Ausgabe 
25.2.1972
Seite
1495
 
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! Der Flächeninhalt des Montabaurer Markwaldes betrug nach Vermessungen des damaligen Oberförsters Nathan j io53o Morgen und 88 Ruten. Die Stadt Montabaur erhielt > i m it Horressen unter Aufgabe ihres Obermärkerrrechtes ,|i vorweg 2o5 Morgen und 52 Ruten Waldfläche. Nach Abzug von Wegen, Steinbrüchen usw. verblieben laut Rezeß noch lol49 MORGEN und 88 Ruten Waldfläche I; ohne Horressen zur Verteilung, die unter die sämtlichen [ 25 Markwälder nach der Kopfzahl ihrer Teilhaber ver- ; teilt wurden. Es waren 1844 Teilhaber vorhanden, j Auf jedes Märkerglied entfielen 5 Morgen und 47 Ruten ' Waldfläche.

1 Die zugeteilten Markwaldungen wurden nun Gemeinde- r eigentum (siehe nachfolgende Aufstellung).

! Aus Anlaß der erfolgten Teilung veranstaltete der Rat I der Stadt Montabaur eine Feier mit Festessen im Garten- haus des Stadtrats Herbst, in der u.a. der von der gesam- ten Märkerschaft beauftragte Stadtschultheis der Stadt ,! Montabaur in ehrfurchtsvoller Verbeugung den hochver- = ehrten Kommissarius der herzoglichen Landesregierung,

Herrn Geheimen Regierungsrat Schenk herzlich begrüßte und ihm den Dank von sämtlichen Schultheisen und De- ;i putierten aussprach.

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; Am 1. Mai 1819 erfolgte laut Niederschrift die Abgrenzung ; zwischen dem Stadt- und Horresser Gemeindewald, s Horressen erhielt seinen eigenen Wald .

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\ : Die Niederschrift trägt die Unterschriften der Schultheisen t und sämtlicher Vorsteher der Stadt Montabaur und der \Gemeinde Horressen. Die erforderlichen Grenzsteine i wurden in feierlicher Form gesetzt, wo von noch ein Stein ; jmit dem nassauischen Wappen nach der Stadt gekehrt,

; erhalten ist.

! 'Vom Stadtschultheisen der Stadt Montabaur wurde in einer ; Imit entblößtem Haupte gehaltenen Rede u.a. bemerkt,

I ' daß der erste Stein zur Scheidewand zwischen der Stadt Montabaur und der Gemeinde Horressen gesetzt und damit die Trennung der Walddistrikte erfolgt sei.

Die Bürger von Montabaur und Horressen haben seit ur- denklichen Zeiten in Frieden und Eintracht gelebt und alle Vorteile brüderlich genossen und alles Leid gemein­schaftlich getragen.

; Die bisherige Eintracht als Grenznachbarn soll fortgesetzt I |und auch auf die Nachkommen übertragen werden.

' Die beiderseitigen Vorstände gelobten dieses mit herz- j lichem Händedruck.

i Der herzogliche Schultheis von Horressen dankte nach j 'vollendeter Absteinung für die gute Gesinnung der Stadt i Montabaur gegen Horressen und versprach, die nunmehr : zu Horressen gehörenden Walddistrikte zu schützen und j zu pflegen und den Nachkommen nutzbar zu machen.

\ Die Gemeinde Horressen hat heute einen Waldbestand i von 96 ha.

i Die Holzbodenfläche der Stadt Montabaur nach dem ; Stande vom l.lo.54 beträgt 714, 411o ha.

; Die Gesamtverwaltungsfläche 748,4111 ha. Das Mehr i an Wald hat die Stadt durch Aufforstungen in den letzten i 3o Jahren erhalten. Sie hat unter Beweis gestellt, daß j : alles zur Erhaltung des großen Waldvermögens in jeder \ ! Hinsicht getan wurde.

i iAuf Grund des Teilungsrezesses erhielten:

'

: Tfd.Nr. Gemeinde Köpfe Morg. Ruten Flächenraum der

j Vergütung

i Morgen Ruten

1

N iederelbert

95

519

65

-

-

2

Montabaur mit Horressen 526

2877

22

3

Eigendorf

73

399

31

-

-

4

Dernbach

137

749

39

-

-

5

Wirges

133

727

51

-

-

6

Siershahn

79

432

13

-

-

7

Ebernhahn

54

295

38

-

-

8

Heiligenroth

89

486

83

8

-

9

Moschheim

49

268

3

6

-

lo

Eschelbach

51

278

97

15

-

11

Bannberscheid

27

147

69

4

-

12

Otzingen

52

284

44

13

-

13

Boden

44

24o

68

5

-

14

Staudt

35

191

45

-

-

15

Bladernh.

12

65

64

-

8 o

16

Untersh.

22

12 o

34

1

4o

17

Stahlhofen

37

2 o 2

39

-

-

18

Reckenth.

19

lo3

93

-

-

19

Oberelbert

5o

273

5o

-

-

2 o

Daubach

33

18o

51

-

-

21

Ettersdorf

15

82

5

-

-

22

Holler

93

5o8

71

3

-

23

Welschneu- dorf

56

3o6

32

2

24

Wirzenb.

19

lo3

93

5

-

25

Leuterod

44

24o

68

-

-

1844

I 0086

68

63

2 o

63

2 o

1844 lol49 88

Gottesdienstordnung Horressen

2. Fastensonntag, 27.2. - 5.3.1972

DONNERSTAG 7.oo Uhr 16.15 Uhr

17.30 Uhr

19.30 Uhr

FREITAG 19.3o Uhr

SAMSTAG l9.oo Uhr

SONNTAG 8 .3o Uhr

SAMSTAG

19.oo Uhr

Sonntagsmesse

SONNTAG

8 .3o Uhr

Amt für Johann Trumm.

14.3o Uhr

W ahlbekanntmachung

Altentag im Gasthaus Pohlmann

MONTAG

8 .oo Uhr

Schulmesse (7. Schuljahr)

DIENSTAG

16.15 Uhr

Kommunionstunde

19.3o Uhr

Abendmesse: Amt für verst.Josef Hübin-

MITTWOCH 8 .oo Uhr

ger

Amt für Ehel. Johann Bach II und Bar-

2o.oo Uhr

bara geb. Höber

In Eigendorf im Schankraum:

Vortrag mit Diskussion: Pfarrer Staudt, Limburg: Religion, Was habe ich davon?

Hl. Messe für Jakob Hannappel

Kommunionstunde

Beichtgelegenheit

Rosenkranz i.d. Anliegen der Kirche

Herz-Jesu-Amt für Gefallene, Vermißte und Verstorbene^ nach Meinung der Spen­der zur Kollekte.

Sonntagsmesse

Amt für Kath. Glasner und verst.Sohn

PFARRGEMEINDERATSWAHL

Wahllokal für die Pfarrgemeinderatswahl im Jugendheim Samstag, 4.3.72 nach der Vorabendmesse von 2o.oo bis 2l.oo Uhr , Sonntag, 5.3.72 nach der Sonntagsmesse von 9.3o bis 11.3o Uhr.

Wahllokal für die Wahl des Jugendsprechers im PGR: im Clubraum in der alten Schule. Samstag, 4.3.72 nach d.Vorabendmesse von 2o.oo bis 21.oo Uhr. Sonntag, 5.3. 72 nach der Sonntagsmesse von 9.3o bis 11.3o Uhr.

Verkehr^-u. Verschönerungsverein 1963

Am lo. März 1972, 2o.l5 Uhr, findet in der Gaststätte Klein in Horressen die fällige Generalversammlung statt.

Es muß ein neuer Vorstand gewählt werden, bzw. der alte Vorstand wird in seinem Amt bestätigt.

Alle Mitglieder, Freunde und Gönner unseres Vereines sind mit ihren Familienangehörigen recht herzlich eingela­den.