Westerwald-Aktiv - 4
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KINDERGÄRTEN STELLEN WEICHEN
Die CDU will, daß alle Kinder gleiche Startchancen haben. Le- hcnschancen dürfen nicht vom Einkommen der Eltern oder der Herkunft abhängen. Eür die Entwicklung der Begabungen, Neigungen und Fähigkeiten müssen die Weichen rechtzeitig gestellt, Milieusperren frühzeitig abgebaut werden.
Der Kindergarten soll die Erziehung In der Familie ergänzen, nicht ersetzen.
Das erste Klndergnrlcitgeselz der Bundesrepublik Deutschland wurde 1970 von der CDU Rheinland-Pfalz verwirklicht 7 von 10 Kindern In Rheinland-Pfalz haben bereits Ihren Kindergartenplatz. Damit liegt unser Land in der Spitzengruppe der Bundesländer.
Derzeit stehen Im Westerwaidkreis rund 4000 Kindergartenplätze zur Verfügung, Die Zahl wird ständig erhöht. Der Kindergar- tenpian des Landes Rheinland-Pfalz sieht vor, daß spätestens 1976 alle fünfjährigen, 75 % der vierjährigen und die Hälfte der dreijährigen Kinder einen Kindergartenplatz zur Verfügung haben.
Als einziges Bundesland zahlt Rheinland-Pfalz den Transport von Kindern aus Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnern zum Kindergarten der Nachbargemeinde, wenn diese Uber 3 km entfernt ist. Rheinland-Pfalz trägt 25 % der Personalkosten eines Kindergartens. Zum Vergleich: Unser Nachbarland Hessen, das erst jetzt ein Kindergartengesetz verabschiedet hat, zahlt nur einen Personalkostenzuschuß von 10 %. Transportkosten werden überhaupt nicht erstattet.
Während in Rheinland-Pfalz der Kostenbeitrag der Eltern für das erste Kind monatlich 30,00 DM, für das zweite Kind DM 25,50 und für das dritte Kind 15,00 DM beträgt, muß in anderen Bundesländern oft ein Mehrfaches dieser Beiträge bezahlt werden.
Gute Kindergärten brauchen qualifizierte Fachkräfte. 16 Fachschulen mit 1.850 Plätzen stehen für die Ausbildung des Personals zur Verfügung. Eine sozialpädagogische Fachklasse für die Kindergärtnerinnenausbildung gibt es an den Berufsbildenden Schulen in Westerburg.
WESTERWALD - AKTIV Informationsschrift der CDU/Westerwald
HERAUSGEBER: CDU-Kreisverband Westerwald, 543 Montabaur, :
Bahnhofstr., Tel. 02602 / 39 09 j
VERANTWORTLICH: Gerhard Krempel, MdL, 5438 Westerburg REDAKTION: Hubertus Kempf, 5239 Müschenbach
DRUCK: Verlag u. Druck L, Wittich, 5411 Weitersburg,
Hauptstr.9, Tel.02622 / 4055 + 56 j
Durch großzügige Übergangsregelungen hilft das Land auch jenen Kindergärten, die noch nicht mit genügend sozialpädagogisch geschultem Personal besetzt sind und daher nicht den Anforderungen des Kindergartengesetzes entsprechen. Der Personalkostenzuschuß kann unter bestimmten Voraussetzungen auch hier gewährt werden. -
Die CDU Rheinland-Pfalz hat es sich weiter zum Ziel gesetzt,
für gefährdete Kinder und Heimkinder die Adoption oder die Aufnahme als Kind zu erleichtern, die Erholung von Kindern mit ihren Eltern finanziell zu ermöglichen.
Die CDU tritt für eine kinderfreundliche Politik ein. Andere wollen unsere Kinder in ihre ideologische Schablone zwängen. Die CDU betreibt eine Politik der Taten, die den Kindern mehr Lebenschancen eröffnet.
DER TIP
Kindererholung auf Norderney
Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises in Montabaur hat für das kreiseigene Kindererholungsheim auf der Nordseeinsel Norderney für das Jahr 1975 einen genauen Kurplan herausgegeben.
Entsprechend den Wünschen vieler Eltern wurde dieser Kulturplan so aufgestellt, daß die Kinder den kurbedingten Schulausfall nach Wiederherstellung ihrer Gesundheit ohne schulischen Nachteil verkraften können. Die Eltern der Kinder, für ( die eine Kur vom Arzt befürwortet wird, können bei der Kreis- Verwaltung • Jugendamt ■ ln Montabaur, Gerlehtsstr. 4, nähere .. Auskünfte erhalten. f
Für die Kuren werden ln der Regel erholungsbedürftige Jungen und Mädchen Im Alter von 4 bis 11 bzw. 14 Jahren angenommen, Wie das Jugendamt ln einer Presseerklärung hervorhob, sind für die am 6. März beginnende Kur noch Plätze frei.
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Die Verbraucher schützen und informieren Die soziale Marktwirtschaft funktioniert nur, wenn der Verbraucher seine Rolle als kritischer Käufer wahrnimmt,
Dazu gehören mehr Chancen, Preise und Qualitäten vergleichen zu können. Die Kartell- und Preisbehörden des Landes helfen dabei mit, die Position des Verbrauchers zu stärken. Der Verbraucher muß gegen den Mißbrauch von „Kleingedrucktem” ln Verträgen geschützt werden,
Dem dient die vom Lande mitbetriebene Reform des Rechts der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Mehr Verbraucher- •
schütz bieten auch die im Lande eingerichteten öffentlichen Rechtsauskunftsstellen. .
Verstärkte Verbraucherinformationen werden mit Landeshilfe ^
durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. und ihre Beratungsstellen geboten. Das Netz der Beratungsstellen wird ständig weiter ausgebaut.
Landtagswahl 9.März 1975 Rheinland-Pfalz

