INFORMATIVES
| Natur- und Tierschutz
i nute Tierschutz-Tat (entnommen aut dem Nassauitchen I Landeikalender RHEIN-LAHNFREUND, Jahrgang 1983)
Sie geht weiter: Unsere Aktion Kunstnester für Schwalben Leserin Sühnet hofft, daß Spendenbeträge nicht autbleiben Unentwegt besteht großes Interesse, den Schwalben Nistmög- [ llchkeiten zu bieten und auch andere nützliche Vögel mit Nisteten zu unterstützen. Gezielte Hilfsmaßnahmen können die Vogelschutzgruppen treffen, denen wir gespendete Gelder [zur Beschaffung von Kunstnestern aller Art zur Verfügung stel- n, Durch die in den Bürgerzeitungen des Verlages Wittich [verbreitete Bilanz der gutan Tierschutztaten d6r Jahre 1981 und 1982 gingen erneut Spenden auf unser Konto 822004474 (Gerhard Heil) bei der Nassauischen Sparkasse Neuhäusel,
BIZ 510 500 15, ein, für die wir namens der Vogelschutzgruppevielmals danken. Das Konto bleibt weiterhin bestehen. Auch tahlreiche Briefe erreichten in Sachen Vogelschutz die Redaktion, So schrieb Frau Karin Sühnel, Hauptstraße 16, 5232 Rott Flammersfeld:
["Ich bin seit meiner frühen Kindheit ein großer Natur- und [Tierfreund. Ich stamme aus dem Erzgebirge und wohne seit er 20 Jahren im Westerwald. Seit zehn Jahren gehören mein [Mann und ich einem Geflügelzucht-Verband an. Wir haben |3000 qm Land mit zwei Ställen für Enten, Gänse, Hühner und [Tauben. Bei uns gibt es noch Lehmboden und kleine Teiche für [das Wassergeflügel. Schon seit vielen Jahren finden bei uns Ichwalben genügend Baumaterial für ihre Nester. In unseren Ställen ziehen die Schwalben jedes Jahr zwei Bruten groß,
[wobei ich so meine Studien mache; auch traurige. Schon zwei- I Ist eine Altschwalbe umgekommen, und fünf Junge lagen [tot auf dem Nest. Doch im letzten Jahr sind 20 Jungschwalben flogen. Das ist für uns immer eine große Freude.
[Auf unserem parkähnlich bepflanzten Grundstück brüten sehr [viele Singvögel, so auch Bachstelzen. Im Winter verfüttern wir » zwei Zentner Körner an die Vögel. Es sind noch keine [verhungert. Nun möchten wir neue Höhlen für Kleiber, Haus- Jfotschwanz und Meisen anbringen und Sie um Adressen von [Lieferanten bitten.
[Wir möchten wenigstens auf unserem Grundstück alles tun,
[umso viele Vögel wie möglich zu beherbergen.
Selbstverständlich habe ich mir ihre Kontonummer notiert M werde einen Betrag überweisen, sei es für Schwalbennester pdet den Unterschlupf anderer bedrohter Vogelarten. Ich poffe sehr, daß die Spenden nicht ausbleiben, machte aber die pfahrung, daß es wenig Menschen gibt, die für die Erhaltung pr bedrohten Vogelwelt Geld übrig haben".
Einzelheiten über das Brutgeschäft schilderte Karin Sühnel in Nm zweiten Brief vom Juni 1982:
plsl Freude mit meinen Vögeln
TDieses Jahr habe ich noch ein weiteres Pärchen Mehlschwal- P en bekommen. In den Geflügelställen nisten Rauchschwalben. P 1 « Mehlschwalben haben sich vor unsrem Wohnhaus ein herr- lones Nest gebaut. Nur kann ich sie vorne nicht so gut beob- l c ten wie hinter dem Haus, wo sich die Ställe befinden. Dort r be Ich täglich einige Stunden zu tun.
■nn ersten Rauchschwalben-Nest sitzen tatsächlich sechs flügge lungschwalben. Im zweiten Nest strecken sich fünf Schnäbel- P ® n . und im Jungtierstall, wo ich voriges Jahr ein Stück er aus dem Fenster schnitt, damit meine neuen Schwalben ^ Uart * 6r * anc * en ' da hegen nun ebenfalls fünf Kleine.
ilIV ^ se ^ r > daß sie einen guten Tag für den ersten Aus* | u 9 bekommen.
H 8 Kohlmeisen sind alle gut aus dem Kasten gekommen mi ,r 'n C * 1en ta 9ii°h ihre "Piep-Reise" durch den Garten und ldi « Bäume.
tord f S * n ^ me * ne Amselnester vom Eichelhäher ausgeräubert L? n - ^‘ er kleine Nester fand ich in der Fichtenhecke,
F. ha de, schadel
[ n Türkentauben-Paar kommt auch täglich zu den Futterzei
ten und holt sich ein Kröpfchen voll Körner. Sie sind so zutraulich geworden und laufen mir fast vor den Füßen herum.
Sie werden wohl auch gebrütet haben, denn erst seit gestern kommen sie wieder zu zweit. Möglicherweise hat auch in Ihrem Nest der Eichelhäher sein Unwesen getrieben.
Die Spatzen haben mir meine Bachstelzen vertrieben, die einige Jahre unter einem Giebelbalken im Stall Ihr Nest bauten.
Vor kurzem lernte ich einen Frührentner aus der Nähe von Puderbach kennen. Er ist ein sehr großer Tierfreund und hat schon viele Vögel aufgepäppelt. Er wird mir stets ein Helfer sein mit Ratschlägen und guten Taten".
Täglich 200 Fliegen gefangen
Forstdirektor Claus Volkening, Niederelberter Straße 11,
5431 Holler, der als Vertrauensmann des Vogelschutzbundes die gespendeten Gelder erhält und in tätige Hilfe ummünzt (vgl. Jahrgang 1982, Seite 130 ff.), sandte einen Ausschnitt aus "Wir und die Vögel", Nr. 2/82, der Zeitschrift des "Deutschen Bundes für Vogelschutz" (gelbe Seiten des Landesverbandes Rheinland-Pfalz). Er berichtet darin über seine Aktion, die in kurzer Zeit 55 Kunstnester für Mehlschwalben erbrachte. Besonders erwähnt wurde die Freiwillige Feuerwehr von Kleinmaischeid im Westerwald, die allein 11 gespendete Kunstnester unter die Dächer montierte.
In der Heimatpresse fanden sich Fotos und Meldungen, die den Schwalben galten. So berichtete die Lahn-Zeitung über den verschobenen Abriß eines Hauses in Aull bei Diez, um den Schwalben die Brutstätte zu erhalten (s. Original-Meldung), und die Westerwälder Zeitung stellte am 4. August 1982 die Tierliebe der Familie Helmut Leicher in Oberhaid heraus, die zwei aus dem Nest gefallenen jungen Schwalben der zweiten Brut durch eifriges Füttern das Leben rettete. 150 bis 200 Fliegen fingen Tochter Annette und Freundin Eva aus Island im Stall des Nachbarn.
Die Aktion geht weiter. Jeder Spender kann bestimmen, welcher Vogelart er helfen möchte. Stark gefährdet sind zum Beispiel Eulen. Damit für die Brutzeit 1982 rechtzeitig etwas geschehen kann, sind die Spenden (25 Mark für ein doppeltes Kunstnest für Schwalben, wie im Jahrgang 1982 abgebildet, bis 31. März 1983 zu überweisen. Fachliche Auskünfte durch Claus Volkening, Leiter des Forstamtes 5408 Nassau/Lahn, Telefon: 02604/4372.
Gebremste Krankheitskosten
Ausgabenveränderung*
in °/o Zahnarzt
1982 gegenüber 1981 Arzt (Jan.- Sept.)
Krankenhaus
+1
Arzneien aus Apotheken Zahnersatz
Heil-und Hilfsmittel
je Mitglied in der gesetzlichen VZ
Krankenversicherung [4562
Statistische Angaben: Bundesarbeitsministerium

