Ausgabe 
12.11.1971
Seite
1316
 
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Achtung, Redaktionsschluß!

Wegen des Feiertages in der kommenden Woche wird der Redaktionsschluß um. 24 Stunden vorverlegt. Wir bitten, die Manuskripte so rechtzeitig abzusenden, daß dieselben Dienstagmorgen, 8. oo Uhr, bei dem Verlag vorliegen.

Vielen Dank - Der Verlag

am 15. Oktober 19o6 genehmigten "Statuten des Brieftauben- Klubs-Falke Montabaur".

Rückblickend auf die vergangenen 65 Jahre wurde in der Jahreshauptversammlung von den heute rund 5o aktiven Mitgliedern aus Montabaur und Umgebung festgestellt, daß dieses Ziel erreicht ist und als langgehegter Wunsch im Jubiläumsjahr 1971 eine eigene Taubeneinsatzstelle errichtet werden konnte.

Dankbar wurden die Freunde und Gönner des Brieftauben­sports erwähnt, welche durch Sach- und Geldspenden den Verein beim Bau der Einsatzstelle tatkräftig unterstützt haben. Von hier werden an jedem Wochenende in der Saison von Mai bis September die Tauben mit einem mo­dernen Kabinen-Express-Lkw auf die Reise in die Süd-Ost- Richtung zu den Preisflügen transportiert.

Ihre Sehnsucht zum heimatlichen Nest bringt sie von den, von Woche zu Woche weiter entfernten Auflaßorten, begin­nend mit 2 oo km Entfernung bis zu den Endtouren ab St. Pölten, Wien, Bruck oder Budapest, mit Fluggeschwindig­keiten von 60 bis loo km in der Stunde, immer wieder zum Züchter zurück. In der Heimat ist es meist die ganze Taubenzüchterfamilie, welche auf die schnelle Rückkehr ihrer Lieblinge wartet. Sie lebt und bangt mit, wenn Höhe­punkte und Preisgewinn sich mit "Rückkehr unter ferner flogen" abwechseln. Doch das alles hält die Sportfreunde zusammen, weil sie so sehr mit ihrer Liebhaberei und den Tauben verbunden sind. Das Auf und Ab, das spannende Warten während der Reisezeit, das Diskutieren über Flug­leistungen und Wetterbedingungen, all diese Themen füllen ein Jahr und geben Gesprächsstoff bei den Vereinsversamm­lungen. So reiht sich Jahr an Jahr.

Drum sind 65 Jahre eine lange Zeit für den BZV Falke, der Höhen und durch zwei Kriege bedingte Tiefen durch­standen, sich gehalten und vergrößert hat.

In der Jubiläumsversammlung wurden die Sportfreunde Her­mann Nebgen, Adam Parbel, Paul Zöller und Horst Piwo- warsky durch den Vorsitzenden W. Kunoth für ihre besonde­ren sportlichen Erfolge in der abgelaufenen Saison mit Wanderpreisen und Diplomen ausgezeichnet. Für seine lang­jährigen Verdienste als Kassierer wurde Bernhard Roth zum Ehrenmitglied ernannt.

Alle siegreichen "Renner der Lüfte" aus der Reisevereini­gung Westerwald werden bei der großen Jubiläums-Aus- stellung am Sonntag, dem 12. Dezember 1971 im Kolping­haus in Montabaur sich den Freunden des Brieftaubensports und allen Tierliebhabern des Westerwaldes präsentieren.

Die Bevölkerung ist zum zahlreichen Besuch der Ausstellung recht herzlich eingeladen.

BODEN

Gottesdienstordnung

SONNTAG, 14.11.

9.oo Uhr Amt für Katharina Sturm

14.15 Uhr Andacht

DIENSTAG, 16.11.

19.3o Uhr Amt für Gustav Dommermuth

FREITAG, 19. 11

19.3o Uhr Amt für Elisabeth Knie

SONNTAG, 21.11. - Christkönigsfest - 9.oo Uhr Amt für Eheleute Peter Kurzenacker.

Gottes Segen auf allen Wegen !

ASV Deutsche Eiche

1927 e V, Boden

ASv Deutsche Eiche Boden - WK Idar- Oberstein 17-23

Am vergangenen Samstag kamen ca. 25o Zuschauer um die Spitzenbegegnung Boden-Idar-Oberstein mitzuer­leben. Schon lange vor Beginn der Veranstaltung war der Saal fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde Walter Schlemmer mit der Silbernen Ehrennadel des Schwerathletikverban­des Rheinland-geehrt. Schlemmer steht mit seinen 41 Jahren immer noch aktiv im Sportgeschehen und ist für einen Sieg in seiner Mannschaft immer noch als zuverlässiger Ringer zu betrachten. Der Ve-^andsvor- sitzende Josef Pfaffhausen zeigte in kurzen .Vorten den Werdegang des Sportlers Walter Schlemmer auf.Seine Mannschaftskameraden nahmen die Ehrung zum Anlaß, ihm ein Blumengebinde zu überreichen. Die Ehrung wurde von den vielen Zuschauern mit großem Beifall aufgenommen.

Die nun folgenden Mannschaftskämpfe liefen für die Bodener wider Erwarten schlecht. Vermutlich war die Mannschaftsmoral schon vor Beginn des Kampfes dadurch auf den Tiefpunkt gekommen, daß Schleppegrell im Bantamgewicht 2oo Gramm zu schwer auf der Waage war. Deshalb gingen wertvolle Punkte bereits auf der Waage verloren.

Die anwesenden Zuschauer sahen trotzdem spannende und technisch hochstehende Kämpfe und kamen so trotz der knappen Niederlage auf ihre Kosten. Die Herbst meisterschaft ging durch diese Niederlage zwar verlo­ren, aber um die Meisterschaft will man doch noch ein ernstes Wort mitsprechen.

Die Kämpfe nun im einzelnen - Boden zuerst genannt: Schäfer unterlag Lamberti nach 2 Minuten durch Fessel­griff im Papiergewicht.

Haas, Boden, im Fliegengewicht konnte gegen Scherer diesmal seinen Sieg nicht wiederholen und mußte sich nach 7 Minuten durch einen überraschenden Überstürzer geschlagen bekennen. (Scherer soll seinen Gegner am Trickot festgehalten haben, was nicht erlaubt ist.) Kampfleiter sowie ein Teil der Zuschauer nahmen von diesem Geschehen keine Kenntnis.

Im anschließenden Bantamgewichtskampf sollte, wie bereits anfangs erwähnt, Schleppegrell starten, der aber wegen Übergewicht die Punkte kampflos an sei­nen Gegner abgab.

Preugschat im Federgewicht unterlag nach hartem Kampf gegen Effgen mit 2 : 14 nach Punkten.

Im Leichtgewicht konnte Paffhausen Konrad seinem Gegner Herrmann ein Unentschieden abtrotzen.

Huber im Weltergewicht besiegte Wagner mit 6 :o nach Punkten.

Wollten die Bodener nun diesen Kampf noch gewinnen, so mußte Bildhauer gegen Staufenbiel mindestens einen Punktsieg erringen. Nach 8 Minuten stand die Partie immer noch 2:2 unentschieden. Bildhauer setzte nun alles auf eine Karte, um zu dem einen noch wichtigen Punkt zu gelangen. Dabei wurde er von Staufenbiel abgefangen und 3o Sekunden vor Schluß auf beide Schultern gelegt.

Die nachfolgenden Kämpfe konnten die Bodener noch alle für sich entscheiden.

Schlemmer im Halbschwergewicht zeigte gegen