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Montabaur 18/14/83

JUNGE UNION

Stadt- und Verbandsgemeinde Montabaur

5430 Montabaur, 7.4.1983 Etgendorfer-Straße 5

Offener Brief

An die Stadträte der »Freien Liste«

Rudolf Rossbach

Helmut Rüddel

Heinz Tewes

Pa ul-Heinz Schweizer

Werner Diel, Horressen

Reinhard Lorenz, Eigendorf

Franz-Josef Eschenauer, Montabaur

Wir finden Ihr Verhalten unwürdig und für junge Menschen kaum begreifbar.

Sie sind vor vier Jahren angetreten, eine saubere Politik zu machen. Sie gaben sich als freie und unab­hängige Bürger aus. Was ist aus Ihnen geworden ?

Zuerst haben Sie mit polemischen und unfairen Angriffen versucht, Bürgermeister Wilhelm Mangels fertigzumachen.

Jetzt setzen Sie die persönlichen Campagnen gegen Paul Widner (SPD) und Albert Kram (CDU) fort. Im letzten Brief war Jürgen Vogel (CDU) an der Reihe. Bis zu den Wahlen 1984 wird sicherlich noch ei­niges auf die Bürger von Montabaur losgelassen.

Die politischen Parteien kämpfen hart um ihre Ziele.

In Wahlkämpfen wird auch schon mal geholzt, aber bei Ihnen ist es widerlich. Sie machen keine Poli­tik, sondern greifen nur Personen an. Wir haben den Eindruck, als ob Sie von Hintermännern fernge­steuert werden und in Ihren Entscheidungen nicht frei sind. Sie müssen immer geschlossen abstim­men, dürfen keine eigene Meinung vertreten und müssen alle Vorschläge anderer politischen Parteien ablehnen.

Sie würden die Stadt Montabaur am liebsten zu einem Dorf zurückentwickeln.

Sie waren gegen die Tiefgarage, gegen den Ausbau des Konrad-Adenauer-Platzes, gegen die Stadthal­le »Haus-Mons-Tabor«, gegen die Fußgängerzone und gegen das Häuf der Jugend.

Sie polemisieren gegen die Verbandsgemeinde Montabaur und gegen die Umlandgemeinden.

Was Sie machen ist keine Politik für den Bürger, sondern Konfrontation auf allen Ebenen.

Wir fordern Sie auf, endlich eine klare Politik zu machen und die persönlichen Angriffe gegen unsere Kommunalpolitiker einzustellen.