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Tätige Nächstenliebe in Indien

Dernbacher Schwestern wirken segensreich in der Welt Spiritual 1, Pfarrer Schmidt-Weller besuchte die Niederlassungen der Dernbacher Schwestern.

ext u. Fotos: Adolf Hausen

l'farrer Schmidt-Weller berich­tet von seiner mehrwöchigen [ndienreise

Wie tätige Nächstenliebe ihren unmittelbaren Ausdruck findet in praktischer Hilfe in der Not eines 700-Millionenvolkes, das zeigen die Niederlassungen der Dernbacher Schwestern in Indien. Der Spriritual im Mutterhaus der Kongretation der Armen Dienstmägde J. Chr. in Dernbach, Pfarrer Schmidt-Weller, unternahm eine mehrwöchige Reise nach Indien, sammelte viel tief­greifende Eindrücke vor diesem Land mit seinen sozialen Diskrepanzen, seinen eigenen religiösen Ausdrucksformen und auch der Not, die keinen Vergleich mit unseren westeuropäischen Verhältnissen zuläßt.

Diese Überzeugung gewann der Seelsorger auf seiner recht abenteuerlichen Reise und stellte wei­ter fest: Unsere Hilfe ist dringend notwendig, und sie wird über die Dernbacher Schwestern direkt und richtig angewandt und eingesetzt.

Das Wirkungsfeld der Schwestern in Indien unmittelbar kennenzulernen, das war das besondere Anliegen von Pfarrer Schmidt-Weller. Schon in den sechziger Jahren leitete die Kongregation die Missionsarbeit, für Indien ein, indem junge Mädchen aus diesem Land sich in Dernbach im caritativen und sozialen Dienst übten und schließlich dem Orden ihr Gelübde ablegten. Damit wurde der Grundpfeiler gesetzt für die Arbeit in Indien, eine weitere Station in der weltweiten Missionsarbeit der Dernbacher Schwestern, diesesmal in einem Land der Dritten Welt.

Voll der Beobachtungen und Eindrücke kam Pfarrer Schmidt-Weller von der Indienreise zurück.

die er seiner Gemeinde und dem Wester- vald nahebringen möchte. Im Gespräch nit uns schlug er zunächst einen Zirkel Eiber eine umfassende Gesamtbeurteilung dieses asiatischen Landes mit Lebens- bewohnheiten derindischen Bevölkerung, nie, wie er meinte, kaum einen Ver­bleich mit Deutschen zulassen. Er be­obachtete die starken Unterschiede Zwischen den zahlreichen Volksstämmen, pas Auseinanderklaffen zwischen arm und reich, nach wievor ein Vorherrschen pes traditionellen Kastengeistes dort.

\uffallend sei andererseits, daß die in Indien vorhandenen großen Welt- [eligionen im Alltagsleben kaum Unter- Ichaidungsmerkmale ermöglichten. Dar­aus leitet Schmidt Weller eine große Toleranz gegenüber anderen Religionen ab. Nahezu 20 Jahre gehen die ersten Verbindungen mit Indien zurück. Unser Bild ie andererseits Religion als natürliche Grund- zeigt die Einkleidung der ersten Inderinnen in Dernbach am 27. August 1964. ialtung der Menschen dort konkreter erkennbar und auch gelebt werde. 85 % der Inder sind Anhänger des Hinduismus, der nach Mei ung des Pfarrers zu Lebensfremdheit, Passivität und Ergebenheit in das Schicksal geführt habe. Dies spiegele sich letzlich im hohen rozentsatz der Arnriut in diesem Land wider und zugleich der Eindruck, daß Reiche immer reicher, Arme stets ärmer würden. Be - heidenheit in den Ansprüchen und hohe Zähigkeit zeichneten den Lebenswandel der Bevölkerung aus. nter diesem Eindruck des Landes mit seinen Eigenheiten, wie Pfarrär Schmidt-Weller sie sorgsam analysierte, ging er auf das irken in den Filialen der Dernbacher Schwestern ein, deren größte er besuchte in Pravithanam, Bangalore, Barwani, Dhani und hamond. Die Arbeit der Schwestern liegt schwerpunktmäßig auf medizinischer Betreuung (2 Krankenhäuser, ambulante Stationen, edizinische Vorsorge.) ebenso Erziehung, Schule, vom Kindergarten über Grundschule bis zum Hauptschulabschluß. Dies omme insbesondere der armen Bevölkerungsschicht zugute. Alles begleitet von Hilfen und Rat in Alltäglichkeiten des weithin scheidenen Daseins der Menschen. Eine wichtige Aufgabe sieht der Indienreisende in der Bekämpfung der Leprakrankheit, sbesondere in Bangalore, wo er die Einrichtung einer Lepra-Station für dringend erforderlich hält." Hier müssen wir weiterhelfen" rdert er. - v

inen erfreulichen Akzent seiner Beobachtungen setzte Pfarrer Schmidt-Weller als Spiritual des Mutterhauses der Dernbacher chwestern mit der Feststellung, daß die Kongretation in Indien mehr Nachwuchs verzeichnet als in Deutschland. So bereiten ich derzeit allein zehn Novizinnen auf ihren endgültigen Eintritt in den Orden vor.

ach strapaziöser Reise und sehr intensiven Beobachtungen, den vielen Begegnungen und Gesprächen bestätigt der Seelsorger lern seine gewonnene Überzeugung, daß in Indien unsere Hilfe weiter gebraucht wird, die wie bisher konkret, richtig und sinnvoll ingesetzt wird.dank der aufopferungsvollen Missionsarbeit der Dernbacher Schwestern im caritativen Dienst am Nächsten vor Ort.

Wer für die Missionsarbeit und tätige Nächstenhilfe der Dernbacher Schwestern in Indien etwas-beitragen möchte: Spen­denkonto "Indien" Nr. 15.5700.16 bei der Volksbank Westerwald Dernbach.

(Wenn Spendenquittung erwünscht, bitte auf Zahlungsabschnitt angebenJ Vielen Dank!)