Ausgabe 
13.8.1971
Seite
1138
 
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St, Michel, in der Nähe von Vaucorbe, der ein sehr be­suchter Durchgangsort war, ein Hospital gegründet.

Dieses war insbesondere gedacht zur Aufnahme von pilgern und Reisenden, um ihnen einen Schutz für die Nacht zu bieten, sie mit Nahrung zu versorgen und ihnen für die Weiterreise einen Notgroschen beizusteu­ern. Nachdem sich die Stadt mehr und mehr vergrößerte und die Kirche St. Aignan ihrer Bestimmung entzogen worden war, wurde die Kapelle des Hotel Dieu zur Gemeinde-Kirche bestimmt unter dem Namen "Notre Dame". Sie wurde von einem Kaplan betreut, und ihre Bedeutung wuchs. Außer dem normalen Gottesdienst wur­den in ihr Zeremonien von außerordentlichem Charakter gefeiert; hier begegneten sich die verschiedenen Vereine und die Gläubigen hielten in ihr ihre Versammlungen ab.

Im Laufe der Zeit hat diese Kirche viel erlitten. Im Jahre 1359 wurde sie von den Engländern in Brand gesteckt und im Jahre 1414 von den Burgundern.

Das Schlimmste aber war für sie und für die ganze Stadt der Brand des Jahres 1556, denn sie wurde fast ganz zer­stört. Die Fassade, die kurz vorher wiederhergestellt worden war, wurde sehr beschädigt und trägt noch heute hiervon die Spuren. Im übrigen stammen weitere Ver­heerungen an dieser Kirche aus den Religionskriegen des tragischen Jahrhunderts. Nach Beendigung dieser Plage begann der Wiederaufbau, jedoch nur nach den Möglich­keiten des Augenblicks. Wegen dieser Arbeiten mußte zu verschiedenen Gelegenheiten die Hospital Kirche von Fontenilles für Gottesdienste in Anspruch genommen wer­den.

Das Unglück blieb dieser Kirche treu, denn sie erlitt im zweiten Weltkrieg zweimal Bombenschäden. Alleine schon vom Künstlerischen her gesehen, sind die Schäden an Notre Dame zu bedauern, insbesondere ihre Fassade muß von besonderer Schönheit gewesen sein. Die Pforten wa­ren mit Reliefs von großer Zartheit geschmückt, ihr jetzi­ger Zustand verrät noch die Harmonie der Disposition, die das Leben der Jungfrau Maria in der wunderbarsten Art Wiedergaben.. Außerdem waren Statuetten angebracht, von denen jedoch nur noch Fragmente vorhanden sind. Was den Turm angeht, so kann man behaupten, daß er der Stolz der Stadt ist, er beherrscht sie mit seiner Masse. Die eherne Stimme seiner Glocken bestimmt das Leben der Stadt und vereint sich mit dem Geläut der Kirche St.

Peter zu einem harmonischen Dialog.

S t. Miche 1

Das Innere der Kirche Notre Dame bietet außer einer ge­wissen Majestät nichts besonders Bemerkenswertes. Wir verlassen sie um die Straße St. Michel hinaufzugehen.

Wie wir bereits erwähnt haben, ist Tonnerre von Hügeln umgeben. Von der Straße St. Michel aus überqueren wir die breite Straße Georges-Lemoine und um den Gipfel des Mamelon zu erreichen, müssen wir zunächst durch die Vorstadt gleichen Namens. Der Charakter dieser Vorstadt erinnert an das XVIII Jahrh. Hier hat man den Häusern eine kleine Verjüngung zukommen lassen, ohne daß jedoch der freundliche Stempel der bäuerlichen Her­kunft unserer Ahnen verloren gegangen wäre.

Indem wir weiter bergan gehen, um den Weg der "Hotel­lerie de l'Abbaye und des Gutshofes "Bel air" zu errei­chen, erwartet uns einer der herrlichsten Rundblicke der Gegend. Die Stadt mit ihren alten und neuen Teilen, mit den gewundenen Straßen, in denen sich das Leben tausend­fältig abspielt, liegt zu unseren Füßen; sie scheint uns nahe, doch ihr Lärm dringt nicht bis zu uns herauf, hier oben herrscht glückliche Ruhe. Es nicht von ungefähr, daß die Mönche einst diesen Ort wählten um sich vom Leben zurückzuziehen.

öle antike Abtei zu der wir jetzt kommen wurde im VI Jahrh. gegründet, sie wurde gern und viel besucht.

Durch die Revolution zerstört, blieb nur wenig von ihr übrig nur eine großartige Vorhalle, die jetzt den Eingang der Landschule bildet, und die hier eingerichtet wurde.

An der Vorhalle zeigen sich noch einzelne Spuren einer Wandmalerei. Aber vor allen Dingen besteht noch eine schöne antike Kammer, deren Gewölbe und starke Pfeiler e lne Traumdekoration für die Halle eines neuzeitlichen Restaurants abgeben würden.

Museum-Bibliothek

Das Museum ist untergebracht in einem Hause, das eine

Dame Coeurderoy der Stadt vermacht hat; es dürfte auf den ersten Blick dem Touristen als ärmlich erscheinen.

Er wird zunächst nur einige Gegenstände relativen Wertes feststellen, wie Gemälde von Landschaften oder Denk­mälern der Region, Andenken an die dem Bombenhagel ausgesetzt gewesenen Kirchen, Portraits des Ritters Eon und Gegenstände, die diesem oder der Comtesse Louise de Clermont gehörten. Neben mittelmäßigen Kopien besitzt das Museum ein sehr gutes Gemälde des Malers De'chenaud, das die braven Winzer der Bourgogne um einen. Tisch versammelt darstellt. Es handelt sich hier um die natürliche Wiedergabe einer intimen Szene, die großes Können verrät.

Der Historiker, der sich Zeit zum Besuche des Museums nimmt, wird hier reiche Beute finden. Antike Karten werden ihm unsere älteste Geschichte entdecken. Sollte er sich zufällig für den Ritter Eon interessieren, so fin­det er hier eine großartige Sammlung von Familien- Dokumenten und eine ausgedehnte Korrespondenz.

Wir können hier nicht alle vorhandenen Schätze auffüh­ren, wünschten jedoch sie besser untergebracht zu wis­sen.

wird fortgesetzt.

Übersetzung aus dem Französischen von Frau Frieda Hoffmann, Montabaur.

Dringender Appell

der Bezirksverkehrswacht Montabaur an alle Kraftfahrer, die in Urlaub fahren wollen

Es ist ein beklemmendes Gefühl für jeden Urlaubsreisen­den mit Kraftfahrzeugen, die Urlaubsfreude durch einen Unfall getrübt zu bekommen.

Wenn jeder mithilft, zur Entschärfung des Verkehrs beizu­tragen, sagt Oberamtsanwalt Feilen, brauchen diese Unfallsorgen nicht aufzutreten.

Fahren Sie risikolos unter genauer Beachtung der Ver­kehrsregeln, dann wird so leicht nichts passieren. Unsere Landstraßen sind so gut ausgebaut und führen oft durch so schöne Gegenden, daß es sich lohnt, eine überfüllte Autobahn zu meiden.

Lassen Sie sich Zeit und bringen Sie nicht durch zu schnelles Fahren sich selbst und Ihre Familie in Gefahr. Wenn was passiert, werden Sie es bitter bereuen.

Eine kurze Rast am Rande des Waldes wird für alle er­frischend und wohltuend sein.

Sollten Sie unwillkürlich schneller wie sonst fahren, stel­len Sie sich selbst die Frage, ob Sie bei dieser Geschwin digkeit noch ordnungsgemäß reagieren können. Andern­falls fahren Sie langsamer.

Für diejenigen, die noch nicht allzu lange Fahrpraxis haben, gilt es vor allem, sich dem Verkehrsfluß anzu­passen und keinerlei Wagnisse einzugehen.

Wenn es auch schwer fallen sollte, überholen Sie erst dann, wenn Sie die Strecke gut übersehen können und nichts entgegenkommt.

Bei starkem Verkehr ist vor allem an genügenden Ab­stand zu denken.

Alkohol und Tabletten vertragen sich nicht mit dem Kraftfahren, darum meiden Sie während der Fahrt beides. Erst dann, wenn Sie in der Lage sind, Ihre Fahrgewohn­heiten und Ehren Fahrstil so auszurichten, daß Sie und die Mitfahrer das Gefühl der Sicherheit haben, können Sie ohne Sorge in Urlaub fahren. Ihre Urlaubsreise wird dann zu einem schönen, unvergesslichen Erlebnis.

Nehmen Sie meine wohlgemeinten Ratschläge mit auf die Fahrt, sagt Feilen und wenn Sie sie befolgen,wer­den Sie zu den Verkehrsteilnehmern gehören, die eine Überlebenschance haben und dazu beitragen, die Schrecknisse der Unfallhäufigkeit herabzumindern.

Vor 125o Jahren zog

St. Bonifatius durch den Westerwald

Der größte einer unübersehbaren Schar angelsächsischer Glaubensboten war Wynfrith/Bonifatius. Die Angelsachsen hatten eben erst das Christentum empfangen und schon