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Montabaur 7/23/81

Für den Bereich der Stadt Montabaur kommt lediglich ein An­schluß des Stadtteils Ettersdorf an das Kabelfarnsehen in Be­tracht, da nur dieser Stadtteil von den Erdverkabelungsarbei­ten tangiert wird. Da dieser Anschluß ans Kabelfernsehen eine finanzielle Beteiligung der Bürgar erfordert -(einmalige An­schlußgebühr von 4 00,00 DM + zusätzliche Grundgebühren von mind. 5,oo DM) wurde eine Befragung der Bürger von Ettersdorf durchgeführt mit dem Ergebnis, daß sich die über­wiegende Mehrheit zur Erreichung eines besseren Fernseh­empfanges für den Anschluß ans Kabelfernsehen aussprach.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Informationen sprsch sich.der Haupt- und Finanzausschuß dafür aus, die Bemühungen des Stadtteils Ettersdorf zum Anschluß an das Kabelfernsehen zu unterstützen.

2. Vergabe von Aufträgen

Anschaffung einer Übertragungsanlage für den Friedhof im Stadtteil Eschelbach abgelehnt Seitens eines Bürgers aus dem Stadtteil Eschelbach wurde angeregt, für den Friedhof im Stadtteil Eschelbach eine Über­tragungsanlage anzuschaffen. Entsprechend einem vorgelegten Kostenangebot müßten zur Anschaffung einer solchen Anlage ca. 1.7oo,oo DM aufgewendet werden.

Die Mitglieder des Ausschusses befürworteten den Antrag nicht und lehnten eine Anschaffung einer Übertragungsanlage ab.

Bau der Erschließungsstraße auf der Eichwiese in Monta­baur beschlossen.

Der Auftrag zum Bau einer Erschließungsstraße auf der Eich­wiese wurde beschlossen. Der Kostenaufwand beträgt ca. 126.5oo,oo DM. Es wurde festgelegt, daß neben der Erschlie­ßungsstraße ein einseitiger Bürgersteig von 1,5o m Breite gebaut wird.

Auftrag zur Herstellung der Platzbefestigung der Eichwiese beschlossen

In unmittelbarem Zusammenhang zu der vorbenannten Auftrags­vergabe steht der Beschluß des Ausschusses, den Auftrag zur Befestigung der Eichwiese in Auftrag zu geben. Diese Maßnah­me verursacht einen Kostenaufwand von ca. 43.ooo,oo DM.

3. Zuschüsse zur Fassadengestaltung bewilligt.

Dem Ausschuß wurden zwei Anträge auf Bezuschussung für Maßnahmen zur Gestaltung von Hausfassaden im Bereich des vorderen Rebstockes vorgelegt.

Die Förderungswürdigkeit entsprechend den Richtlinien der Stadt Montabaur für die Gewährung städtischer Zuschüsse zur Modernisierung und Verbesserung von Wohnungen im Bereich des Rebstockes wurde anerkannt. Der Auszahlung von Zu­schüssen von insgesamt 11.5oo,oo DM wurde entsprochen.

4. Gewährung von Besamungskostenzuschüssen an alle land­wirtschaftlichen Betriebe in Montabaur beschlossen.

Dem Ausschuß wurde ein Antrag auf Gewährung von Besamungs- Ostenzuschüssen vorgelegt.

Nach der bislang geltenden Regelung wurde im Bereich der Stadt Montabaur lediglich für die Landwirte in Reckenthal ein Besamungskostenzuschuß bereitgehalten,da dies Gegenstand des Auseinandersetzungsvertrages mit der Stadt zum Zeitpunkt der Eingemeindung war.

Um eine Gleichstellung aller Landwirte im Bereich der Stadt Montabaur zu erreichen beschloß der Ausschuß sämtlichen landwirtschaftlichen Betrieben in Montabaur pro Jahr einen Zuschuß von 5,oo DM für jedes deckfähige Tier auszuzahlen.

Diese Regelung soll bereits für das Jahr 1981 Anwendung finden.

5. Diskussion über verkehrslenkende Maßnahmen im Bereich des Bebauungsplanes Himmelfeld

Die SPDFraktion legte einen Antrag über die Durchführung von Straßenverkehrsmaßnahmen im Bereich des Bebauungspla­nes Himmelfeld vor.

Obwohl dem Ausschuß bzw. dem Rat der Stadt Montabaur kein Entscheidungsrecht zur Durchführung von Straßenverkehrsmaß­nahmen zusteht befaßte sich der Ausschuß mit dem Antrag der SPD-Fraktion um Empfehlungen an die zuständigen Gremien bzw. Behörden auszusprechen.

Nicht allen von der SPD-Fraktion vorgeschlagenen Maßnah­men wurde entsprochen.

Weitgehende Übereinstimmung wurde jedoch in folgenden Punkten erzielt:

1. Um zu verhindern, daß die Goethestraße auch weiterhin von Kraftfahrern als Abfahrtstraße der Umgehungsstraße zur Einfahrt in den Stadtbereich benutzt wird, soll eine Beschilderung aufgestellt werden, die ein Rechtsfahrgebot in die Tonnerrestraße vorsiöht.

Diese Maßnahme erfolgt zum Schutz der Anlieger.

2. Der Einmündungsbereich der Tonnerrestraße in die Limbur­ger Straße soll durch Fahrbahnmarkierungen verkehrssicher gemacht werden, d.h., durch die Anbringung der Fahrbahn­markierungen soll dem Kraftfahrer ein ordnungsgemäßes Einordnen erleichtert werden.

3. Um zu verhindern, daß Busse der Linie "Limburg - Monta­baur" weiterhin mitten im Einmündungsbereich Tonnerre Straße / Limburger Straße - halten, wurde angeregt die Straßenverwaltung auf diesen Mißstand hinzuweisen und um Ausweisung einer Bushaltestelle zu ersuchen.

Der benannte Antrag der SPD Fraktion wird dem Stadtrat am 16.6.1981 in öffentlicherSitzung nochmals vorgelegt ; um euch eine Entscheidung über bislang divergierende Auffas­sungen der Fraktionen zu erreichen.

Stadt Montabaur - 690 Jahre alt

Daß Montabaur - damals Humbach - im Jahre 959 erstmalig ur­kundlich erwähnt worden ist, weiß man. Es ist das Datum der Einweihung der ersten Holzkirche. Also das Kirchweihfest - Kirmes.

Die 1000-Jahrfeier liegt schon einige Jahre zurück.

In diesen Tagen konnte die Stadt Montabaur weitgehend un­beachtet ein weiteres Jubiläum begehen.

Am 29. Mai des Jahres 1291 - vor 690 Jahren - wurden Montabaur auf Bitten von Erzbischof Boemund von Trier durch Kaiser Rudolf von Habsburg die Stadtrechte ver­liehen.

Dieses ist in einer Schrift "Montabaur - Werden und Schicksale einer Stadt" von Heinrich Fries unter Quellenangaben und Literaturnachweisen zulesen.

Mit den Stadtrechten erhielt Montabaur die Berechtigung, die Stadt mit Mauer und Graben zu umgeben und die Stadttürme und -tore zu bewachen. Der Bau der Stadtbefestigung wurde schon bald nach 1291 begonnen. Montabaur entwickelte sich aus dem bedeutenden Umschlagplatz am Fuße der Burg zur blühen­den Handwerkergemeinde (Tuchweber und Gerber), die einen beachtlichen Fernhandel trieb.

Das Schöffengericht zu Montabaur, das auch zugleich das Hochgericht bis ins späte Mittelalter blieb, war für alle Bürger von Montabaur, zuständig (Zeichen dessen,der "rote Löwe").

Diese Tatsachen weisen uns darauf hin, wie groß die Bedeutung der Stadt Montabaur schon im Mittelalter war.

In 10 Jahren wird Montabaur eine 700-jährige Stadt.