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Montabaur 20 / 84

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Alte Ortskerne sollen saniert und nicht zerstört weiden

Dorfemeuerung am Beispiel Niedererbach

Maßnahmen zur Dorfemeuerung sollen in erster Linie die Lebensqualität des einzelnen steigern und das dörfliche Gemeinschaftsleben verbessern. Dies, erklärte der Frak­tionsvorsitzende der CDU in der Verbandsgemeinde Mon­tabaur, Josef Becker, vor Experten, die sich mit der Dorf­emeuerung befaßten.

Fachleute und Vertreter der CDU waren sich einig, daß die Ortsgemeiode neben der Fafnilie der Bereich sei, der den Menschen Geborgenheit und Gemeinschaftsgefühl in einer ihm vertrauten Umgebung vermittelt Deshalb dürften sich die Gestaltungsfehler und -schaden der vergangenen Jahre nicht wiederholen.

Am Beispiel der Gemeinde Niedererbach wurde aufgezeigt, wie Dorfemeuerung sinnvoll praktiziert werden kann.

Durch Gestaltungs-, Grünordnungs-, Freiflächen- und Aus- fuhrungspläne sowie Vorschläge zur farblichen Gestaltung lasse sich das Planungsdefizit ausgleichen. Wichtig sei, daß die Bürger am Planvorhaben beteiligt würden. Die Fachleute wünschten eine bessere Durchgrünung der Ortslage, vor allem mit Laubbäumen. Der typische Hausbaum (z. B. Nuß­baum, Linde), wie er früher im Westerwald gang und gäbe war, müsse wieder gepflanzt werden.

Freigelegtes Fachwerk, restaurierte Zäune, die Einbeziehunj der Bachläufe in die Durchgrünung und die Gestaltung eine Dorfmittelpunktes könnten oft schon kleine Wunder bewir ken. Weniger Beton und Asphalt tue unseren Gemeindet gut. Wesentlich für die Dorfemeuerung sei, daß am Anfanj eine Gesamtkonzeption stehe. So die Ansicht der Fachleute Teilmaßnahmen hätten in der Vergangenheit oft einer ver nünftigen Erneuerung im Wege gestanden.

Die Vertreter der CDU erklärten abschließend, daß die Ver bandsgemeinde die Ortsgemeinden bei der Planung und Verwirklichung unterstützen und einen Zuschuß zu den Pia nungskosten leisten sollte.

Aus Verantwortung fiir unsere Verbandsgemeinde

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Unser Foto: Vertreter der CDU und Fachleute für die Dorfemeuerung Paul Herz (Kulturamt), Hubert Müllen (Bez.-Reg.), Paul Gerbj Ludwig (Kreisverwaltung), Karl Heinz Stenzei (Kreisverwaltung) bei einer Ortsbesichtigung in Niedererbach