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Montabaur 24/5/85

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steht unter dem Motto "Quiz mit Mercurius". Ebenfalls in drei Alters­gruppen gilt es, lustig-komplizierte Fragen aus dem Wirtschaftsleben zu beantworten. Als Preise sind Leuchtgloben, Disc-Kameras, Schreib­maschinen, Eisenbahnen und Taschenbücher ausgesetzt, sowie ein Camp-Aufenthalt im Jugendcamp Greifenstein,

Wer einen der mehr als 300.000 Preise gewinnen möchte, muß sein "Kunstwerk" bzw. die Quizlösung bis 29, März 1985 bei der Volksbank MONTABAUR-WALLMEROD abgegeben haben.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Bernhard Schramm, appelliert zum Start des Wettbewerbs an Schüler und Lehrer, diesen internationalen Jugendwett- bewerb zu unterstützen.

Unlautere Imitationskonkurrenz bedroht die Existenz auch von Betrieben im Westerwald

"Vor allem kleinere und mittlere Betriebe sähen sich verstärkt durch Billiganbieter täuschend ähnlicher Kopien ihrer eigenen Erzeugnisse vom Markt verdrängt", so die Bezirksstelle Monta­baur der Industrie- und Handelskammer zu Koblenz. Da es keine wirksame Abwehrwaffe gegen die sklavisch genauen Nachahmungen gibt, macht sich in den betroffenen Wirtschafts­kreisen Resignation breit.

Eine Kammeruntersuchung, in die u.a. Keramikbetriebe aus dem Westerwald einbezogen waren, hatte zum Ergebnis, daß viele Betriebe auch unseres Raumes mit solchen Nachahmungen zu kämpfen haben, dies teilt IHK-Geschäftsführer Klaus Schmidt mit. In der Mehrzahl der Fälle haben die Plagiatoren ihren Sitz im Ausland, vor allem in Asien, wie u.a. Taiwan und Korea, aber auch in Europa ist man insoweit nicht zimper­lich, wobei selbst die eigenen Landsleute nicht zurückstehen. Immerhin sitze jeder vierte Nachahmer im eigenen Lande. Be­sonders aktiv seien insoweit auch die Italiener, die Portugie­sen und Spanier, die vor allem der Keramikindustrie im Wester­wald viel zu schaffen machen und diese schädigen. N Wie kann gegen diese Markenpiraterie vorgegangen werden, ist die zentrale Frage. Wenn überhaupt, so bieten höchstens gegen inländische Nachahmer Rechtsmittel Aussicht auf Erfolg, dies sind die Erfahrungen betroffener Unternehmen. Viele Betriebe versprechen sich laut Umfrage wirkliche Hilfe von einer Ver­schärfung des internationalen Wettbewerbsrechts. Dazu gehör­te, wie es heißt, "auch eine Auskunftspflicht für Anbieter über ihre Lieferanten im konkreten Einzelfall, um die Schuldi­gen überführen zu können". Darüber hinaus müsse mit Hilfe internationaler Vereinbarungen der Schutz gegen Imitationen durch Ausländer verbessert und die Rechtsverfolgung beschleu­nigt werden.

Zweifellos handele es sich hier um ein schwieriges Unterfangen, das aber von der Industrie- und Handelskammer mit h/ach- druck unterstützt werde. Dies umso mehr, als der Gefahr der Resignation bei den Unternehmen infolge der unbefriedigenden Ergebnisse im bisherigen Vorgehen auf dem Rechtswege gegen Plagiatoren entgegengewirkt werden müsse. Für viele mittel­ständische Betriebe seien neue Produkte existenznotwendig.

Die Investitionsbereitschaft dürfe nicht gelähmt werden. Ge­schehe dies, stellt der Geschäftsführer der IHK-Bezirksstelle Montabaur, Klaus Schmidt, abschließend fest, könne das letzt­lich nicht ohne negative Auswirkungen auf die Arbeitsmarkt­situation auch unseres Raumes bleiben.

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Heft 1/85

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Vor Weihnachten konnte man es wieder erleben - etwaso' "Wer bei uns am nächsten Samstag kauft, tut ein gutes vd_ Wir spenden die Hälfte unserer Tageseinnahmen für einen J zialen Zweck". Solche gefühlsbetonte Werbung, die sichjJ Mitleid der Käufer zu Nutze machen will, ist verboten, * vieles andere auch in der Werbung. Nur, welcher Einzeln, kaufmann weiß schon, was im einzelnen zulässig ist und\K| nicht? Die Industrie- und Handelskammer zu KoblenzgilJ darauf Antwort mit ihrer Westentaschenbroschüre "WasijJ laubt in der Werbung - 30 Regeln für den Kaufmann", 0c,;| kann man nachlesen, was man z.B. unter irreführenderWeJ bung versteht, ob Preisgegenüberstellungen erlaubt sind,^ man bei Jubiläen werben darf, was bei Saisonschlußverkäti zu beachten ist u.v.a.m. Die in der 4. Auflage erscheinend*! Broschüre ist bei der Industrie- und Handelskammer zu K<j| Postfach 1009, kostenfrei erhältlich.

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