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MONTABAUR PETERSTORSTR.7 9 Tel 30 8 0 ^ K^1C3l W
Als Auftakt zur Bildung einer großen Verkehrsgemeinschaft unfallfreier Fahrer findet im Oktober d.J. im niesigen Bezirk eine größere Veranstaltung statt, bei der u.a. langjährige Kraftfahrer ausgezeichnet werden sollen.
Fordern auch Sie baldmögnch bei der Bezirksverkehrswacht e.V.
543 MONTABAUR
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ein Formular an.
Nur rechtzeitige Anmeldungen können berücksichtigt werden. Eine Lösung des Verkehrsproblems ist nur mit der Hilfe aller guten Verkehrsteilnehmer möglich. Denken Sie an Ihre Familie und an alle unbekannten Verkehrsteilnehmer, die durch Ihr Verhalten in Gefahr geraten können. Tuen Sie Ihr Bestmögliches um den Verkehr zu entschärfen und fahren Sie so, daß nichts passiert.
Wir würden uns sehr freuen, sagt Feilen, wenn bei Jahresende eine Verringerung der Verkehrsunfälle festzustellen wäre.
Jeder Einzelne hat es in der Hand, den Verkehr so reibungslos zu gestalten, daß Blut und Wunden gespart werden.
Der Appell der Bezirksverkehrswacht an den guten Willen aller, ist ein Fanal in der Dunkelheit unserer Verkehrsmisere.
"Wie wir von der Gasversorgung Westerwald GmbH erfahren, hat deren Vorlieferer mitgeteilt, daß die Umstellung des Versorgungsbereiches Montabaur/Heiligenroth auf Eragas voraussichtlich im Juni/Juli 1972 erfolgt; der genaue Zeitpunkt wird später bekanntgegeben".
Der erste
große Brand Montabaurs 1491
Bereits um 13oo zeigte Montabaur ein ausgeprägtes städtisches Leben. Seit dem Neubau der Burg um 123o gab es hier ein Schöffengericht, das schon 13oo mit dem großen Stadtsiegel siegelte. 1335 bereits war ein Kellner als Finanzbeamter des Erzstifts Trier für den Amtsbereich Montabaur tätig. Um 1359 ist ein Bürgermeister nachweisbar. Ein Markt ist urkundlich 1387 erwähnt. Montabaurer Maß galt seit 1354. Montabaurer Währung wird ab 1337 genannt. Unter den zahlreichen, teilweise stark besetzten Zünften Montabaurs zeichnete sich im Mittelalter die der Tuchmacher und Wollweber aus. Ihr Tuch wurde zu hohen Preisen in Frankfurt, in Augsburg wie in Nürnberg, selbst auch in Straßburg, Antwerpen und in Brabant gehandelt. So genossen "gewand" und "koufmannSchaft von Montabaur seit 1356 mit fremden und eigenen Erzeugnissen unter dem Schutz kaiserlicher Privilegien besonderen Geleitschutz und Zollfreiheit. Aus der Reihe der heimischen Handwerker ragten auch Münzer, Goldschmiede, Brunnenbauer, Glockengießer, Maler, Steinmetze und nicht zum wenigsten Töpfer heraus.
Im Jahr 1491, vor 48o Jahren und genau zwei Jahrhunderte nach seiner Stadtrechtsverleihung im Jahr 1291, brach über die so aufblühende Stadt Montabaur ein erster verheerender Brand herein, der in drei Stunden fast alle Häuser der Stadt, die Türme der St.Peterskirche und
auch die Türme der Stadtmauer in Schutt und Asche legte. Dies geschah: "Dominica qua post Pascha alibi jubilate, hic plorate rectius concinnebant" - auf den Sonntag nach Ostern, wo man anderwärts: jubelt, hier besser: weinet sang -.Zum Wiederaufbau mußten die Stadt, die Kirche und das Hospital große Anleihen aufnehmen, so u.a. in Frankfurt, bei dem Stift St.Florin in Koblenz, bei den Erben des Dietrich von Diez. Um nach Möglichkeit den Wiederaufbau auch der Wohnhäuser zu unterstützen, milderte der Kurfürst Johann II von Trier die Abgaben und Zinsen auf den Hofstätten in Montabaur oder er erließ sie ganz. Durch diesen Btand und einen zweiten, nicht weniger verheerenden im Jahr 1534, wurde das Bild des mittelalterlichen Montabaur völlig zerstört. Für den Wiederaufbau mußten die alten Wehrbauten und die Grundrisse der Häuser und Höfe einen äußeren Rahmen hergeben.
Aus der Zeit vor diesen beiden Bränden sind so nur noch Teile des mittelalterlichen Schlosses, die Substanz der St. Peterskirche und die massiven Teile der Stadtmauer in Montabaur erhalten.
Walter Kalb
TuS Ahrbach
hat 5o-jähriges Jubiläum
Die beiden Sportvereine SV Heiligenroth und SV Ruppach- Goldhausen gründeten im Jahre 1970 den TuS Ahrbach.
Die Gründungsjahre der beiden Vereine, die sich nun zu diesem Zusammenschluß entschieden, liegen im Jahre 1921. Der SV Goldhausen schloß sich dem Westdeutschen Spielerverband an, der SV Ruppach in den 2oiger Jahren dem DJK und der SV Heiligenroth wiederum dem Westdeutschen Spielerverband an.
Wie die Chronik ergibt, vereinigten sich in den 3oiger. Jahren die Sportvereine Goldhausen und Ruppach zum SV Goldhausen-Ruppach zusammen. In beiden Vereinen wurde stets ein gutes und spielerisches Können bewiesen, was einmal die Tatsache beweist, daß der SV Goldhausen-Ruppach schon 1946 bei den Ausscheidungsspielen den Auretieg in die Bezirksliga errang.
Dem SV Heiligenroth gelang 1952 die Einstufung in die damals neu gegründete 2. Amateurliga der Verbandsliga Westerwald-Sieg. Die guten nachbarlichen Beziehungen der beiden Dörfer seien hierin erwähnenswert, daß schon damals, in den Nachkriegsjahren, Spieler aus dem SV Heiligenroth im Sportverein Goldhausen-Ruppach mitwirkten und im umgekehrten Sinne auch laktive Spieler ausgetauscht wurden. So dürfte dies'1953 zur ersten Verschmelzung der beiden Vereine zum R.-G.- Heiligenroth geführt haben. Diese Verbindung löste sich im Jahre 1959 wieder auf, so daß wieder die Vereine SV Heiligenroth und SV Goldhausen-Ruppach getrennt die Spieltätigkeit aufnahmen.
Eine weitere gute nachbarliche Zusammenarbeit blieb erhalten und I97o gründete man den TuS Ahrbach. Der Name TuS Ahrbach, dies sei hier noch erwähnt, beruht auf der Begebenheit, daß die beiden Dörfer im idyllisch gelegenen Tal des Ahrbachs liegen.
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MONTABAUR, Elisabethenstr. 16

