Montabaur 3/31 / 82
KIRMESFAHRPLAN
Gültig ab Samstag, 07, August bis Dienstag, 10. August 1982
KIRMES AUF DER EICHWIESE
[Samstag, 07. August 1982
16.00 Uhr Anschießen der Kirmes durch Böller
An allen Tagen bieten die Schaugeschäfte auf der Eichwiese Riesenrad, Amorbahn, Autoscooter, Flieger, Kinderkarussell, Geisterbahn, Verlosungen, SchiaßWagen, Imbißstände, Süß- Laren und außerdem alle Lokale in der Stadt das Beste an Unterhaltung, Speisen und Getränken.
|Fußgängerzone in der Innenstadt Samstag, 07. August 1982 auf dem Großen Markt
|ab 11.00 Uhr Frühschoppen mit dem MGV Mendelssohn- Bartholdy *
|16.00 - 22.00 Uhr Es spielt die Kapelle Team Work in der Bahnhofstraße
|17.30 - 22.30 Uhr Muntere Klänge mit Yellow Taxi
onntag, 08. August 1982 buf dem Großen Markt
110.30 -15.30 Uhr Zum erstenmal stellen sich vor: Stone Free 117.00 - 22.00 Uhr Viel Schwung mit Los Pepitos
jinder Bahnhofstraße t
14.00 -19.00 Uhr Yellow Taxi
f'in der Kirchstraße 114.00- 19.00 Uhr
Country-Musik mit der Gruppe Nashville
in der Bahnhofstraße
14.00 -19.00 Uhr Kapelle Pinball
in der Kirchstraße
15.00 -18.00 Uhr Die Mörsbaoher spielen zur Unterhaltung auf.
Am Kirmesmontag wie gewohnt, wird nach Einbruch der Dunkelheit die musikalische Palette durch den Feuerzauber von den Höhen des Schlosses ergänzt.
Dienstag, 10. August 1982 Haus Mons Tabor
ab 10.00 Uhr Der MGV Mendelssohn-Bartholdy ladet
nach einigen Jahren der Unterbrechung seine Freunde und Gönner zum traditionellen Frühschoppen an gewohnter Stelle ein.
auf dem Großen Markt _
11.00 - 16.00 Uhr Kirmesausklang mit Los Pepitos
Tanzende Fontänen - der muntere Brunnen
Gelegentlich am Tage, nach Einbruch der Dunkelheit jedoch in stündlichem Abstand erfreuen uns die „tanzenden Fontänen" vor dem Rathaus.
Die Vorführungen sind nur während der Kirmestage am Samstag, Sonntag und Montag.
tfontag, 09. August 1982 huf dem Großen Markt
10.30 - 15.30 Uhr Die Eicordos spielen auf 17.00 - 22.00 Uhr Heike and the Crazy Singers
Geschichtliche Angaben zu dem Brunnen vor dem Rathaus
19. Mai 1590, des Morgens um 7 Uhr, lief aus 4 Röhren des neu errichteten Marktbrunnens das Wasser zur Stadt. Es war wohl |die erste Wasserleitung. Wenn es nicht ein besonderes Ereignis gewesen wäre, hätte der damalige Stadtschreiber Fros im Beisein des chöffen Johann Pietz und des Vikars Johann Artzbach, es nicht im Stadtbuch eigens vermerkt. Dieser Brunnen tat lange seine pienste, 1725 Aug. 18 war er allerdings in einem schlechten Zustand, weshalb dem Stadtbaumeister aufgetragen wurde, den Brunnen zuzuschütten und auf dem Platz ein Drillhäuschen zu errichten, „umb die jugendt züchtigen zu können."
p hat den Anschein, daß es nicht zur Erstellung dieses Drillhäuschens kam, denn 1764 den 27 ten 9 bris (27. Nov.) heißt es in linem Schreiben des Bürgermeisters und Stadtrates an den Erzbischof v. Trier, daß „der hiesige Stadt - brunnen auf dem Marckt Altershalber so zerbrochen und die gehauene stein dergestalten zerstückelt seyen, daß statt dessen ein anderer brunnen nöthiger Bringen gemacht werden müsse". Die kurfürstliche Hofkammer genehmigte unter dem 4. Dezember 1764 die Errichtung eines neuen Brunnens nach dem beigefügten Abriß. Bereits am 27. November 1764 hatte der Bürgermeister und Stadtrat mit dem Steinbauer- Sieister Andreas Wirth von Caan wegen des neuen Brunnens mit einem steinernen Sarg für 130 rthl akkordiert. Am 17. Dezember |764 wurde dem Wirth die Fertigung endgültig übertragen.
Am Marktbrunnen spukten die Ratsherren
Eine Montabäurer Sage
August Welker
(lontabaur war von jeher so sehr Amtssitz und Behördenstadt, daß sogar die heimische Sage sozusagen amtlichen Charakter hat.
Sie weiß von vier Ratsherren zu berichten, die vor langen Jahren eine namhafte Summe städtischer Gelder unterschlagen hatten.
Ipie Sache kam heraus, weil einer von ihnen glaubte, die drei anderen hätten ihn über's Ohr gehauen. Schnell machten diese deshalb Wische Eintragungen in den amtlichen Büchern und Urkunden. Diese Fälschungen waren ihnen aber so schlecht gelungen, daß sie phnen selbst nicht gefielen. Deshalb nahmen sie sämtliche Unterlagen mit und versenkten sie in den großen Marktbrunnen, der vor P em „Roten Löwen“ - so hieß das Rathaus - Tag und Nacht plätscherte. Das Gericht mußte diese drei Fälscher mangels Beweises freisprechen. Der andere aber, auf den sie alle Schuld abschoben, kam an den Galgen. Seit diesem Tage gab die eine Röhre des Brunnens kein Wasser mehr.

