Ausgabe 
30.11.1973
Seite
2770
 
Einzelbild herunterladen

ft

; iV.'

. !

Montabaur - 2

Eröffnung der Sozialstation Montabaur /Wallmerod

Am 1.12.1973 eröffnet der Caritasverband für die Diözese Lim­burg e.Wdie Sozialstation für die Verbandsgemeinden Monta­baur und Wallmerod.

Die angebotenen ambulanten Dienste beziehen sich zunächst auf Kranken- und Altenpflege. Sobald geeignete Mitarbeiter für die Familienpflege vorhanden sind, kann das Dienstangebot der Sozialstation entsprechend erweitert werden. Die zentrale Einsatzstelle befindet sich in dem früheren Entbindungsheim Haus Maria Elisabeth, Philipp-Gehling-Straße 1 im I. Stock. Die Station ist vorerst unter der Telefonnummer o26o2/3277 zu erreichen. Jeden Nachmittag von 15 bis 16 Uhr ist eine Schwester in der Station anwesend.

Die Endplanung für die Versorgung der Bevölkerung durch die Sozialstation ist folgendermaßen vorgesehen: Das gesamte Ge­biet der zwei Verbandsgemeinden wird in Bezirke aufgeteilt. Jeder Bezirk wird durch eine Schwester besucht, die für die pflegerische Versorgung dieses Bezirkes zuständig ist. Die Kran­ken und Hilfsbedürftigen werden in ihren Wohnungen aufgesucht und versorgt. Nach Möglichkeit soll die zuständige Pflegekraft in ihrem Bezirk wohnen.

Die Sozialstation befindet sich noch in der Aufbauphase, des­halb wird eine Übergangslösung dahingehend notwendig, daß die bisher tätigen Gemeindekrankenschwestern in den verschie­denen Ortschaften wie gewohnt im Notfall gerufen werden. Hilfesuchende in Gebieten die bisher nicht versorgt waren, mögen sich im Notfall mit der Telefonnummer der Sozialsta­tion o26o2/3277 in Verbindung setzen.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß für die Mitarbeit in der Sozialstation noch einige pflegerische Fachkräfte benötigt werden. Interessenten mögen sich bei der Verbands­gemeinde Montabaur oder beim Diözesan-Caritasverband in 625 Limburg, Postfach lo8, Telefon o6431/25o31 melden.

Bericht aus der Sitzung der Verbandsgemeindevertretung Mon­tabaur vom 22. November 1973

Die letzte Sitzung der Vertretung der Verbandsgenu'nde Mon­tabaur für das Kalendeijahr 1973 fand am Donnerstag, dem 22. November 1973 im Sitzungssaal des Landratsamtes statt.

Zu den einzelnen Tagesordnungspunkten wurde wie folgt ver­handelt und beschlossen:

Zu Punkt 1 und 2

Beratung und Beschlußfassung über den Nachtragshaushalts­plan und den Stellenplan sowie Beschlußfassung über die Nach­tragshaushaltssatzung der Verbandsgemeinde Montabaur für das Rechnungsjahr 1973.

Der Nachtragshaushaltsplan, der Stellenplan sowie die Nach­tragshaushaltssatzung der Verbandsgemeinde Montabaur für das Rechnungsjahr 1973 wurden von der Verbandsgemeinde­vertretung einstimmig genehmigt.

Mit dem Nachtragsplan wurden im ordentlichen Haushalt die Einnahmen und Ausgaben um 287.5oo,oo DM erhöht und nunmehr auf insgesamt je 3.239.8oo,oo DM festgesetzt.

Die Verbandsgemeindeumlage für das Rechnungsjahr 1973 wur­de durch den Nachtragsplan um lol.l5o,oo DM auf insgesamt 1.56o.676,oo DM (bisher 1.459.526,oo DM) erhöht; das sind 26,o v.H. der für die Berechnung der Umlage zugrunde liegen­den Meßzahlen (bisher 24,3 v.H.).

Zu Punkt 3

Beratung und Beschlußfassung über die Errichtung einer gemein­samen Sozialstation für die Verbandsgemeinden Wallmerod und Montabaur.

Beide Fraktionen (CDU und SPD) der Vertretung begrüßten die Einrichtung einer solchen Sozialstation. Lediglich die Ko­

stenaufteilung zwischen dem Kreis und der Verbandsgemein­de ist noch hinsichtlich einer Senkung der Kosten für die Ver­bandsgemeinde verbesserungsbedürftig.

Die Vertretung faßte folgenden einstimmigen Beschluß:

Die Verbandsgemeinde Montabaur beteil sich zusammen mit dem Unterwesterwald kreis mit 4o% an den ungedeckten laufen­den Kosten und mit 5o% an den Investitionskosten der Sozial­station in Montabaur. Hinsichtlich der besonderen Kostenauf­teilung zwischen dem Kreis und der Verbandsgemeinde sind noch nähere Regelungen in der Art zu treffen, daß sich beide Partner den kommunalen Anteil mit jeweils 5o% teilen. !

Die Sozialstation für die Verbandsgemeinden Wallmerod und Mon­tabaur wird am 1. Dezember 1973 in Montabaur (im früheren Ent­bindungsheim) unter der Trägerschaft des Caritasverbandes eröff­net.

Zu Punkt 4

Antrag der CDU-Fraktion auf Durchführung eines Generalplanes für die Be- und Entwässerung im Gebiet der Verbandsgemeinde Montabaur.

Nach Begründung des CDU-Antrages wurde die Verwaltung von der Vertretung einstimmig beauftragt, nach Vorliegen der Nahbe­reichsuntersuchung für das Gebiet der Verbandsgemeinde Monta­baur mit der Vorbereitung zur Aufstellung eines Generalplanes für die Be- und Entwässerung zu beginnen. Hierbei sind insbeson­dere die bestehenden Anlagen und auch die bereits bestehenden Pläne in den verschiedenen Gemeinden zu berücksichtigen. Diese müssen in den Generalplan eingearbeitet werden. Durch dieses Verbundsystem soll insbesondere auf dem Gebiet der Trinkwas­serversorgung eine optimale Versorgung aller verbandsangehöri­gen Gemeinden erreicht werden.

Zu Punkt 5

Beratung und Beschlußfassung über die Übernahme der Volks­hochschule der Stadt Montabaur auf die Verbandsgemeinde. Unter der Voraussetzung der Zustimmung des Stadtrates der Stadt Montabaur soll mit Wirkung vom 1.1.1974 die Volkshoch­schule der Stadt Montabaur durch die Verbandsgemeinde Monta­baur übernommen werden. Dadurch soll das Angebot für die Er­wachsenenbildung durch Einrichtung von Kursen in den ver­bandsangehörigen Gemeinden (Schwerpunktorten) erweitert werden.

Zu Punkt 6

Maßnahmen gegen die beabsichtigte Schließung des Stückgut­bahnhofes Montabaur.

Nach eingehender Diskussion wurde die Verwaltung beauftragt, bei den zuständigen Behörden gegen die beabsichtigte Schließung des Stückgutbahnhofes Montabaur Einspruch zu erheben.

Zu Punkt 7

Verschiedenes - Bekanntgaben - Anfragen Das Mitglied der Vertreter, Kurt Schneider (CDU-Fraktion), wies auf den sehr starken Durchgangsverkehr in der Gemeinde Boden (B 255) hin.

Er bat die Verwaltung, sich für den Ausbau von Bürgersteigen und das Anlegen von gesicherten Fußgängerüberwegen an den kritischen Stellen der engen und unübersichtlichen Ortsdurch­fahrt einzusetzen.

Herr Bürgermeister Perne (Nentershausen) erinnerte, daß auch in Nentershausen das Problem der Fußgängerüberwege noch nicht endgültig gelöst ist und bat die Verwaltung, hier tätig zu werden.

Das Mitglied der Vertreter, Josef Becker (CDU-Fraktion) berich­tete von einem Besuch in der Gemeinde Ruppach-Goldhausen. Hierbei seien insbesondere die unschönenKraterlandschaften der ausgebeuteten und nun stillgelegten Tongruben aufgefallen.

Amtliche Bekanntmachungen von den Kommunalverwaltungen. Verantwortlich fOr den Inhaiti Robert Degen.

Herausgeber: Druck und Verlag: Verlag + Druck Linus Wlftid), Weitersburg. POSTANSCHRIFT! 5413 Bendorf, Postfoch 1205, Telefon (02522) 4055/55.

jy - *