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Die Jugend ist besser als ihr Ruf !
Es war im Grunde ein ärgerlicher Anlaß, der diese Tatsache in Eschelbach unter Beweis stellte. Angefangen hatte es damit, daß der schon seit Jahren unter Vertrag stehende Schausteller zwar mittwochs vor der Kirmes mit Karussell, Schießbude. Bratwurstbude, Verlosungs- und sonstigen Vergnügungsständen im Dorf eintraf, aber wegen angeblich technischer Schwierigkeiten (die von einer paar Querköpfen provoziert worden waren, deren schnellste Behebung die Gemeindeverwaltung ab sofort zusagte) wieder davonfuhr.
Dam t schien die Knmes für dieses Jahr bereits gehalten Nicht so dachten aber die Mädchen und Jungen der oberen Schulklassen m Eschelbach Die Gelegenheit war glänzend für einen Plan, den sie schon längere Zeit hegten: sie starteten in aller Schnelligkeit eine Ak tion Sorgenkind", unterstützt von allen Gutwilligen des Dorfes. Sie sammelten ein kleines Grundkapital an Geld und Gegenständen, bauten 2 Stände und eine Ballwurfbude auf und kauften Spielsachen u dergl. ein Ihre Begeisterung und ihr Eifer steckten nicht nur sämtliche Kinder des Dorfes an, sondern auch die Erwachsenen Und als sie am Sonntag morgen nach dem Hochamt und der jährlichen Gefallenenehrung ihren „Betrieb" eröffneten, war der Zustrom so groß, daß schon nach ein paar Stunden ihr Vorrat erschöpft und ein Betrag von DM 250,- für ihre großartige Aktion zusammengekommen war Eine schönere Kirmes haben die meisten Kinder, insbesondere die Ver anstalter, nie gehabt, ist doch Geben immer noch seliger als Nehmen Nicht unerwähnt bleiben dürfen in diesem Zusammenhang die Wochen langen Vorbereitungen der Kirmesgesellschaft 1970, die aus tausenden von farbigen und . unzerbrechlichenKugeln, die eine Firma in Wirges herstellt, einen herrlichen Schmetterling für den Kirmesbaum geschaffen hatten und der besonders in der Dunkelheit seine ganze strahlende Piacht entfaltete. Zum allgemeinen Bedauern musste er so schnell wie dei entfernt werden, da die Dorfstraße, an deren Rand er aufgestellt war, mittlerweile zur Durchgangsstrasse nach Baumbach erklärt ist und der Verkehr wie überall den Vorrang hat.
Wenn nichts dazwischen kommt, wird bis zu nächsten Kirmes der Waldbach verrohrt und zur Kinderspielstraße ausgebaut sein, die dann an den Kirmestagen zur „Kirmesstraße" werden soll.
Schulbus nach Montabaur
Der Einspruch der Gemeinde und der betroffenen Eltern gegen die Ent Scheidung der Bezirksregierung wurde von dieser erneut zurückgewie sen (genauer Wortlaut wird in der nächsten Nummer veröffentlicht) Gegen Ende des Jahres soll die Gemeinde einen neuen Antrag stellen. Diese Empfehlung wird wahrgenommen werden.
Weiand, Bürgermeister
ETTERSDORF
Vor 50 Jahren brannte es
Viele ältere Ettersdorfer werden sich noch eines Brandes erinnern, der vor nunmehr 50 Jahren, am 30 Juni 1920, in der Nachbargemeinde Isselbach ausgebrochen war In den frühen Morgenstunden sichtete der Ettersdorfer Arbeiter Kaspar Brühl in der Werkstatt des Wagners und Bürgermeisters Klerner Rauch und Feuer Nach sofort erfolgtem Alarm war bald die feuerwehrfähige Bevölkerung von Ettersdorf zuerst an der Brandstelle. Durch ihr herzhaftes Eingreifen konnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden Außer der Feuerwehr von Giershausen haben auch die Einwohner von Isselbach an den Löscharbeiten eifrig teilgenommen Dem Feuer fiel außer einem Motor, Handwerkszeug und Werkholz auch ein Teil der Gemeindeakten zum Opfer.
Kapelle und Brunnen
in der kleinen Gelbachtalgemeinde Ettersdorf bilden einen reizenden und gepflegten Dorfmittelpunkt, dem gegenüber das blumengeschmück te Haus Bürgermeister Straubs steht Beim Dorfwettbewerb hat Ettersdorf einen guten 12. Platz belegt.
GA CKENBACH
Das Kreuz erinnert an die Kapelle
Ein sehr altes Eisenkreuz, das ursprünglich auf dem Kirchährer Friedhof und später auf dem Gackenbacher Friedhof gestanden hat, wurde nun aufgearbeitet und erhielt in der Ortsmitte von Gackenbach einen würdigen Standort. Die Inschrift eines Metalltäfelchens gibt Aufschluß über seine Bedeutung:
-An dieser Stelle stand eine der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und der bl Lucia geweihte Kapelle, Pfarrer Peter Otto ließ sie im Jahre 1706 «[bauen 1935 wurde sie abgerissem-Erhalten sind das Glöckchen, das letzt in der Friedhofskapelle hängt, eine Statue der hl, Lucia und die herrliche Statue der Himmelskönigin in der Pfarrkirche "
Am Fuße des Kreuzes ist von zwei Engelchen umgeben der Erzengel Michael mit Schwert und Seelenwaage zu erkennen (Siehe Bildseite)
_ HÜ BINGEN__
Vorfahrt nicht beachtet
PKW Fahrer kam mit seinem Fahrzeug aus Richtung Horbach und wollte an der Kreuzung Hübmgen Welschneudorf in die K 75 einbiegen. Hier- be; kam es wegen Nichtbeachtung der Vorfahrt zu einem Zusammen stoß Zwei Peisonen wurden leicht verletzt An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden
FAMILIENFERIENDORF HÜBINGEN
S oz 1 a Im in istenu m löst Zusage der Landesregierung ein
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hatte vor Jahren im Rahmen des Wester wald-Taunus-ßlanes zur allgemeinen Strukturverbesserung im damaligen Regierungsbezirk Montabaur besondere Mittel vorgesehen. Aus diesem Fonds waren auch für den Neubau des Familienferiendorfes Hübingen Mittel bis zur Höhe von 300 000,- DM bereitgestellt. Bis zur Autlösung des Westerwald-Taunus-Planes konnten jedoch seinerzeit nur 170 000 DM zur Verfügung gestellt werden.
In der Zwischenzeit ist es den Bemühungen verschiedener Stellen gelungen, eine Zusage der Landesregierung zu erhalten, nachdem sie bereit ist, den ausgefallenen Betrag von 130.000 DM im Rahmen eines erweiterten Nachfolgeplanes an den Träger der Baumaßnahme für das Fa- milienferiendor t Hübingen zu zahlen Die vor ca. einem Jahr gegebene Zusage hat das Sozialministerium in diesen Tagen eingelöst und zum Ausgleich der seinerzeit nicht mehr gezahlten Restrate aus dem Westerwald Taunus-Plan den noch offenstehenden Betrag von 130.000 DM zur Verfügung gestellt.
HOLLER
KIRCHLICHE NACHRICHTEN
G ottesdienstor dnung vom 26.7 - 1 .8.1 970
Samstag, den 25 7 70 Keine Vigilmesse
Sonntag, den 26 7 70 10. Sonntag nach Pfingsten 8 00 Uhr Hl. Messe nach Meinung Montag bis Mittwoch kein Gottesdienst !
Donnerstag, den 30 7 70
7 00 Uhr Hl Messe für Peter Perne
Freitag, den 31 7 70 Fest des hl Ignatius v. Loyola
7 00 Uhr Hl, Messe nach Meinung
Samstag, den 1 8.70 Mariensamstag
14 00 Uhr Brautamt Roth - Metternich
17 00 Uhr Beichtgelegenheit, Rosenkranz
19 00 Uhr Amt zur Danksagung
HORRESSEN
Informationen:
Den Beginn der Kirmesfeiertage mußten die Gemeinderatsmitglieder diesmal um einen Tag verschieben Während die Dorfjugend am Freitagabend, den 10 7 70 den Kirmesbaum aufstellte, der Fanfarenzug sein Platzkonzert abhielt, während man sich in den Gastwirtschaften zu einem eisten Kumesumtiunk zusammentand, mußten die Ratsmitglieder in einer nicht öffentlichen Sitzung nach zum Teil lebhaften, ja heftigen Diskussionen,, nicht immer einmütig wichtige, nicht aufschiebbare Beschlüsse fassen
In den vergangenen Jahren ist es des öfteren vorgekommen, daß Wasser- ioh(b üche erst nach geraumer Zeit und nach erheblichen Wasserverlu sten testgestellt werden konnten Um hier eine bessere Kontrolle zu haben und Fehler schneller feststellen zu können, wurde der Einbau eines Wasserzählers im Hochbehälter beschlossen. Da der Zähler selbst kleinste Mengen von wemgei als 1 cbm /Stunde registriert, machen sich bei täglichem Ablesen in Zukunft größere Bruchstellen sehr schnell bemerkbar
Nachdem der Zuschuss des Kreises zugesagt und die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn erteilt worden waren, wurden die Arbeiten am Kinderspielplatz an die im Ausschreibungsverfahren billigsten Bieter vergeben Mit dem Beginn der Arbeiten ist in den nächsten Tagen zu rechnen Die Anlage des Platzes übernimmt die Firma Mondorf und Sohn, Leiterod. Mit der Lieferung und dem Einbau der Spielgeräte und der Papierköibe wurde die Firma Heep, Dernbach beauftragt, während die Firma K H Grunewald, Niederahr den vorhandenen Jägerzaun und den

