Montabaur - 3
(Heeresverordnungsblatt 1941 - B-Nr. 158).
Wie bereits erwähnt, wurden Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes zu Nachrichtenhelferinnen des Heeres ausgebildet.
Sie waren bis zum 31.3.1941 trotz des bestehenden Treueverhältnisses zum Deutschen Roten Kreuz Bedienstete des Heeres ohne Begründung eines einem Arbeitsvertrag entsprechenden Beschäftigungsverhältnisses. Sie waren aber keine Angehörigen der Wehrmacht im Sinne des § 21 des Wehrgesetzes vom 21.5. 1935. Durch die neue Dienstordnung standen sie ab 1.4.1941 in einem Notdienstverhältnis zu der Heeresverwaltung.
Durch Erlaß des ehemaligen Reichsministers der Finanzen vom 27.7.1943 (RSTBL 1943 S. 6ol Nr. 58o) wurden die Nachrichtenhelferinnen des Heeres ab 1.4.1943 in ein Notdienstverhältnis unter Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses, das einem Arbeitsvertrag entsprach, überführt. Von diesem Zeitpunkt an waren die Nachrichtenhelferinnen des Heeres angestelltenversicherungspflichtig. Die Dienstzeit als Nachrichtenhelferin des Heeres bis zum 3o.4.1943 ist somit als Ersatzzeit anzusehen.
III. Nachrichtenhelferinnen der Marine
Auch die Nachrichtenhelferinnen der Marine wurden durch den Erlaß des ehemaligen Reichsministers der Finanzen vom 27.7. 1943 in ein Notdienstverhältnis mit Beschäftigungsverhältnis überführt und waren von diesem Zeitpunkt an angestelltenversicherungspflichtig. Auch hier ist die Zeit bis zum 3o.4.1943 als Ersatzzeit anzusehen.
IV. Die Stabshelferinnen des Heeres
Durch die Verfügung des OKH vom 5.1.1942 wurde die Bildung einer Stabshelferinnenschaft angeordnet. Sie wurden je nach Eignung als Stenotypistin, Kontoristin, Dolmetscherin, Zeichnerin, Rechnungsprüferin usw. verwendet. Die Vergütung erfolgte nach den Vergütungsgruppen der TOA.
Mit der Dienstordnung für Stabshelferinnen vom 1.8.1943 (Kriegsverordnungsblatt 1943 S. 169 Nr. 532) wurden sie in ein regelrechtes Dienstverhältnis zur Heeresverwaltung überführt. Für die Rentenversicherung galten daher ab 1.8.1943 die Angestelltenversicherungspflicht. Die Dienstzeit als Stabshelferin bis zum 31.7.1943 ist als Ersatzzeit anrechenbar.
Abschließend soll noch erwähnt werden, daß die Ersatzkassenmitgliedschaft von Gefolgschaftsmitgliedern der Wehrmachtsdienststellen zunächst durch den Erlaß vom 2o. 1.1941 geregelt wurde. Danach blieben Gefolgschaftsmitglieder von Dienststellen der Wehrmacht, die bisher noch nicht zur Betriebskrankenkasse des Reiches überführt waren, sondern weiter die Mitglieder einer Ersatzkasse geführt wurden, weiter Mitglieder dieser Ersatzkasse. Mit Erlaß vom 5.1o.l943 wurde jedoch angeordnet, daß alle Gefolgschaftsmitglieder von Dienststellen der Wehrmacht der Betriebskrankenkasse des Reiches anzugehören haben. Dieser Erlaß trat mit dem 1.1 o.l943 in Kraft.
Französisch-Sprachkurse bei der VHS Montabaur
Der vorgesehene Kursus “Französisch für Fortgeschrittene” wird nach folgendem Plan geteilt:
1. Französisch für Fortgeschrittene I Teilnehmen können Interessenten aus dem Anfängerkurs 1972/73 und solche, die sich schon einmal etwas mit der französischen Sprache beschäftigt haben.
Lehrbuch: “Einführung in die französische Sprache” von Giegerich-Leblanc (Klett-Verlag, Best.Nr. 5278) Beginn am Dienstag, dem 3o.l0.1973 um 19.3o Uhr in der
Volksschule
Leitung: Herr Stud.-Rat Schröder Gebühren: 2o,oo DM 15 Abende
2. Lektüre- und Konversationskurs (Mit Grammatik-Wiederholungen)
An Hand moderner Lektüre sollen Sprachkenntnisse vertieft, die Sprechfertigkeit gefestigt und Einsicht in das literarische Schaffen des modernen Frankreich ermöghcht werden.
Auch für Schüler geeignet.
Beginn am Freitag, dem 26.10.1973 um 19.3o Uhr im Staatl. Gymnasium.
Leitung: Herr Stud.-Rat Schröder Gebühren: 2o,oo DM 15 Abende.
Die angemeldeten Teilnehmer mögen selbst entscheiden, zu welchem Kurs sie gehen wollen.
Der Freitagkurs findet im Staatl. Gymnasium statt.
"Die Physiker" in Dürrenmatt-Inszenierung !
Charles Regnier, Ruth Hellberg, Dinah Hinz und weitere prominente Darsteller in Dürrenmatt-Komödie unter der Regie des Dichters.
Zu den deutschsprachigen Theater-Autoren der Nachkriegszeit, die Weltruhm erlangt haben, gehören in erster Linie die beiden Schweizer Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch. Dürrenmatt ist durch seinen “Besuch der alten Dame”, durch “Die Ehe des Herrn Missisippi” und “Die Physiker” berühmt geworden.
Er hat sich nun entschlossen, diese Komödie erstmals selbst zu inszenieren, wobei wir Gelegenheit haben, “Die Physiker” in der Dürrenmatt-Regie als Sonder-Gastspiel am Sonntag, dem 28. Oktober 1973, Beginn 2o Uhr, im Festsaal der Joseph-Kehrein-Schule Montabaur zu erleben.
Die Aufführung weist eine hervorragende Besetzung auf: im Mittelpunkt steht Charles Regnier, der durch Theater,
Film und Fernsehen gleichermaßen prominent ist. Die weibliche Hauptrolle verkörpert Ruth Hellberg, ebenfalls bekannt durch zahlreiche Filme, während wir in weiteren wesentlichen Aufgaben, Dinah Hinz, Sigrid Seigel, Steffi Seiler, Walter Feink, Georg Weis Horst Warning, Hermann Ullmer, Harry Wolff und Ludwig Marat sehen.
Das Bühnenbild hat Eugen Goll geschaffen, die Kostüme wurden von Mariann Eugster entworfen.
In diesem Stück fand die Grund-Spannung des Atom-Zeitalters ihren bezwingenden Niederschlag: die fadenscheinig argumentierte Dämonie der Welt Zerstörung steht gegen eine Vision von politischer Vernunft, die einzig den Weltbestand und das Überleben zu sichern vermag.
Das Thema wird vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Urheberschaft diskutiert: Wissenschaft, die sich in ihrer reinen Übersteigerung zu verselbständigen droht. Die Geschichte, auf echt Dürrenmatt’sche Weise imTragikomischen angesiedelt, zeigt den Irrsinn solcher Wissenschaftlichkeit auf: die titelgebenden Herren residieren einsichtsvollerweise im Irrenhaus....
“Die Physiker” sind eines der wichtigsten Stücke der zeitgenössischen Dramatik und es bedeutet ein Ereignis, dieses Werk in der authentischen Regie des Dichters nun bei uns sehen zu können. Wir empfehlen, sich rechtzeitig die Plätze im Vorverkauf - Rathaus, Zimmer I 7 - zu sichern. Die Abendkasse ist ab 19.3o Uhr geöffnet.
Amtliche Bekanntmachungen von den Kommunalverwaltungen. Verantwortlldi fOr den Inhaiti Robert Degen.
Herausgeberi Druck und Verlag; Verlag + Druck Linus Wittlch, Weitersburg. POSTANSCHRIFT! 5413 Bendorf, Postfach 1205, Telefon (02622) 4055/56.

