Ausgabe 
16.11.1973
Seite
2729
 
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Amtsblatt

der Verbandsgemeinde Montabaur

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und der verbandsangehörigen Gemeinden Boden, Daubach, Eitelborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligenroth, Holler, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Niedererbach, Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, Untershausen, Welschneudorf

Jahrgang 1

Freitag, den 16. November 1973

Nummer 2o / 46

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LIEBE MITBÜRGERINNEN UND MITBÜRGER !

Ich möchte Sie heute mit einem Problem konfrontieren, das Sie tagtäglich am eigenen Leibe spüren und das Ihnen vielleicht schon mancheschlaflose Nacht bereitet hat. Egal wo Sie wohnen, in der Stadt oder auf dem Land, überall verfolgt uns der Lärm des Alltags. Sei es der Verkehr auf den Straßen, wo Autos und Mopeds für Begleitmusik sorgen oder der Luftverkehr, wenn Dü­senjäger ihre Künste am Himmel zeigen und nicht selten mit ohrenbetäuben­dem Knall die Schallmauer durchbrechen und Düsenriesen majestätisch ihre Bahn ziehen. Auch der Lärm von Fabriken und Maschinen, vielleicht auch noch der Lärm einer Eisenbahnlinie, die das Gebiet der Verbandsgemeinde Montabaur mit der Eisenbahnstrecke Limburg-Siershahn von Niedererbach kommend über Girod - Ruppach-Goldhausen bis Montabaur tangiert. Gera­de die Bundesbahn mit den neuesten Planungen, die aber wie kürzlich be­kannt wurde, schon einige Jahre alt sind, unternimmt einen Großangriff auf uns lärmgeplagte Menschen vor allem des obengenannten Gebietes. Mit ei­ner Schnellbahnlinie Köln - Groß Gerau, deren Trassenführung schon in gro­ben Zügen festliegt, sollen die Ballungsräume Rhein/Ruhr und Rhein/Main verbunden werden. 3oo Kilometer in der Stunde soll dieser Superzug fah­ren und damit in ca. 1 Stunde diese Entfernung überwinden. Gegen den Fortschritt der Technik ist absolut nichts einzuwenden; denn wir alle zie­hen ja den Nutzen aus den Neuerungen, die auch die Lebensqualität verbes­sern.

Was mich aber an der geplanten Schnellbahn stört, ist die sehr späte Infor­mation der Landesregierung sowie der betroffenen Kreise und Gemeinden in Rheinland-Pfalz. Bei rechtzeitiger Unterrichtung hätte man vielleicht einiges ändern können. Durch die geplante Trassierung dieser Schnellbahn­strecke werden im Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur die Gemeinden Girod und Niedererbach unzumutbar belastet, Die Trasse führt in Niedererbach mitten durch ein geplantes Naherholungsgebiet und ist in Girod zwischen der bestehenden Bundes­bahnlinie und dem Dorf in einer Entfernung von knapp loo Metern an Wohnhäusern vorbei geplant, wobei der Lärm und die

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DIENSTSTUNDEN DER VERBANDSGEMEINDEVERWALTUNG: Rathaus, Großer Markt, Montag, Mittwoch bis Freitag 8.00 - 12.00 Uhr, Dienstag 8-00 - 12.00 Uhr 16.00 - 19.00 Uhr, Bauamt und Wasserwerk Gebäude Gelbachstr. 9, Dienstag 8.00 - 12.00 Uhr, 16.00 - 19.00 Uhr, Mittwoch 14.00 - 16.00 Uhr, Donnerstag 8.00 - 12.00 Uhr.

FERNSPRECHANSCHLOSSE: Verbandsgemeindeverwaltung 02602/3078 und 2041, Verbandsbürgermeister Mangels 02602/3070, Verbandsbeigeordneter Reusch, nach Dienstschluß 02620/8446, Wasserwerk Montabaur nach Dienstschluß 02602/3079.

KONTEN DER VERBANDSGEMEINDEKASSE: Kreissparkasse Montabaur Nr. 500 017, Nassauische Sparkasse Montabaur, Nr. 803 000212, Volksbank Montabaur Nr. 108, Postscheckamt Frankfurt/Main Nr. 108 00-603.

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