Montabaur 4/11 / 84
USA 1982
Produktion und Regie ■ Kevin Ratterty, Jayne Loader, Pierce Rallerty 88 Mm.
Farbe und Schwarz-Weiß Preisgruppe 5
Englische Originalfassung mil deutschen Untertiteln.
Die Jury der evangelischen Filmarbeit emphehlt „ The Atomic-Cafe'' als Film des Monats.
„The Atomic-Cafe“ wurde aus Archivmaterialien der 50er und 60er Jahre montiert und stellt satirisch die Propaganda für Atombomben auf den Kopf. Was in diesem Film dokumentarisch vorgeführt und dabei glänzend zur Satire gerät, sind die Atomphantasien der 50er Jahre, wobei unter Phantasie das genaue Gegenteil zu verstehen Ist, nämlich die vollkommene Unfähigkeit, sich die Wirkung der Bombe vorzustellen. Die Regisseure verzichten auf jeden Kommentar, sie lassen die Bilder, die Szenen, den Originalton für sich selbst sprechen. „The Atomic-Cafe“ ist der Name einer par der 50er Jahre in Arizona.
Chronologisch rekapituliert der Film mit teilweise noch nicht gezeigtem Filmma- terial die geschichtliche Entwicklung der Atombombe, er beginnt mit den Abwürfen auf Hiroshima und Nagasaki 1945. Hier wird vermittelt, daß es für den Flug- kapitan der Bombermaschine ein Routi- nellug nach Vorschrift war, für die amerikanische Bevölkerung ein Anlaß zum Feiern, für das Militär eine Generalprobe zur Erforschung weiterer taktischer Einsätze zwecks Erwägung der Möglichkeit, die „amerikanische Botschaft von
Freiheit und Konsum" notlalls mit der Bombe zu verkünden.
Aufgedeckt und zusammengefugt wird, wie die US-Regierung und Massenmedien bemüht waren, der amerikanischer Bevölkerung ein falsches Bild über nukleare Kriegslührung und Atomwaflen- tests zu liefern. Die ausschließlich aus amerikanischer Atompropaganda verwendeten Materialien suggerieren Mog lichkeiten, die Bevölkerung könne den Atömkrieg mit Hille von Bunkern, als Schutz gegen radioaktive Slrahlungen und radioaktiven Niederschlag, überleben; Gefahren der radioaktiven Verseu chung durch Atomtests werden vernied licht, die drohende Auslöschung heruntergespielt. Materialien, die zuvor in de Öffentlichkeit nicht gezeigt wurden. Stc führen Erwachsene der Kamera ihre Pr vatbunker im Garten vor und ein Priestt erklärt, weshalb ein Familienvater den Bunker im Kriegsfälle mit der Waffe in der Wand gegen Nachbarn verteidigen muß. Unterlegt sind solche Szenen mit Hits aus den 50er Jahren wie „Atomic Love“, „Atom bomb baby" und zwar im Rock'n Roll oder Country-Stil.
Weniger lustige Sequenzen gibt es auc in dieser Dokumentation; In einem Born bentestgebiet in Nevada werden Schweine ausgesetzt. Nach der Explosion sammeln Soldaten die halbverbrannten, noch lebenden Tiere wieder ein. Kurz darauf wird das gleiche Exper) ment mit Soldaten veranstaltet, die sicr allerdings zu ihrem Schutz in Graben werfen dürfen Dieser Test sei vollkommen ungefährlich, erklärt der Original- kommentator dazu. Nach ca 20Jahrer stellt sich eindeutig heraus, daß ein gro ßer Teil der Soldaten an Leukämie erkrankt.
Ihr könnt den Film am 31.3. und 1.4.1984 (Sa./So.' ausleihen.
Ruft an oder schreibt:
Verbandsgemeinde Montabaur Jugendpflegerin Banz 5430 Montabaur,
Tel. 02602/196 142 oder
02602/2890 (privat)
Verleihkosten: 30,-- DM.
... sie währte nur einen halbenHag - und eine ganze Na. hl!
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„Den mit Abstand besten Wettbe- wertoebeitrsg (d(?r Berltnaie 1979) zeigte bislang Reiner Werner Fassbinder mit seiner ,Ehe der Maria Braun', dem zugänglichsten und reifsten Werk dieses Regie* teure ... .Die Ehe der Maria Braun* handelt von der ebenso rasanten «via erschreckenden Karriere einer Frau und eines Landes, der Bundesrepublik in den ersten neun Nachkriegsjahren. .. Nichts weniger als ein stilisiertes Melodram ... auch keine kunstgewerbliche Anstrengung .... sondern eine sehr witzige, sehr aggressive Satire voller Bitternis und lakonischer Harte.“ C Blumfenbenj DIL ^LiT ? ü 79)
Der Film kann am 17./18. März bei der Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde ausgeliehen werden.
Ruft an oder schreibt: Verbandsgemeinde Montabaur - Jugendpflegerin Banz -
Tel. 02602/196142 (dienstlich) 02602/2890 (privat),
Auf Wunsch wird die Filmvorführung und anschließende Filmbesprechung von den Jugendpflegern der Verbandsgemeinde übernommen.
Versammlung der Schüler-Union Montabaur zur Wirtschaftspolitik
Die nächste Mitgliederversammlung der Basisgruppe Montabaur der Schüler Union findet am Donnerstag, dem 15. März 1984 um 18.00 Uhr in der Gaststätte „Schloßschenke" in Montabaur Bahnhofstraße, neben Kino „Schloßlichtspiele" statt.
Im Mittelpunkt steht ein Referat von Diplom-Volkswirt Zimmermann, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Koblenz, zum Thema „Wirtschaftspolitik". Anschließend ist Gelegenheit zu einer ausführlichen Diskussion gegeben.
Zu Referat und Diskussion sind auch alle Interessierten, die nicht der SU angehören, recht herzlich eingeladen.
VORANKÜNDIGUNG: Am Freitag, dem 6. April 1984 um 18.00 Uhr lädt die Schüler Union Montabaur alle interessierten Jugend
lichen zu einem Gespräch über Fragen der Kommunalpolitik in der Verbandsgemeinde Montabaur in den Sitzungssaal im alten Rathaus in Montabaur ein.
Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung: Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken, CDU-VG Fraktionsvorsitzender Josef Becker, Stadtratsmitglied Fritz Schwind und die Ver l bandsgemeinde- und Stadtratskandidaten der Jungen Uniofij ind der Schüler Union.
Juso AG Montabaur
„Juso AG trifft sich mit Friedensinitiative"
Am 17. März um 14.00 Uhr, veranstaltet die Juso-AG Montabaur im Sonnenhof in Ruppach-Goldhausen ein Friej densforum mit der Westerwälder Fl.
Es geht vor allen Dingen um die Zukunftsperspektive der j Friedensarbeit, zu der die Jusos ganz besonders nach der Stationierung auf rufen. Themen werden eine Beteiligt Jusos am Ostermarsch und an der Volksbefragung am VA

