig, um un­befugtes Parken zu verhindern. Parkmöglichkeiten sollten nur vor dem jetzigen Finanzamt bestehen. Der Planer solle jedoch überprüfen, ob eine Anlegung von Parkplätzen vor dem Hause Radke" möglich ist.

Die CDU-Fraktion könne sich vorstellen, daß die Torsituation neben Bäumen auch mit Säujen geschaffen wird. Dies sei aber Aufgabe des Planers.^Der Verkehrsfluß in die Elisabethenstraße solle als Zweibahnverkehr mit Gegenverkehr zugelassen werden. Ein Teil des Verkehrs könne man über die Sauertalstraße ab­fließen lassen, um so den Bereich vor der Kirche zu entlasten. Eine Ausfahrtmöglichkeit aus der Elisabethenstraße in Richtung Holler/Niederelbert müsse aber bestehen bleiben.

Für diesen gesamten Bereich müsse die Gleichrangigkeit von Fahrzeug- und Fußgängerverkehr gewährleistet sein.

Nach Aussage von Ratsmitglied Widner (SPD) ist seineFrsj ebenfalls für einen Ausbau des Kreuzungsbereiches entsp^ chend der Planung des Büros Wild/Brüll, nämlich die Beto der Torsituation durch großkronige Bäume. Eine optische grenzung des Bodenbelages entspreche den Vorstellungen SPD-Fraktion. Die Anbringung einer Schwelle sei nicht id f Zur Verkehrsregelung in der Elisabetl.enstraße sei manauti ! Meinung, bis zum Parkplatz die bisherige Lösung beizui* ij Ratsmitglied Widner (SPD) sprach sich aber gegen eine Ab { rung des Verkehrs über die Sauertalstraße aus. Zum einer 1 ten hier wegen der Enge der Elisabethenstraße nur Pkw»^ ren, zum anderen müßte das Haus am Kreuzungspunkt Elil thenstraße/Sauertalstraße abgebrochen werden. Außerdem gebe es im Winter Schwierigkeiten aufgrund des großem] der Sauertalstraße. Für die Einbeziehung des Kirchplatzes* verkehrsberuhigte Zone sei die Frage entscheidend, in well Richtung der Zulieferverkehr in die Kirchstraße geführte]

Für die FWG-Fraktion nahm Ratsmitglied Lorenz Stellunj Er führte aus, seine Fraktion sei für eine Verengung derStif führung im oberen Bereich durch Bäume. Vor dem alter,ft amt und dem Gebäude der Firma Radke sollten Parkplätze? ordnet werden, um den Verkehrsfluß zu hemmen. Die Vir / führung in der Elisabethenstraße solle im jetzigen Zustand? sen werden. Eine Öffnung zum Sauertal hin lehne dieFwJ Fraktion ab, da man befürchte, daß die Sauertalstraße zu] Verbindungsstraße wird, durch die der Berufsverkehrfia Kirchplatz solle in die verkehrsberuhigte Gestaltung inteJ werden.Dies bedeute, daß gegenüber der Kirche keine Pari angelegt werden. fl

Zusammenfassend stellte Bürgermeister Dr. Possel-Dölkenl

1. Zum Ausbau im Straßenbereich wird übereinstimmend!

höhengleicher Ausbau des Kirchplatzes an die Fußgäira vorgesehen. An der Kreuzung Kolpingstraße ist eineom Anpassung notwendig, um die Einfahrt in einen verkeis beruhigten Bereich zu kennzeichnen. Außerdem solle| Situation durch Anpflanzung von Bäumen geschaffen^ den. Weitere Möglichkeiten werden dem Planer offen« sen. |

2. Der Stadtrat stimmte mit 11 Ja-Stimmen dem f Antrag der CDU-Fraktion zu, einen Teil des Verkeb»j|

I Elisabethenstraße über die Sauert alstra ße abfließenzui i Etwaige Beschränkungen müsserferneut beraten undiffl schlossen werden. fl

3. Parkplätze sollen im Bereich des Finanzamtes undaufa gegenüberliegenden Straßenseite vorgesehen werden. |

4. Zum Problem der Fahrtrichtung für den Anliefererveil

im Bereich der Fußgängerzone führte Bürgermeister Da Possel-Dölken aus, daß es sich anbiete, für die Kirchst® eine Einbahnregelung aus Richtung Bahnhofstraßew.l hep, da die Bahnhofstraße nur aus dieser Richtungbeffl werden darf. I

Ratsmitglied Kram (CDU) erklärte, daß er ebenfallstfl Regelung sei, solange die Bahnhofstraße als EinbahnsM in Richtung Innenstadt befahren wird. fl|

Ratsmitglied Widner (SPD) sprach sich für die vorgesfl Lösung aus, da damit auch der Kreuzungsbereich vor® HausMons Tabor" entlastet wird.

Der Stadtrat beschloß mit 15 Ja-Stimmen, daß der Zil verkehr in der Fußgängerzone als Einbahnstraße vor* Bahnhofstraße in Richtung Kirche geführt wird.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beschloß der Stad® den Planungsauftrag an das Planungsbüro Skribbe, Miir$ vergeben.

uni