Ausgabe 
14.9.1973
Seite
2505
 
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mtsblatt

der Verbandsgemeinde Montabaur

und der verbandsangehörigen Gemeinden Boden, Daubach, Eitelborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligenroth, Holler, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Niedererbach, Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, Untershausen, Welschneudorf

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Jahrgang 1

Freitag, den 14. September 1973

Nummer 11 /37

VERWALTEN IST GUT - GESTALTEN IST BESSER.

von Aloys Beck, Nentershausen, Mitglied der Verbandsgemeindevertretung und des Haupt- und Finanzausschusses (CDU)

Die Verbandsgemeinde Montabaur kann nach Ablauf eines guten Jahres seit ihrer Bildung, so meine ich, einen kurzen Rückblick und einen ersten Aus­blick auf die kommenden Monate und Jahre wagen.

Der Aufbau der Verwaltung ist so gut wie abgeschlossen und es ist an der Zeit, Dank zu sagen, besonders für alle Dienstleistungen der Mitarbeiter der Verbandsgemeinde, die teilweise in Art und Umfang, weit über die re­guläre Dienstpflichterfüllung hinausgingen. Viele Mitarbeiter und Mitar­beiterinnen der Verwaltung, angefangen von der verantwortlichen Leitung bis hin zu den Nachwuchskräften haben in der Aufbauphase, allein schon in bezug auf die erbrachten Dienststunden, mehr geleistet, als üblicherweise von Arbeitskräften verlangt werden kann.

Daß es, wie bei einem Neuaufbau nicht anders zu erwarten, auch einige klei­nere Pannen gab, versteht sich bei der Vielgestaltigkeit der Aufgaben, den räumlichen Unzulänglichkeiten etc. von selbst.

Auch für die einzelnen Gemeinden wurden inzwischen teilweise bereits umfangreiche Dienstleistungen wie Abrechnung von Anliegerbeiträgen, Aus­schreibung von Bau- und anderen Vorhaben etc. erbracht, die vielfach mit den seitherigen örtlichen Verwaltungseinrichtungen gar nicht oder nur schwer hätten bewältigt werden können.

Wenn auch der Schwerpunkt der Verbandsgemeindearbeit, wie allein schon die Etatzahlen ausweisen, auf dem Sektor der reinenVerwaltung liegt, so bahnt sich doch von nun ab in zunehmendem Maße die Zeit derGestaltung an.

So, wie für jede politische Tätigkeit der Mensch im Mittelpunkt aller Überlegungen zu stehen hat, so hat auch im Rahmen der Ver­bandsgemeinde alles Streben und Wirken dahin zu zielen, eine Verbesserung der Lebensbedingungen im Raum unserer Gemein­schaft zu erreichen.

Bundesbahn-Schnellstrecke, allgemeine Entwicklung des Straßenverkehrs, Fahrgast- und Schülerbeförderung, Bau zentraler Bil­dungsstätten etc. zeigen uns, was die Stunde geschlagen hat.

Was nutzen aber alle Bemühungen um Industrie- und Gewerbeansiedlung, was alle Fremdenverkehrsförderungsmaßnahmen, wenn es noch bei einigen Grundvoraussetzungen hapert. Ausreichende und sichere Wasserversorgung und Beseitigung der Abwässer ist neben einem guten Stromnetz und umfassenden Verkehrswegen das A und O eines jeden Fortschritts. Der vergangene heiße Som­mer hat uns allen gezeigt, was hinsichtlich der Wasserversorgung absolut notwendig ist. Die beschleunigte Schaffung eines Ver­bundnetzes, wie es beim Strom seit Jahren schon besteht, sollte auf der Ebene der Verbandsgemeinde in Angriff genommen wer­den. Der Aufbau und Ausbau eines Reparaturdienstes auf Verbandsgemeindeebene sollte verstärkt betrieben und so ausgestaltet werden, daß allen Gemeinden im Notfall, bei Rohrbrüchen etc. schlagkräftig und schnell geholfen werden kann.

Als eine Dienstleistungsäbteilung besonderer Art erscheint auch die Bauabteilung, die sich dem Bürger als echter Helfer zu präsen­tieren in der Lage sein muß. Ich meine, daß über den örtlichen Bereich hinweg, im Rahmen der größeren Gemeinschaft der Ver­bandsgemeinde, nunmehr die Zeit gekommen ist, über dasVerwalten hinaus, in verstärktem Maße sich der Daseins-Vor sorge und Fürsorge zuzuwenden.

Diese Aufgabenstellung und ihre zwingende Notwendigkeit zeigt aber auch, daß alle Zusammenschlüsse zu größeren Gemeinschaf­ten, wie sie übrigens nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern in allen fortschrittlichen Ländern vor sich gehen, wirklich zu begrüßen sind. Kleinstgebilde, auch Kleinstgemeinden haben nun einmal keine Möglichkeit mehr, dem Bürger das zu bieten, worauf er einen Anspruch hat, es sei denn, man gibt sich zufrieden weit hinter der allgemeinen Entwicklung zurückzubleiben; wer aber wollte dafür

Amtliche Bekanntmachungen von den Kommunalverwaltungen. Verontwortlldi für den Inhaiti Robert Degen.

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