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Feierliche Einweihung des Rathauserweiterungs­baues

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Deshalb sei der Neubau des Verwaltungsgebäudes zunächst zurückgestellt worden. In den vorbereitenden Planungsüber­legungen seien mehrere alternative Standorte diskutiert wor­den. Es sei dabei im wesentlichen um die Frage gegangen, ob ein vollständiger Neubau an anderer Stelle erfolgen soll oder ein Erweiterungsbau zum Rathaus der Stadt Montabaur im Zusammenhang mit der bereits laufenden Altstadtsanie­rung. Aus der heutigen Sicht könne man feststellen, die Ent­scheidung, am Konrad-Adenauer-Platz einen Erweiterungs­bau zu errichten, sei wohl begründet und sehr zu begrüßen.

Diese Lösung habe zum einen die Möglichkeit eröffnet, das alte Rathaus der Stadt weiter zu benutzen, aber auch die Mög­lichkeit einer städtebaulich interessanten Verbindung des Altstadtkerns mit einer Neubebauung des sogenannten Jux-Platzes" des heutigen Konrad-Adenauer-Platzes. Voraussetzung eine Verwirklichung der Rathausbaupläne sei allerdings eine maßgebliche finanzielle Beteiligung und För­derung durch das Land Rheinland-Pfalz gewesen. Dem Vertre­ter der Landesregierung, STAATSMINISTER BÖCKMANN, dankte Bürgermeister Dr.Possel-Dölken im Namen der Ver­bandsgemeinde für die großzügig gewährte Hilfe beim Bau des Rathauses sehr herzlich. Er hoffe, der Minister nehme den Eindruck mit nach Mainz, daß diese Förderungsmittel gut an­gelegt worden seien. I

Nach der Begrüßung der Ehrengäste würdigte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken die Verdienste seines Amtsvorgängers, des BÜRGER! MEISTERS WILHELM MANGELS, um die Entstehung des Rathausneubaues. Mit dem Bau eines Rathauses werde in der histori­schen Betrachtung regelmäßig der Name des Baumeisters als Architekt und Bauleiter besonders hervorgehoben. Ohne die archi­tektonische Leistung bei diesem Neubau zurückstellen zu wollen, müsse man hier eine Ausnahme machen und als Baumeister des Rathauses denjenigen nennen, derWegbereiter, Koordinator und Motor" dieser Maßnahme gewesen sei: Der Name von Bürger­meister Wilhelm Mangels müsse allem vorangestellt werden.

Der Weg, den Herr Bürgermeister Mangels zur Verwirklichung dieses Gebäudes viele Jahre unermüdlich, beharrlich und zielstrebig beschritten habe, sei nicht immer leicht zu begehen gewesen. Es ehre ihn daher in besonderer Weise, das für richtig erkannte Ziel nie aus den Augen verloren zu haben und gemeinsam mit den Räten eine städtebauliche Konzeption entwickelt und vollendet zu haben, die heute breite Zustimmung finde. Im Sitzungssaal des Rathausneubaues habe man - so Bürgermeister Dr. Possel-Dölken - ein Portrait zur Erinnerung an Bürgermeister Wilhelm Mangels anbringen lassen, das ständige Mahnung und Vorbild sein solle, in seinem Sinn die politische Arbeit der Verbandsgemeinde Montabaur fortzuführen, wie er sie über viele Jahre geprägt habe.

Der Bau eines Rathauses stelle nicht nur technische und finanzielle Anforderungen an eine Gemeinde. Die Entscheidungsfindung und Beschlußfassung in den verantwortlichen Gremien verlange vielmehr auch ein hohes Maß an Einsatz, Ausdauer und zielstrebi­gem Engagement von den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern, die dazu viele Stunden Freizeit opfern mußten und außerdem solch weittragende Investitionsentscheidungen nicht immer leicht in der Öffentlichkeit zu vertreten hatten. Bürgermeister Dr.Pos­sel-Dölken dankte den Mitgliedern des Verbandsgemeinderates und des Stadtrates sowie der Fachausschüsse für die intensiven und weitsichtigen Beratungen im Zusammenhang mit dem Rathauserweiterungsbau. Sein Dank galt aber auch den Ortsbürgermei­stern der 24 verbandsangehörigen Gemeinden, die erkannt hätten, daß eine zentrale und funktiönsgerechte Verwaltung insbesonde­re in einer Verbandsgemeinde für die Bürgerinnen und Bürger eine unverzichtbare Einrichtung sei. Aus der Sicht des Stadtbürger­meisters sei dankend anzuerkennen, daß die Ortsbürgermeister das Verhältnis zwischen Verbandsgemeinde und den Ortsge­meinden vorbildlich gestaltet hätten.

Die Bebauung des Konrad-Adenauer-Platzes sei - so Bürgermeister Dr. Possel-Dölken - ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Stadt vor allem in städtebaulicher Hinsicht gewesen. Es sei eine zeitgemäße, aber dennoch mutige Entscheidung des Stadtrates ge­wesen, zwischen dem Rathaus und dem Wolfsturm eine städtebauliche Konzeption zu entwickeln und durchzuführen, die neben dem alten Stadtkern einvöllig neues Stadtzentrum, einen neuen modernen Marktplatz geschaffen habe. Diese Entscheidung, die zeitweilig viel Kritik hervorgehoben habe, finde heute allgemeine Anerkennung. Das liege allerdings sicher auch daran, daß diese Konzeption desBauens in alter Umgebung" die Handschrift eines exzellenten Fachmannes, nämlich von Professor DEILMANN AUS MÜNSTER trage. Dem Planer, aber auch allen anderen am Bau Beteiligten sei für die gute Arbeit zu danken. Es lasse sich heute die erfreuliche Feststellung treffen, daß nicht nur die seinerzeit geschätzten Baukosten eingehalten werden konnten, sondern auch, daß die Bauarbeiten ohne Unfälle abgelaufen und zeitgerecht abgeschlossen worden seien.

Die recht späte offizielle Einweihung habe ihren Grund u.a. darin, daß das Erdgeschoß des alten Rathauses wieder in seinen früheren Zustand gebracht und renoviert werden sollte. Diese Maßnahme sei erst vor wenigen Tagen abgeschlossen worden. Dadurch habe mai einen Raum geschaffen, der für vielfältige Zwecke verwendbar sei.

Die sogenannte Bürgerhalle war im 19. Jahrhundert eine Markthalle im alten Rathaus. Künftig solle sie den Bürgern und Besuchern

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