Montabaur - 3 - 1 _ Steuerpflicht:
Steuerpflichtiger der Hundesteuer ist der Hundehalter (Haushalts- oder Betriebsvorstand), der einen über 3 Monate alten Hund in seinem Haushalt oder Betrieb aufgenommen hat. Zugelaufene Hunde sind zu versteuern, wenn sie nicht binnen eines Monats dem Verfügungsberechtigten oder der Polizeibehörde übergeben werden.
Die Steuer wird als Jahressteuer für das Kalenderjahr mit einem von der Gemeinde beschlossenen Steuersatz erhoben.
2, Meldepflichten:
Wer im Gebiet der Gemeinde einen Hund anschafft oder mit einem Hund neu zuzieht, hat diesen binnen 14 Tagen nach der Anschaffung oder nach dem Zuzug beim Bürgermeister der Gemeinde oder bei der Verbandsgemeindeverwaltung - Steueramt - anzumelden.
Neugeborene Hunde gelten mit Ablauf des 3. Monats nach der Geburt, zugelaufene Hunde mit Ablauf eines Monats als angeschafft.
Jeder Hund, welcher abgeschafft wurde oder abhanden gekommen ist, muß spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Ablauf des Kalendervierteljahres, innerhalb dessen der Abgang erfolgt ist, abgemeldet werden.
3. Strafbestimmungen:
Wer den Bestimmungen des Gesetzes zuwider handelt, kann mit einer Geldstrafe bis zu 15o,- DM, im Falle der Uneinbringlichkeit mit Haft bestraft werden.
Registrierungen beim Fundamt
GEFUNDEN
1 braune Wildleder-Umhängetasche 1 Halskette mit Kreuz 1 Ehering
1 weiße Perlenkette
2 Damenarmbanduhren 1 Pfadfinderdolch
1 Pelzkrawatte 1 Herrenarmbanduhr 1 rote Geldbörse mit Geld 1 schwarze Geldbörse mit Geld 1 rote perlenbestickte Geldbörse mit Geld 1 heller Herrenmantel 1 blaue Damenstrickweste 1 rote Kinderumhängetasche 1 Damenstockschirm 1 blauer Damenstockschirm 1 blaue Kinderstrickhose 1 Lederfußball
Verbandsgemeindeverwaltung
Montabaur
als Ortspolizeibehörde
Ergänzende Bekanntmachung
Winter- und Weihnachtsbeihilfe für das Jahr 1973 Die Anträge auf Winter- und Weihnachtsbeihilfe können auch bei dem Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde abgegeben werden. Die entsprechenden Formulare sind dort erhältlich.
Volkshochschule der Stadt Montabaur
Die VHS der Stadt Montabaur plant die Durchführung einer Musikgruppe für Blockflötenspieler. Wer Interesse hat, soll sich bitte in Zimmer 17 des Rathauses melden. Es kommen Kinder im Alter von lo - 14 Jahren in Frage.
Rentenzahltage
Beim Postamt Montabaur und den zugeteilten Amtsstellen werden die Versicherungsrenten für den Monat Oktober 1973 a m 1. Oktober 1973 zu den üblichen Zahlzeiten ausgezahlt. Zahlzeit beim Postamt Montabaur von 8 - lo.3o Uhr.
Maria Schell - wer kennt sie nicht - gastiert am Samstag, dem 29.9.1973 um 2o Uhr im Festsaal der Joseph-Kehrein-Schule Montabaur in dem Stück JAHRESZEITEN DER LIEBE unter der Regie von Wolf Dietrich.
Es war zunächst geplant, daß ihr Mann Veit Relin die männliche Hauptrolle spielt; doch es ergaben sich Terminschwierigkeiten, weil Veit Relin den neuen Film ihrer eigenen Produktion “Heute abend sind wir in Verona” fertigsteUen und ein neues Projekt vorbereiten muß.
Glücklicherweise konnte für diese Rolle Hubert S u s c h k a gewonnen werden.
Maria Schell freut sich auf diese Tournee, weil sie sich dem Publikum nach der “Kameliendame”, den “Zofen”, der “Nora” und der “Maria Stuart” zum ersten Male in einer Komödie vorstellen kann, in der sie vier verschiedene Charaktere zu spielen hat. In einer Tournee findet sie die Möglichkeit, sich voll auf ihre Rolle und das Publikum zu konzentrieren, ohne Ablenkungen durch ihre Verpflichtungen als Film-Pro- duzentin und ihre Aufgaben als Ehefrau, Mutter und Hausfrau. Wenn man die Karriere der Maria Schell verfolgt, fällt auf, daß sie mehr Filme im Ausland, nämlich 2o, als in Deutschland (15) gemacht hat. So hat sie auch im Ausland noch größere Erfolge erzielt: Den Preis von Cannes z.B. für “Die letzte Brücke” den Preis von Venedig für “Gervaise” von Clement, wofür sie auch für den “Oscar” nominiert wurde, den Preis der Kritik für “Die Brüder Karamasow”. Erfolgreich war auch der Film “Die weißen Nächte” von Visconti.
Vor den Proben zu JAHRESZEITEN DER LIEBE hat Maria Schell gerade einen Fernsehfilm für die BBC London (Occupa- tion) mit Curd Jürgens und Klaus Kinski abgedreht.
Im deutschen Fernsehen war Maria Schell zu sehen u.a. als “Keusche Susanne”, im “Kommissar”, in “Immobilien” und in Geissendörfers “Marie”.
Auf die Frage, warum ein internationaler Film- und Fernsehstar wie sie immer wieder auf Theatertourneen geht, antwortet Maria Schell:
“Weil ich den Kontakt mit dem Publikum brauche. Es ist außerordentlich fruchtbar, selbst zu erleben, wie das Publikum auf meine Darstellung einer Rolle reagiert. Aber was heißt schon “Star”? Ein “Star” ist doch heute nicht mehr ein bekannter Mensch, der zufällig in der einen oder anderen Stadt lebendig zu besichtigen ist, sondern muß ein Schauspieler sein, der mit seinem Können und seiner Persönlichkeit ein Stück

