Ausgabe 
20.8.1970
Seite
380
 
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zitterten wie Espenlaub; sie kamen nicht mehr vom Platz.

Da ertönte um ein Uhr vom hohen Turm des Montabaurer Schlosses das Wächterhorn. Die Geisterstunde war vorüber; der böse Spuk war verflo­gen. Die Pferde zogen wieder an und trabten weiter. Das fürchterliche Lachen in der Luft, das Poltern und das Klirren waren vorüber. Bald erreichte der Fuhrmann in Montabaur Haus und Hof. Seiner Frau, sei­nen Kindern, denen er von seinem schrecklichen, nächtlichen Erlebnis berichtete, standen die Haare zu Berge. Als er sich dann an einem Schäl­chen warmen Eichelkaffee aufgewärmt und erholt hatte, sprach man im Kreise seiner Angehörigen schon nur mehr noch von der fürchterli­chen "Dauborner Krankheit" und ihrer Wirkung.

W.K.

GROSSHOLBACH

Eisbachtaler Vereinsnachrichten

Am Samstag, den 22.8. um 16.30 Uhr spielt erstmals die Damenmann­schaft der Eisbachtaler Sportfreunde auf dem Rasensportplatz in Groß­holbach gegen eine auswärtige Damenelf und zwar gegen die SV Nees­bach. Die Damenmannschaft aus dem Kreis Limburg hat in Fußball­kreisen einen guten Ruf und wird in Großholbach demonstrieren, wie schön Damenfußball sein kann. Die Eisbachtaler Elf wird sich anstren­gen müssen, um ein achtbares Ergebnis zu erreichen.

HEI LIGENROTH

Restaurierung der Pfarrkirche abgeschlossen

Sehenswerte Barockkirche erstrahlt in frischem Glanz

Wenn auch die ehrwürdige Heiligenrother Pfarrkirche gleich zwei Hei­ligen, dem Heiligen Petrus und Marzellinus geweiht ist, so läßt sich der Dorfnamen dennoch nicht danach deuten, sondern leitet sich von dem alten Personennamen "Hildiger" ab.

Ursprünglich gehörte Heiligenroth zur Pfarrei Montabaur. Doch wird die Pfarrei bereits 1326 erstmalig genannt Als erster Pfarrer wird 1625 ein Matthias Schmidt erwähnt. Im 17. und 18. Jahrhundert mußte der Pfarrer von Heiligenroth auch Girod, Groß- und Kleinholbach mit ver­sehen. Kirchenbücher existieren ab 1767.

Der bruchsteinerne Kirchenturm, dem das spitze Türmchen etwas von seiner Wuchtigkeit genommen hat, wurde wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert erbaut und ist ein alter Wehrturm der Bevölkerung in Kriegszeiten. Bis vor zwei Jahren war er Eigentum der Zivilgemeinde. Bevor die heutige Barockkirche im Jahre 1782 neu erbaut wurde, soll irgendwo am Ahrbach ein Kirchlein gestanden haben.

Das Seitenschiff mußte 1932 angebaut werden. Durch die Spenden der Bevölkerung konnte 1957 eine neue Orgel eingebaut werden.

Im vergangenen Jahr nun konnte Pfarrer Josef Rheinberger eine drin­gend erforderliche Restaurierung und Renovierung der Kirche einlei­ten lassen. Neben den Pfarrartgehörigen hat das Bischöfliche Ordinariat einen wesentlichen Teil der Kosten übernommen. In diesen Wochen nun konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Die wertvollen Ba­rockkunstschätze wurden aufgefrischt, die ganze Kirche den heutigen Anforderungen entsprechend gestaltet.

Schon von außen bieten Kirche und Kirchenanlagen einen äußerst ge­pflegten Eindruck und sind ein Schmuckstück des Dorfes. Der graue Kirchturm hebt sich vom strahlenden Weiß des Kirchenschiffes ab, das mit Naturschiefer neu gedeckt wurde.

im Kirchenschiff wurde eine moderne Fußbodenheizung der Firma Mahr aus Aachen verlegt. Der Fußboden selbst wurde von der Firma Müller aus Villmar mit italienischem Marmor belegL Nach Vorlage von Architekt Peuser aus Camberg hat Schreinermeister Peter Schughart neue Kirchenbänke geschreinert. Dabei wurden die alten Wangen der Barockbänke wiederverwendet. Den Innenanstrich führten die Maler­meister Dickob und Hübinger aus, die Elektröarbeiten Elektromeister Hübinger von der Firma Pulte. Während im Chorraum die bisherigen Glasfenster beibehalten wurden, erhielten die Fenster im übrigen Kir­chenschiff helle Glasscheiben. Zeiebrationsaltar und Ambo sind von der Firma Peuser nach einem Entwurf von Architekt Peuser. Diese Fir­ma hat auch unter Leitung von Restaurator Weimer aus Elz das Chor­gestühl restauriert.

Im Seitenschiff wurde eine Taufkapelle neu hergerichtet Flankiert von den Josef- und Muttergottes-Altären, fand das Kleinod der Kirche in der Mitte seinen würdigen Platz.die Statue der schmerzhaften Muttergottes, die aus der Zeit um 1740/50 stammt und früher in der alten Feldkapel­le stand. Eine neue Deckenverschalung im Seitenschiff und moderne Lampen runden das Bild einer geschmack- und stilvoll restaurierten Kirche ab. Pfarrer Josef Rheinberger kann mit seinem Pfarrgemeinde- rat und der ganzen Kirchengemeinde stolz auf das vollendete Werk sein.

HOLLER

Katholische Pfarrgemeinde Holler

Gottesdienstordnung vom 22.8.1970 bis 29.8.1970

Samstag, den 22.8.1970 - Fest des unbefleckten Herzen Mariens 14.00 Uhr Brautamt Sanner - Roos 17.00 Uhr Rosenkranz; Beichtgelegenheit 19.00 Uhr Amt für Alois Brill

Sonntag, den 23.8.1970 -14. Sonntag nach Pfingsten Keine Frühmesse I 9.30 Uhr Hochamt

Montag, den 24.8.1970 - Fest des hl. Apostels Bartholomäus 8.00 Uhr Hl. Messe für Rudolf Ferdinand

Dienstag, den 25.8.1970 - Fest des hl. Ludwig

8.00 Uhr Hl. Messe für Nik. Hies u. verst. Angehörige

Mittwoch, den 26.8.1970

19.30 Uhr Jahramt für Antonius Hübinger

Donnerstag, den 27.8.1970

8.00 Uhr Hl. Messe für Peter Becker Schulgottesdienst

Freitag, den 28.8.1970 - Fest des hl. Augustinus

8.00 Uhr Hl. Messe für Leb. u. Verst. der Farn. Mozzi - Dahlem

Samstag, den 29.8.1970 - Enthauptung Johannes' des Täufers 7.00 Uhr Jahramt für Barbara Ehard 17.00 Uhr Rosenkranz; Beichtgelegenheit 19.00 Uhr 1. Jahramt für Elisabeth Puderbach geb. Michel

HORBACH

Der verregnete Sonntagnachmittag tat zwar der Horbacher Kirmes etwas Abbruch, doch ging es dafür am Montag umso fideler zu.

31 520 Übernachtungen

Die Fremdenverkehrsbetriebe der Gemeinde Horbach zahlten zwischen 1961 und dem Juni 1970 insgesamt 31 520 Übernachtungen.

HORRESSEN-ELGENDORF

Verbandsschule Horressen-Elgendorf

Unterricht am ersten Schultag

Am kommenden Donnerstag, dem 27.8.1970, beginnt für alle Klassen um 8.00 Uhr wieder der Unterricht Badesachen für den Schwimmunterricht sollen das 8. Schuljahr - Klasse Herr Mock - und die noch nicht Frei­schwimmer aus dem 6. Schuljahr - Klasse Herr Schneckenbühl - mitbrin­gen.

Die Aufnahme der Schulneulinge findet am Freitag, dem 28.8.1970 um 10.00 Uhr statt

W. Greif, Schulleiter

KIRCHLICHE NACHRICHTEN

Gottesdienstordnung Horressen

14. Sonntag nach Pfingsten (21.d.Jhrs) 23. - 30.8.1970

Samstag 19.00 Uhr Sonntagsmesse: Amt f. Anton Herz und vermißte Söhne

Sonntag 8.30 Uhr Amt f. Frl. Anna Hannappel, bestellt vom Leben­digen Rosenkranz

Montag 8.00 Uhr Hl. Messe f. Verstorbene, bestellt vom Armen­seelenbund