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TSV Eigendorf
Im ersten Meisterschaftsspiel der Saison standen sich am Donnerstag, dem 10.9. die Tischtennis-Mannschaften Eigendorf III und Eigendorf
II gegenüber.
Die Mannschaft Eigendorf II wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und führte schon 5:0, ehe Weber gegen Normann den 1. Punkt für Eigendorf
III erringen konnte. Bei diesem einen Punkt blieb es dann auch und zum Schluß hieß das Ergebniss7:1 fürdie Mannschaft Eigendorf II. Die siegreiche Mannschaft muß wohl in diesem Jahr mit zu den ersten Anwärtern auf den Titelgewinn gezählt werden. Beide Mannschaften spielten in folgender Aufstellung
Eigendorf II
Klaus Müller, Arno Pfeiffer, Friedei Birk, Walter Normann Eigendorf III
Klaus Botsch, Bernd Winkenbach, H.D. Weber, Manfred Reimann An dieser Stelle möchten wir noch darauf hinweisen, daß die I. Mannschaft des TSV Eigendorf am kommenden Samstag die Mannschaft aus Braubach zu Gast hat. Das Spiel beginnt um 19.00 Uhr in der Turnhalle in Eigendorf.
TSV Eigendorf wandert
am Samstag, den 26. Sept, 1970.
Treffpunkt 14.15 Uhr Rathaus , Abfahrt 14.23 Uhr per Postbus bis Montabaur.
Abmarsch 15.00 ab Haus Rolshoven, Montabaur, Hammerweg 13. Marschroute Gelbachtal. Ziel der Wanderung ist eine gemütliche Gaststätte mit Abendessen und Tanz.
Dauer der Wanderung 2 Std. Für die Heimfahrt wird 1 Bus gestellt.
Der Vorstand
GACKENBACH
KIRCHÄHR - GACKENBACH. Die jahrhundertealte Fußwallfahrt der Pfarrei Kirchähr nach Bornhofen findet immer am 4. Sonntag im September statt. Sie nimmt ihren Ausgang am Samstag, dem 26. September von der Pfarrkirche in Gackenbach. Nach dem kirchlichen Wallfahrersegen ordnen sich die Teilnehmer unter dem Klang der fast 600 Jahre alten Glocken, die den Pilgern das Geleit geben bis weit in die Wälder nach Nassau zu. Gutes Schuhwerk muß man schon angelegt haben, denn es sind immerhin sieben Stunden Fußmarsch hin zur Gnadenstätte am Rhein und am nächsten Tag wieder sieben Stunden zu Fuß zurück. In Nassau und Dachsenhausen halten sich von alters her dieselben Gastwirtschaften bereit zu einer Erfrischung der Wanderer. Jung und Alt singt unterwegs die alten Lieder, die in keinem Gesangbuch mehr zu finden sind. Die Jungmänner, sonst so zurückhaltend in äußeren Glaubensbezeugung scheuen sich nicht, den Rosenkranz vorzubeten. Daß der ein oder andere dabei seiner Auserwählten einen Beweis seines wahren Seins geben will, ändert nicht den Wert der Tat. In Bornhofen wird die Prozession von den Patres feierlich empfangen. Wer drückende Last mitgeschleppt hat, legt sie nun ab entweder mit dem Rucksack in seinem Quartier oder mit dem Gang in den Beichtstuhl. Am Abend trifft man liebe Bekannte auch aus den Ortschaften um Gackenbach, Horbacher, Hübin- ger, Dieser, Daubocher, Stahlhofener, Oberelberter und noch andere. Daß in den vergangenen Jahren immer noch hundert bis 120 Personen mit- wanderten, zeigt, daß die Wallfahrt tief im Volksempfinden wurzelt.
Vom Wetter wird die Prozession nie abhängig gemacht, sie geht auch bei strömendem Regen.
GR0SSH0LBACH
Muß Großholbach nach Nentershausen ?
Als vor einerähalben Jahr die Gemeinden gefragt wurden,welcher Verbandsgemeinde sie sich anschließen möchten, hat sich der Großholbacher Gemeinderat entgegen der Zielplanung einstimmig für den Anschluß an die Verbandsgemeinde Montabaur entschlossen.
Auch die Stadt Montabaur als zukünftiger Sitz der Verwaltung hatte nichts dagegen einzuwenden. Dennoch hat nun das Landeskabinett anders entschieden: Großholbach soll nach Nentershausen.
Grossholbach strebt nach Montabaur
Wer von Montabaur in Richtung Limburg fährt, durchquert ab der Her- molder die Gemarkung der Gemeinde Großholbach, welche sich über den Höhenrücken zwischen Ahrbachtal westlich und Eisbachtal östlich erstreckt und in deren Unterdorf der namengebende Holbach entspringt. Hier bei Großholbach beginnt die wellige und etwas waldärmere Hochfläche des östlichen Unterwesterwaldes. Doch kann sich Großholbach in der Randzone des Naturparks-Nassau südlich der Autobahn noch durchaus landschaftlicher Reize mit seinen gepflegten Walddistrikten
und Talzonen erfreuen.
Großholbach selbst liegt mit 260 - 290 m verhältnismäßig hoch und gliedert sich in ein Unterdorf an der B 49 mit der Kirche als beherrschender Mittelpunkt und ein Oberdorf, das wesentlich jünger ist. Beide verbindet neben dem neuen Orgelsweg die nach Ruppach-Gold- hausen führende Kreisstraße 53.
ALS NOCH DER RITTER VON HOLBACH LEBTE Im Jahre 1235 Großholbach, damals noch Hoilbach genannt, erstmals urkundlich erwähnt. Der Erzbischof Dietrich von Trier warb sich den Ritter von Anselm von Hoilbach zu seinem Burgmann in Montabaur, indem er 40 kölnische Mark auf dessen Gut zu Hoilbach zu Burglehen aussetzte. Seine Nachkommen erscheinen in den Urkunden bis 1400.
In dieser Familie muß auch der Adelige gesucht werden, der nach einer Sage, die „Rund um Montabaur" demnächst veröffentlichen wird, die Großholbacher Kirche gebaut haben soll. Wie der romantische Turm beweist, muß diese Kirche schon damals bestanden haben. Sie wird 1320 als „Ecclesia in Hoilbach" erstmalig erwähnt. Ursprünglich zur Pfarrei Nentershausen gehörig, kam Großholbach 1564 m „Die- zer Vertrag" mit den vier Kirchenspielen Hundsangen, Nentershausen, Meudt und Salz zu Kurtrier. Da im dreißigjährigen Krieg, als das Dorf 21 Haushaltungen zählte und durch Brandschatzungen von der nahen Limburger Straße her stark zerstört wurde, auch das Pfarrhaus vernichtet wurde, kam es zur Pfarrei Heiligenroth. Seit 1711 bilden Kleinholbach und Girod mit Großholbach eine eigene Pfarrei, doch wohnt erst seit 1809 wieder ein Pfarrer hier. Die jetzige Kirche wurde im Jahre 1738 erbaut und 1936 erweitert. Sie ist der Hl. Dreifaltigkeit geweiht und besitzt eine sehenswerte Barockeinrichtung. Das Dorf zählte 1786 - 231 Seelen. 1843 waren es 59 Häuser und 360 Einwohner. Vor 100 Jahren waren es 340. Um diese Zeit wanderten viele nach Amerika aus. Zur Jahrhundertwende stieg die Zahl der Einwohner auf 370, vor dem 2. Weltkrieg auf 500, vor zehn Jahren auf 550 und 1970 auf 600 an.
DIE „GROSSHOLBACHER" GESTALTEN SICH IHR DORF Nach dem Kriege hat Großholbach schon bedeutende und erfolgreiche Anstrengungen unternommen, um sich zu einem sehr gepflegten Dorf und einer modernen Gemeinde zu entwickeln.
Die 1823 erbaute Schule wurde 1954/55 durch einen Neubau ersetzt, in dem heute noch das 1.-6. Schuljahr unterrichtet werden, während die drei obersten Klassen die Volksschule Girod besuchen. 1967/68 wurde die Pfarrscheune in ein Jugendheim umgewandelt. Zu den Umbaukosten hat die Gemeinde 10 v.H. beigetragen. Eine noch im Ausbau befindliche Gemeindebücherei umfaßt z.Z. 330 Bände.
Im vergangenen Jahr wurde der neue Friedhof eingeweiht. Eine Zufahrt vom Orgelsweg wurde angelegt bzw. ausgebaut, eine direkte von der Kirche wird noch in diesem Jahr erfolgen.
Weil das alte Feuerwehrhaus wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußte, hat man ein neues Feuerwehrgerätehaus errichtet und hofft, mit Hilfe von Spenden ein Feuerwehrauto finanzieren zu können.
(Fortsetzung folgt)
HEILIGENROTH
Hauptsammler wird gebaut
Die Arbeiten zum Bau des Hauptsammlers des Abwasserzweckverbands Heiligenroth sollen noch in diesem Jahr beginnen. Dazu müssen fast 5 km Abwasserrohre verlegt werden. Außerdem wird ein 300 cbm fassendes Regenrückhaltebecken und ein Regenüberlaufbauwerk errichtet. Die Zufahrt zur Kläranlage wird geteert.
Gleichzeitig werden über 1 km Wasserversorgungsleitungen verlegt.
Die Bauleitung hat das Ingenieurbüro Kempf in Langenhahn-Hölzenhausen.
HOLLER
Kath. Pfarrgemeinde Holler
Gottesdienstordnung vom 19.9.70 - 26.9.70
Samstag, den 19.9.70
17.00 Uhr Beichtgelegenheit
19.00 Uhr Amt für Christian u. Alwin Normann
Sonntag, den 20.9.70 - 18. Sonntag nach Pfingsten
Keine Frühmesse
9.30 Uhr Hochamt
14.00 Uhr Andacht
Montag, den 21.9.70 Matthäus
7.00 Uhr Hl. Messe für die Pfarrgemeinde
Dienstag, den 22.9.70
7.00 Uhr Amt für Eheleute Peter Karl Metternich u. Maria
geb. Merz u. Angehörige

