Ausgabe 
19.10.1973
Seite
2645
 
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Montabaur - 3

(Heeresverordnungsblatt 1941 - B-Nr. 158).

Wie bereits erwähnt, wurden Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes zu Nachrichtenhelferinnen des Heeres ausgebildet.

Sie waren bis zum 31.3.1941 trotz des bestehenden Treuever­hältnisses zum Deutschen Roten Kreuz Bedienstete des Heeres ohne Begründung eines einem Arbeitsvertrag entsprechenden Beschäftigungsverhältnisses. Sie waren aber keine Angehörigen der Wehrmacht im Sinne des § 21 des Wehrgesetzes vom 21.5. 1935. Durch die neue Dienstordnung standen sie ab 1.4.1941 in einem Notdienstverhältnis zu der Heeresverwaltung.

Durch Erlaß des ehemaligen Reichsministers der Finanzen vom 27.7.1943 (RSTBL 1943 S. 6ol Nr. 58o) wurden die Nachrich­tenhelferinnen des Heeres ab 1.4.1943 in ein Notdienstverhält­nis unter Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses, das einem Arbeitsvertrag entsprach, überführt. Von diesem Zeit­punkt an waren die Nachrichtenhelferinnen des Heeres ange­stelltenversicherungspflichtig. Die Dienstzeit als Nachrichten­helferin des Heeres bis zum 3o.4.1943 ist somit als Ersatzzeit anzusehen.

III. Nachrichtenhelferinnen der Marine

Auch die Nachrichtenhelferinnen der Marine wurden durch den Erlaß des ehemaligen Reichsministers der Finanzen vom 27.7. 1943 in ein Notdienstverhältnis mit Beschäftigungsverhältnis überführt und waren von diesem Zeitpunkt an angestelltenver­sicherungspflichtig. Auch hier ist die Zeit bis zum 3o.4.1943 als Ersatzzeit anzusehen.

IV. Die Stabshelferinnen des Heeres

Durch die Verfügung des OKH vom 5.1.1942 wurde die Bil­dung einer Stabshelferinnenschaft angeordnet. Sie wurden je nach Eignung als Stenotypistin, Kontoristin, Dolmetscherin, Zeichnerin, Rechnungsprüferin usw. verwendet. Die Vergütung erfolgte nach den Vergütungsgruppen der TOA.

Mit der Dienstordnung für Stabshelferinnen vom 1.8.1943 (Kriegsverordnungsblatt 1943 S. 169 Nr. 532) wurden sie in ein regelrechtes Dienstverhältnis zur Heeresverwaltung über­führt. Für die Rentenversicherung galten daher ab 1.8.1943 die Angestelltenversicherungspflicht. Die Dienstzeit als Stabs­helferin bis zum 31.7.1943 ist als Ersatzzeit anrechenbar.

Abschließend soll noch erwähnt werden, daß die Ersatzkassen­mitgliedschaft von Gefolgschaftsmitgliedern der Wehrmachts­dienststellen zunächst durch den Erlaß vom 2o. 1.1941 geregelt wurde. Danach blieben Gefolgschaftsmitglieder von Dienst­stellen der Wehrmacht, die bisher noch nicht zur Betriebskran­kenkasse des Reiches überführt waren, sondern weiter die Mit­glieder einer Ersatzkasse geführt wurden, weiter Mitglieder die­ser Ersatzkasse. Mit Erlaß vom 5.1o.l943 wurde jedoch ange­ordnet, daß alle Gefolgschaftsmitglieder von Dienststellen der Wehrmacht der Betriebskrankenkasse des Reiches anzugehören haben. Dieser Erlaß trat mit dem 1.1 o.l943 in Kraft.

Französisch-Sprachkurse bei der VHS Montabaur

Der vorgesehene KursusFranzösisch für Fortgeschrittene wird nach folgendem Plan geteilt:

1. Französisch für Fortgeschrittene I Teilnehmen können Interessenten aus dem Anfängerkurs 1972/73 und solche, die sich schon einmal etwas mit der französischen Sprache beschäftigt haben.

Lehrbuch:Einführung in die französische Sprache von Giegerich-Leblanc (Klett-Verlag, Best.Nr. 5278) Beginn am Dienstag, dem 3o.l0.1973 um 19.3o Uhr in der

Volksschule

Leitung: Herr Stud.-Rat Schröder Gebühren: 2o,oo DM 15 Abende

2. Lektüre- und Konversationskurs (Mit Grammatik-Wiederholungen)

An Hand moderner Lektüre sollen Sprachkenntnisse vertieft, die Sprechfertigkeit gefestigt und Einsicht in das literarische Schaffen des modernen Frankreich ermöghcht werden.

Auch für Schüler geeignet.

Beginn am Freitag, dem 26.10.1973 um 19.3o Uhr im Staatl. Gymnasium.

Leitung: Herr Stud.-Rat Schröder Gebühren: 2o,oo DM 15 Abende.

Die angemeldeten Teilnehmer mögen selbst entscheiden, zu welchem Kurs sie gehen wollen.

Der Freitagkurs findet im Staatl. Gymnasium statt.

"Die Physiker" in Dürrenmatt-Inszenierung !

Charles Regnier, Ruth Hellberg, Dinah Hinz und weitere pro­minente Darsteller in Dürrenmatt-Komödie unter der Regie des Dichters.

Zu den deutschsprachigen Theater-Autoren der Nachkriegs­zeit, die Weltruhm erlangt haben, gehören in erster Linie die beiden Schweizer Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch. Dürrenmatt ist durch seinenBesuch der alten Dame, durch Die Ehe des Herrn Missisippi undDie Physiker berühmt geworden.

Er hat sich nun entschlossen, diese Komödie erstmals selbst zu inszenieren, wobei wir Gelegenheit haben,Die Physiker in der Dürrenmatt-Regie als Sonder-Gastspiel am Sonntag, dem 28. Oktober 1973, Beginn 2o Uhr, im Festsaal der Joseph-Kehrein-Schule Montabaur zu erleben.

Die Aufführung weist eine hervorragende Besetzung auf: im Mittelpunkt steht Charles Regnier, der durch Theater,

Film und Fernsehen gleichermaßen prominent ist. Die weib­liche Hauptrolle verkörpert Ruth Hellberg, ebenfalls bekannt durch zahlreiche Filme, während wir in weiteren wesentlichen Aufgaben, Dinah Hinz, Sigrid Seigel, Steffi Seiler, Walter Feink, Georg Weis Horst Warning, Hermann Ullmer, Harry Wolff und Ludwig Marat sehen.

Das Bühnenbild hat Eugen Goll geschaffen, die Kostüme wur­den von Mariann Eugster entworfen.

In diesem Stück fand die Grund-Spannung des Atom-Zeital­ters ihren bezwingenden Niederschlag: die fadenscheinig ar­gumentierte Dämonie der Welt Zerstörung steht gegen eine Vision von politischer Vernunft, die einzig den Weltbestand und das Überleben zu sichern vermag.

Das Thema wird vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Urheberschaft diskutiert: Wissenschaft, die sich in ihrer reinen Übersteigerung zu verselbständigen droht. Die Ge­schichte, auf echt Dürrenmattsche Weise imTragikomischen angesiedelt, zeigt den Irrsinn solcher Wissenschaftlichkeit auf: die titelgebenden Herren residieren einsichtsvollerweise im Irrenhaus....

Die Physiker sind eines der wichtigsten Stücke der zeitge­nössischen Dramatik und es bedeutet ein Ereignis, dieses Werk in der authentischen Regie des Dichters nun bei uns se­hen zu können. Wir empfehlen, sich rechtzeitig die Plätze im Vorverkauf - Rathaus, Zimmer I 7 - zu sichern. Die Abendkas­se ist ab 19.3o Uhr geöffnet.

Amtliche Bekanntmachungen von den Kommunalverwaltungen. Verantwortlldi fOr den Inhaiti Robert Degen.

Herausgeberi Druck und Verlag; Verlag + Druck Linus Wittlch, Weitersburg. POSTANSCHRIFT! 5413 Bendorf, Postfach 1205, Telefon (02622) 4055/56.