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Bequem zahlen - vom Girokonto
Man sagt zwar, und dieses Sprichwort gilt auch heute noch, beim Geld höre der Spaß auf, meint damit aber keineswegs auch die Bequemlichkeit im Umgang mit Geld. Sie braucht darunter nicht zu leiden. Einen zahlenschweren Beweis hierfür erbrachte die
Kreissparkasse Unterwesterwald, Montabaur Nach Angaben der Kreissparkasse wurden nämlich von ihr 1970 insgesamt 379.751 Aufträge im Überweisungsverkehr ausgeführt. Also rund 380.000 mal sparte man Wege und Zeit und zahlte bequem vom Schreibtisch aus. Und die Zahl derer, die sich den Geldverkehr auf diese Weise bequem machen, steigt von Jahr zu Jahr.
Noch bequemer macht es dem, der Zahlungen vorzunehmen hat, der Lastschrifteinzugsverkehr. Eine einmalige, widerrufliche Einzugsermächtigung an den Zahlungsempfänger für gleichbleibende periodische Zahlungen erübrigt sogar die im sonstigen Überweisungsverkehr erforderliche Schreibtischarbeit. Die Zahlung im Lastschrifteinzugsverfahren wurde inzwischen so beliebt, daß im vergangenen Jahr das Anwachsen des Lastschrift- und Scheckeinzugsverkehrs die relative Zunahme des Überweisungsverkehrs bei der Kreissparkasse überflügelte.
Alle Anzeichen deuten daraufhin, daß auch in Zukunft der bargeldlose Zahlungsverkehr - weil er so bequem ist - weiter erheblich wachsen wird.
Polizeibericht
Montabaur, den 10.4.1971, 12.50 Uhr
Pkw-Fahrerin befuhr die B 49 aus Richtung Koblenz kommend in Richtung Stadtmitte. Als sie bei km 20,214 nach links ab- biegen wollte, kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Pkw, der bereits zum Überholen angesetzt hatte. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Personen wurden keine verletzt.
Gackenbach, 12.4.1971, 24.00 Uhr
Ein bisher noch unbekannter Pkw-Fahrer fuhr "Im Vasem 47" gegen den Gartenzaun eines Anwesens und beschädigte diesen auf einer Länge von 25 m. Der Fahrer entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den angerichteten Sachschaden zu kümmern.
Zeugen, die Angaben über den Fahrer oder das Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich beim Gendarmerie-Kommando in Montabaur zu melden.
Eigendorf, 13.4.1971, 12.50 Uhr
Kradfahrer befuhr die K 15 von Eigendorf, Ortsmitte, kommend in Richtung Baumbach. Bei km 9,734 wollte er nach links ab- biegen. Hier kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Pkw, der zum Überholen des Kradfahrers angesetzt hatte. Der Kradfahrer wurde erheblich verletzt. Er mußte in das Krankenhaus Montabaur eingeliefert werden. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Montabaur, 13.4.1971, 16.45 Uhr
Zu einem Verkehrsunfall auf der B 255 kam es, als ein Pkw- Fahrer von der BAB Frankfurt kommend, ohne die Vorfahrt eines auf der B 255 fahrenden Pkw-Fahrers zu beachten, auf die B 255 auffuhr. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Personen wurden keine verletzt.
Vermerk:
ln der Zeit des Osterreiseverkehrs ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Gendarmerie des Unterwesterwaldkreises 22 Verkehrsunfälle, bei denen 3 Personen schwer und 1 Person leicht verletzt wurde.
STOP !
lautet das neue Verkehrszeichen, vor dem angehalten werden muß, um die Vorfahrt zu gewähren, sagt Oberamtsanwalt Feilen von der Bezirksverkehrswacht Montabaur. Stop müßte auch all denen gesagt werden, die trotz neuer StVO, sich nicht an die Verkehrsregeln halten* Die ersten 2 Wochen nach Inkrafttreten der neuen StVO, verhielten sich die meisten Kraftfahrer abwartend und zögernd*Die neuen Regeln wurden zufriedenstellend befolgt. Die Unfälle verminderten sich. Inzwischen sind viele Verkehrsteilnehmer wieder in ihre alten Sünden zurückgefallen, von denen an erster Stelle die Unaufmerksamkeit dominiert.
Denken Sie an Ihre Familie und Ihre Mitmenschen, mahnt
Feilen und beachten Sie, wie ein Lokführer bei der Bahn, mit größter Aufmerksamkeit die Verkehrszeichen. Nur so können Sie dazu beitragen, daß das Unfallrisiko vermindert wird.
Wenn es auch schwer fällt, sich an Vorschriften zu gewöhnen, so sind sie im Straßenverkehr unumgänglich, meint Kreisgendarmeriechef Peter Rombach, Montabaur.
Die neue StVO, ist kein Buch mit sieben Siegeln. Sie gibt jedem Verkehrsteilnehmer, der guten Willens ist die Möglichkeit, sich schnell und einfach die Verkehrsregeln anzueignen. Noch ist es auch für diejenigen Zeit, die noch nicht den Dia-Mustervortrag der Bezirksverkehrswacht gehört haben. Achten Sie auf die Presseveröffentlichungen.
Denken Sie auch daran, daß mit Standlicht nicht mehr gefahren werden darf, erwähnt Günter Holly, Vorsitzender der Bezirksverkehrswacht. Auch das "deutlich'Fahren" sollte viel mehr praktiziert werden. Achten Sie vor allem auf die Gefahrenzeichen. Sie werden nicht ohne Grund aufgestellt. Auch das Schild "abknickende Vorfahrt" - dicke gekrümte schwarze Linie mit 2 dünnen Balken - sagt Polizeichef Schmitt, Montabaur - ist vielen Kraftfahrern nicht geläufig. Hier wird der Verlauf einer Vorfahrtstraße bekanntgegeben. Wer ihm folgen will, muß dies rechtzeitig und deutlich ankündigen. Hierbei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen.
Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Bezirksverkehrswacht und Presse, betont Oberamtsanwalt Feilen, war es bisher möglich die Unterrichtung einer sehr großen Bevölkerungsschicht über die neuen Verkehrsregeln herbeizuführen.
Es ist der dringende Wunsch aller, sagt Feilen, daß der Straßenverkehr sicherer und gefahrloser wird.
Darum bemühen auch Sie sich, die neuen Verkehrszeichen zu beherrschen und durch Ihr Verhalten zu einer größeren Sicherheit beizutragen. Fahren Sie mit Verstand und Gefühl und Sie können der Zukunft beruhigt ins Auge sehen.
Tropenurlaub erholsam ?
Für jemanden, der sich im Urlaub erholen möchte, sind die Tropen in der Regel nicht das Richtige. Wie die Barmer Ersatzkasse (BEK) in der neuesten Ausgabe ihrer Mitgliederzeitschrift berichtet, stellt eine ausreichende Klimaanpassung sich selbst bei einem kerngesunden Menschen mit bester Kondition erst nach mehreren Wochen ein. Der Tourist aber kann sich während eines Kurzaufenthaltes nicht voll auf das tropische Klima umstellen. So ist ein kurzer Tropenaufenthalt eine mehr oder weniger starke Belastung für den Organismus, manchmal sogar ein wirklicher Streß, von Erholung ganz zu schweigen.
Sieben Liter pro Minute
Pro Minute atmet ein Mensch, der gemütlich im Sessel sitzt, sieben Liter Luft ein und aus. Wer flott spazierengeht (5,4 km in einer Stunde), braucht fast das Vierfache, näm- lich-26 Liter Luft pro Minute. Das heißt also: wer täglich eine Stunde marschiert, atmet zusätzlich 1140 Liter Luft ein, bei einem durchschnittlichen Sauerstoffgehalt von 20 Prozent also 228 Liter zusätzlichen Sauerstoff. Wie die Barmer Ersatzkasse in der neuesten Ausgabe ihrer BEK-Mit- gliederzeitschrift berichtet, "tankt" so jeder, der seinen Feierabend regelmäßig mit einem einstündigen Spaziergang krönt, im Jahr über 80.000 Liter Sauerstoff mehr als sein Nachbar, der nach Dienstschluß nur zu Hause in den Sessel sinkt. Wie sich dieses Mehr an Sauerstoff, das beim Spaziergänger mit zusätzlichem Verbrauch von 126.000 Kalorien pro Jahr einhergeht, auf Gesundheit, Kondition und Leistungsfähigkeit auswirkt, bedarf wohl keiner Erörterung.
Bei Platzverweis Prügel von der Polizei
Rauhe Sitten herrschen im afrikanischen Fußball, so berichtet Jupp Derwall, Trainer der deutschen Olympia-Fußballauswahl, in der neuesten Ausgabe der Mitgliederzeitschrift der Barmer Ersatzkasse von einer Afrikareise, die er mit der Amateur-Nationalelf unternommen hat. Bei einem Spiel in Liberia, erzählt BEK-Mitglied Jupp Derwall, wurde ein vom Platz gestellter Spieler am Spielfeldrand von der Polizei mit einer Tracht Prügel empfangen. Jupp Derwall: Afrika ist unberechenbar geblieben wie ein Marsch durch den Busch. Die Schiedsrichter haben von Regelkunde keine Ahnung, Selbst Angriff auf den Mann wird nicht gepfiffen. Wir hatten Schürfwunden en gros. Trotzdem: es war eine unvergeßliche Reise.

