Amtsblatt
der Verbandsgemeinde Montabaur
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und der verbandsangehörigen Gemeinden Boden, Daubach, Eitelborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligenroth, Holler, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Niedererbach, Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, Untershausen, Welschneudorf
Jahrgang 3
Freitag, den 14. November I975
Nummer: 46
Volkstrauertag 1975
am Sonntag,
dem 16. November 1975 um 17.30 Uhr auf dem » Ehrenhain Westerwald « in Montabaur
I Die Gedenkfeier zu Ehren aller Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewaltherrschaft gestaltet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, unter Mitwirkung des MGV Mendelssohn-Bartholdy und des Musikvereins Wirges
| Die Bevölkerung der Stadt, alle örtlichen Vereine und Verbände sind zur Teilnahme eingeladen.
In diesen Tagen besucht Bundespräsident Scheel vor den Toren Moskaus einen deutschen Soldatenfriedhof.
Es ist den Bemühungen des Volksbundes zu danken, daß auf russischem Territorium eine solche Begräbnisstätte [seit kurzer Zeit besteht. Damit erfüllt sich die Hoffnung vieler Menschen, in Zukunft auch in östlichen Ländern [dieGräber gefallener Angehöriger besuchen zu können.
Diesem lang ersehnten Wunsch einer riesigen Zahl von Hinterbliebenen - es gibt noch heute 1,13 Millionen Krie- |gerwitwen - steht die selbstverständliche Möglichkeit gegenüber, in der westlichen Welt jedes bekannte Gefallenengrab aufsuchen zu können.
Es hat keinen Sinn, die seit Jahren in bezug auf den Volkstrauertag gemachten Beobachtungen zu verschweigen. Die Beteiligung der Bevölkerung an der Gedenkstunde dieses Tages hat leider sehr stark nachgelassen. Daran ändertauch nichts die Feststellung, daß auf dem hiesigen „Ehrenhain Westerwald" immerhin 1009 Tote des letzten Krieges bestattet sind.
i Die so oft geäußerte Ansicht: „Wir mögen keinen Pathos und überschwengliche Reden, keinen Heldenkult und vaterländische Stimmungsmache" ist eine überholte Ansicht. Das alles gab es nur in jener Zeit, die letztlich das Riesenheer der Kriegstoten gebar.
Geblieben ist jedoch bis auf den heutigen Tag, daß wir in Ehrfurcht derer gedenken, die eines gewaltsamen Todes [sterben mußten. So hält man es in der gesamten zivilisierten Welt.
gez. ( Sonnenschein)
Obmann der Deutschen Kriegsgräberfürsorge
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Donnerstag 8.00-12.00 Uhr.
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