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Montabaur 6/48/83

Der Stadt Montabaur drückte Landrat Dr. Heinen die außerordentlich tiefe Verbundenheit des Westerwaldkreises aus. Kreis und Kreisstadt seien ständig aufeinander angewiesen, und er könne mit großer Freude feststellen, daß es bei den vielfältigen Berührun­gen zwischen dem Kreis und seiner Kreisstadt niemals zu wirklichen Spannungen und Problemen gekommen sei und man stets die Position des anderen respektiert und geachtet habe. Daß dies so bleiben möge, sei - so Landrat Dr. Heinen - sein Wunsch am Tag der Rathauseinweihung.

Für die CDU-FRAKTION im Verbandsgemeinderat machte ihr Vorsitzender, JOSEF BECKER, auf die Dominanz der Rathäuser im Bild der Städte aufmerksam. Es sei heute gewiß nicht einfach, ein Rathaus zu bauen. Erst rechrsei es nicht einfach , ein Rathaus in das historische Stadtbild einzufügen. Der Rat mit Bürgermeister Wilhelm Mangels an der Spitze sei sich stets einig darin gewesen, daß, nachdem die wichtigsten Maßnahmen im schulischen Bereich und in der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung ab­geschlossen gewesenseien, der Bau eines neuen Rathauses notwendig sei. Die Verwaltung sei in 4 verschiedenen Gebäuden unter­gebracht gewesen, und dies habe auf Dauer eine effiziente Verwaltungsarbeit unmöglich gemacht. Für den Verbandsgemeinderat und die Ortsbürgermeister sei es auch selbstverständlich gewesen, dieses Rathaus im Stadtkern zu bauen und an das vorhandene Rathaus anzufügen. Es wäre sicher einfacher und auch kostengünstiger gewesen, auf dergrünen Wiese" einen einfachen Zweckbau zu errichten. Dagegen hätten aber städtebauliche Gründe und der Aspekt der Bürgernähe gesprochen. Josef Becker dankte allen Rats­mitgliedern und Ortsbürgermeistern, insbesondere denen aus den Gemeinden des Umlandes von Montabaur, für die Einsicht in diese Notwendigkeiten. Damit sei auch sichtbar geworden, daß dieses heterogene GebildeVerbandsgemeinde" im Laufeder Jahre zu einer homogenen Gemeinschaft gewachsen sei. Er sei überzeugt, daß nicht nur der Stadtrat und die Bürger von Montabaur sondern auch zukünftige Generationen dankbar seien für den Bau des Rathauses im Stadtkern. Das Bauwerk sei als gelungen zu bezeichnen. Daß der Rat bei der Ausstattung stets nach dem Gebot der Sparsamkeit gehandelt habe, sei für den Architekten sicher nicht immer angenehm gewesen, habe aber dem Haus auch nicht geschadet.

Josef Becker erinnerte daran, daß es die Idee von Bürgermeister Wilhelm Mangels war, den Konrad-Adenauer-Ptatz zu einem neuen Zentrum mit Tiefgarage, Banken, Ladengeschäften und einem Rathaus auszubauen. Es sei tragisch, daß er die Vollendung dieses seines Werkes nicht miterleben konnte. Ihm wäre es von Herzen zu wünschen gewesen, daß er Gelegenheit gehabt hätte, mitzuerle­ben, wie nun angesichts des Geschaffenen die Kritik an seinen weitsichtigen Planungen und seine Kritiker verstummt seien.

Zum Schluß brachte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Verbandsgemeinderat seinen Wunsch zum Ausdruck, daß die Bürger, die sich in das Rathaus begeben, dort stets zuvorkommend behandelt werden und die Mitarbeiter der Verwaltung ihre Aufgabe mit Verantwortungsbewußtsein, Freude und Kreativität erfüllen. Es sei zu hoffen, daß der Geist, der die Arbeit im Verbandsgemeinde- rat in den 10 Jahren seines Bestehens geprägt habe, auch in das neue Rathaus einziehe.

Eine Freude und Genugtuung über die Fertigstellung des so lange geplanten und betriebenen Rathaus-Erweiterungsbaues stellte für die SPD-Fraktion des Verbandsgemeinderates ihr Vorsitzender REINER SCHLEMMER fest.

Der Bau dieser Rathaus-Erweiterung habe viel Kraft und Arbeit bei allen Verantwortlichen, also auch bei den Ratsmitgliedern erfor­dert. Die SPD-Fraktion bedauere es sehr, daß Bürgermeister Wilhelm Mangels, mit dessen Name dieses Haus stets verbunden werde, den Tag seiner Fertigstellung nicht miterleben konnte. Es sei festzustellen, daß der Rathaus-Erweiterungsbau ein modernes und architektonisch hervorragend gelunge es Gebäude darstelle. Der Dank ser SPD-Fraktion gelte deshalb insbesondere dem Planer, Prof. Deilmann, aber auch allen, die zum Gelingen dieses Bauwerkes beigetragen haben.

Mit dem Tag der Rathaus-Einweihung werde ein neues Kapitel in der Geschichte der Verbandsgemeinde aufgeschlagen. Es sei ein Schritt in die Zukunft und ein Zeichen der Gemeinsamkeit in dieser Verbandsgemeinde. Die Entscheidung, das Bauwerk im Stadtkern zu errichten, sei mutig und weitsichtig gewesen, gerade weil man sich stets der finanziellen Risiken und Belastungen bewußt gewesen sei. Man habe sich von dem Ziel leiten lassen, ein Zentrum der Verbandsgemeinde zu schaffen und dabei insbeson­dere die planerischen Vorstellungen der Stadt zu berücksichtigen. Das Ergebnis könne sich heute durchaus sehen lassen. Er sei sicher - so Reiner Schlemmer -, daß das Rathaus als Verwaltungs- und Repräsentationsgebäude von den Bürgern akzeptiert und als Zeichen des hohen Stellenwertes der kommunalen Selbstverwaltung anerkannt werde. Die Aufgabe des Verbandsgemeinde rates in der Zukunft sei es, dafür zu sorgen, daß in diesem Gebäude eine moderne und gute Verwaltung arbeite.

Die Glückwünsche der FDPFRAKTION des Verbandsgemeinderates und des FDP-Stadtratsmitgliedes übermittelte Helmut HEPFER. Es sei heute am Tag der Rathaus-Einweihung festzustellen, daß der Planer und alle am Bau Beteiligten ihr Bestes gegeben haben. Dankbar nehme man den Rathaus-Erweiterungsbau in Besitz und hoffe, daß die Verwaltung dort gute Arbeit zum Wohle der Bürger erfülle.

Den Festakt schloß der I. Beigeordnete der Verbandsgemeinde.Heinz REUSCH. Er dankte allen Gästen und Festrednern für ihr Erscheinen und die guten Wünsche, die der Verbandsgemeinde zur Rathaus-Einweihung übermittelt wurden. Sein besonderer Dank galt dem COLLEGIUM MUSICUM der Volkshochschule der Verbandsgemeinde, das unter der Leitung von REINHARD HÖBELT für die musikalische Umrahmung des Festaktes gesorgt hat. Im Anschluß an diese Feierstunde hatten die Gäste Gelegenheit, das neue Rathaus zu besichtigen.

Volkshochschule

der Verbandsgemeinde Montabaur

Leitung: Angela Becker

Gebühren: 50,- DM.

Benötigtes Material am 1. Abend: gr.Packpapier, Bleistift, Lineal, Zentimetermaß und Schere

VHS-Kurs Nr. 82 A NÄHEN FÜR ANFÄNGER

Es werden Kenntnisse im Zuschneiden und Nähen sowie Flicken und Reparieren der Kleidung vermittelt.

Beginn Montag, 5. Dez. 1983, 18.00 Uhr

Dauer: 10 Abende (jeweils von 18.00 - 20.00 Uhr .

Ort: Joseph-Kehrein-Schule Montabaur (Handarbeitsraum)

Der Kurs Nr. 2

KURZSCHRIFT FÜR FORTGESCHRITTENE- wird unter dem Thema:

Von der Verkehrsschrift zur Eilschrift", fortgesetzt. Beginn: Dienstag, 6. bzw. 13. Dez. 1983, 19.30 Uhr Dauer: 15 Abende

Ort: Berufsbildende Schule Montabaur

Leitung: Heidrun Bach Gebühren: 50,- DM.