Montabaur 35/24/84
FREIE WÄHLER-GRUPPE WESTERWALD
Verehrte Mitbürger,
um den Parteien mit “rotem Filz” und “schwarzem Klüngel” entgegen zu wirken, haben sich Westerwälder Frauen und Männer zusammengeschlossen. Die Kandidaten der FREIEN WÄHLERGRUPPE WESTERWALD stellen sich zur Wahl für den Kreistag am 17. Juni 1984.
Die so oft beklagte Parteiverdrossenheit der Bürger ist doch nur das Ergebnis aus der Arbeit, die die Parteien für die Bürger geleistet haben. Skandale und Affären aus Verwaltungen und Parteien werden den Bürgern in immer neuer Form aufgetischt. CDU, SPD und FDP stecken tief in der Flick-Affäre. Die Parteienspendenaffäre will man mit einem Amnestiegesetz bereinigen. Der Rechnungsprüfungsausschuß in Speyer stellte fest, daß die FDP-Fraktion “öffentliche Gelder nicht ihrer Zweckbestimmung entsprechend ausgegeben hat”. General Kiessling wird entlassen und wieder eingestellt, CDU-Minister Wörner bleibt. Die Staatsanwaltschaft Bonn erhebt gegen den ehemaligen SPD-Minister Egon Franke Anklage im Zusammenhang mit dem ungeklärten Verbleib von 5,6 Mill. DM aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Innerdeutsche Beziehungen. 300 Stellen im öffentlichen Dienst des Landes Rheinland-Pfalz sind überflüssig und 200 überbewertet. Das kostet den Steuerzahler jährlich 15 Mill. DM. Dies wurde vom Landesrechnungshof festgestellt. Landrat Dr. Heinen hatte seine “Dienstwagen-Affäre”. In der Sache Dieter Rolfes gegen die Kreisverwaltung wird erst am 20. Juni nach der Wahl weiter verhandelt.
In der ersten Verhandlung verlangte der Vertreter des Kreises Dr. Löhr “die Dinge offen auf den Tisch zu legen und gegebenenfalls nichtöffentlich zu verhandeln!”
Die Kandidaten der FREIEN WÄHLER-GRUPPE FWG stellen sich zur Wahl für den Kreistag am 17. Juni.
Wir wollen
- restlose Klärung des “Falles Rolfes” in der Öffentlichkeit -welche Rolle hat Landrat Dr. Heinen dabei gespielt -keine Prestigeobjekte, Politikerdenkmäler und Stadien
- Sportanlagen, die Vereinen und Schulen zur Verfügung stehen
- Investitionen, die dem Umweltschutz und zur Energieeinsparung dienen
- sorgsamer Umgang mit Trinkwasser
-dem weiteren Absinken des Grundwasserspiegels entgegenwirken -keine Müllverbrennungsanlage, Müll muß. wieder verwertet werden, Baustoffe von der Müllhalde, Bauschutt muß wieder Baumaterial werden • Müllverwertung schafft krisenfeste Arbeitsplätze
- Klärschlamm für Heizmaterial verwenden
- Schulden abbauen
Die Schulden des Westerwaldkreises sind von 1978 bis 1984 um 77% gestiegen. Die Schulden von Rheinland-Pfalz sind von 1970 bis 1982 um 377% auf fast 13 Milliarden gestiegen.
CDU-Kreistagsmitglied Karl Hoppe MdL ist im Finanzausschuß des Landes.
Die FWG bittet um Ihre Stimme.
Deshalb Ihre Personenstimmen den Kandidaten aus der Verbandsgemeinde Montabaur auf den vorderen Plätzen
Platz 4 Lorenz, Reinhard, Montabaur Platz 14 Dombo, Heinrich, Kadenbach
Ihre Listenstimme
Liste 4
FW G

