Montabaur 6/6/81
Die Höhe des Auftrages richtet sich nach dem im Laufe des Jahres 1981 anfallenden Arbeiten.
Nach Aussage der sachbearbeitenden Abteilung rechnet man mit einem Gesamtkostenaufwand von ca. 100.000,- DM.
Satzung zum Schutz des Ortsbildes fand grundsätzliche Zustimmung
Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses für den Erlaß einer Satzung zum Schutz des Ortsbildes aus. In den vorgelegten Satzungsentwurf wurden geringfügige Änderungen eingearbeitet.
Der Satzungsbeschluß wird in öffentlicher Sitzung des Stadt - rates gefaßt.
Diskussion über einen Antrag der CDU-Fraktion zum „Haus der Jugend"
Die CDU-Fraktion hatte dem Ausschuß einen Antrag vorgelegt mit der Bitte, im Rat über die Schaffung eines „Hauses der Jugend" in freier Trägerschaft zu diskutieren.
Nach Auffassung der CDU-Fraktion soll die Verwaltung zunächst die Kirchen beider Konfessionen für eine freie Trägerschaft gewinnen und alsdann eine Satzung ausarbeiten, die die Kompetenzen der Beteiligten festlegt. Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen.
Fehlende Haushaltssatzung bewirkte die Absetzung einiger Tagesordnungspunkte
Unter Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen wurden einige Tagesordnungspunkte mit finanziellen Auswirkungen von der Tagesordnung wegen des Fehlens der Haushaltssatzung 1981 abgesetzt.
Im Zusammenhang mit der Überarbeitung des Haushaltsplanes 1981 wurde festgelegt, zunächst in einer nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrates am 9.2.81 Änderungsvorschläge in den zur Zeit vorliegenden Haushaltsplanentwurf einzuarbeiten.
Danach erfolgt die technische Überarbeitung durch die Verwaltung. Der Plan soll sodann in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 9.3.1981 zur Beschlußfassung vorgelegt werden.
AUS DER SITZUNG DES STADTRATES
Bericht über die Sitzung des Stadtrates am 29. Jan.1981 Arnold Thomfe verabschiedet - Uwe Storm verpflichtet
Zu Beginn der Stadtratssitzung am 29.1.1981 verabschiedete Bürgermeister Mangels Herrn Arnold Thomfe , der dem Stadtrat seit Beginn der Legislaturperiode (Juli 1979) angehörte und sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte. Der Bürgermeister dankte Herrn Thomfe herzlich für sein Engagement für die Stadt Montabaur und ihre Einwohner, aber auch für die gute, sachbezogene und faire Zusammenarbeit. Er verwies darauf, daß Herr Thomfe auch auf anderer Ebene kommunalpolitisch engagiert war, nämlich als Mitglied des Verbandsgeme i nderates.
Anschließend wurde Herr Uwe Storm als neues Ratsmitglied und Nachfolger für Herrn Thomfe begrüßt und von Bürgermeister Mangels auf die uneigennützige Aufgabenerfüllung verpflichtet. Herr Storm gehört - wie sein Vorgänger Arnold Thomfe der SPD-Fraktion an.
Entscheidung über den Haushaltsplan zurückgestellt
ln der Sitzung des Stadtrates am 29. Januar 1981 befaßte sich der Stadtrat mit dem Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 1981. Nachdem Bürgermeister Mangels den Plan erläutert und CDU-Sprecher Dr. Hütte die Zustimmung seiner Fraktion erklärt hatte, kündigten die Sprecher von SPD-Fraktion und FWG-Fraktion, Widner und Schweizer die Ablehnung des vorgelegten Entwurfes durch ihre Fraktionen an. Auch Ratsmitglied Kochern (FDP] äußerte sich kritisch zum Haushaltsentwurf. Nach langer und kontroverser Debatte sowie einer Sitzungs
unterbrechung wurde auf Antrag von Ratsmitglied Dr.Hütte (CDU) beschlossen, den Haushaltsentwurf an den Haupt- und Finanzausschuß zurückzuverweisen. Den Antrag von Ratsmitglied Schweizer auf Einsetzung einer Sportkommission lehnte der Rat mehrheitlich ab.
Der von der Verwaltung erstellte und vom Haupt- und Finanzausschuß vor beratene Entwurf des Haushaltsplanes 1981 sah im Verwaltungshaushalt ein Volumen von 11.229.000,- DM und im Vermögenshaushalt ein Volumen von 7.977.000,- DM, eine Kred ermächtigung in Höhe von 1.867.000 DM und Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 2.350.000,- DM vor.
BÜRGERMEISTER MANGELS verwies in seiner Haushaltsrede darauf, daß von dem Gesamtvolumen des Verwaltungsund Vermögenshaushaltes (19.206.000,- DM) 1,8 Mio DM an Fremdgeldern aufgenommen werden müssen, die nach dem Stand der Plannung erforderlich seien, um die Gesamtfinanzierung zu sichern. Er bezeichnete den von der Verwaltung vorgeleg ten Entwurf des Haushaltsplanes als eine gewissenhafte Vorausschau, die nach bestem Wissen erstellt worden sei.
Es sei dennoch unvermeidbar, daß die eine oder andere Maßnah me nicht realisiert werden könnte. Dadurch komme es möglicher weise zu einer Reduktion der Neuverschuldung, wie dies auch 1980 eingetreten sei. Für 1980 habe man - so Bürgermeister Mangels - eine Neu Verschuldung von 1,1 Mio DM vorgesehen, tatsächlich aber nur 940.000,- DM aufnehmen müssen.
Der Bürgermeister wies weiter darauf hin, daß die Steuerhebesätze gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben seien. Gleichzeitig betonte er jedoch, daß durch den Wegfall der Schlüs selzuweisungen für die eingemeindeten Stadtteile im Jahr 1982 . unter Umständen die Notwendigkeit bestehe, die Hebesätze für die Gewerbesteuer zu erhöhen. Darauf habe er | bereits seit Jahren hingewiesen. Die steigende Tendenz im Verwaltungshaushalt (+ 2,49%) sei notwendige Folge der Sach- und Personalkostenerhöhungen. Dagegen sei im Vermögenshaushalt eine Reduktion um 7,64 % zu konstatieren. Er verwies auf die mittelfristige Finanzplanung, die für die kommenden Jahre ein» weiteren Rückgang der Investitionstätigkeit der Stadt ausweise. Dies sei Folge der konzentrierten Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren und in 1981, nach der die wichtigsten Auf gaben als erledigt angesehen werden könnten.
Als besonders positiv bezeichnete Bürgermeister Mangels, daß nach dem vorliegenden Entwurf des Haushaltsplanes rd. 83,5% des Verwaltungshaushaltes aus laufenden Einnahmen finanziert werden könnten. Erwähnenswert sei auch die rückläufige Tendt bei den Gewerbesteuereinnahmen und die damit einhergehend« Steigerung des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer.
Mit Blick auf die Ausgaben des Verwaltungshaushaltes machte der Bürgermeister darauf aufmerksam, daß Kreis- und Verbands gemeindeumlage rd. 41 % der Ausgaben des Verwaltungshaushaltes ausmachen.
Im Vermögenshaushalt werden nach den Worten von Bürgermei ster Mangels rd. 50 % des Volumens für eigene Bausgaben aufge wandt. Hinzu kämen 35 % des Haushaltsvolumens im Vermöge haushaltfür Investitionsmaßnahmen Dritter. Weiterhin erwähn' der Vorsitzende, daß für den Grunderwerb im Jahre 1981 860.000,- DM (= 10,8 % des Gesamtvolumens) aufgewandt we den sollen.
Als Schwerpunkte der Investitionstätigkeit der Stadt im Jahr 1981 bezeichnete er den Straßenbau und die Anlegung von Frt und Grünflächen. Auch seien erhebliche Mittel für den Sportstättenbau und die Sportstättenplanung (1,6 Mio DM incl.der Aufwendungen für das Schul- und Sportzentrum) vorgesehen. |
Für das Soldatenheim „Haus Mons Tabor" seien 1,3 Mio DMj Haushalt bereitgestellt.
Der Bürgermeister machte aufmerksam auf den Schuldenstand per 31.12.1980 (12 Mio DM).
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