RUND UM MONTABAUR 18/27/70/13
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HORBACH
JUBELFEST DER SPIELVEREINIGUNG 1920 HORBACH Das Buchfinkenland feierte mit seinem Sportverein
Horbach, Sitz und Namengäber des Sportvereins, grüssta im Schmuck seiner Fahnen. Oben am Waldrand hatte man das geräumige Festzelt aufgeschlagen. Der nahe Wald und kühle Getränke spendeten ln der Gluthitze des Sommeranfangs Erfrischung. Und selbst die Horbächer Feuerwehr trug dazu bei, indem sie den staubenden Platz vor dem Festzelt nassspritzte. Es wurde ein gelungenes und erfolgreiches Fest, auf
aufleben lassen zu können.
Bürgermeister Walter Wilhelm! gratulierte sodann mit einem Geldgeschenk und versprach, sich seitens der Gemeindeverwaltung immer ihm Rahmen des Möglichen für die Förderung des Sportgedankens einzusetzen.
Als Vertreter des Landrats überbrachte 1. Kreisdeputierter Steinebach die Grüsse der Kreisverwaltung nebst dem verpflichten-
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das die Spielvereinigung zufrieden zurückblicken kann.
DER FESTKOMMERS Höhepunkt war natürlich der Festkommers am Samstagabend, der von einem kleinen Festzug zum Zelt eingeleitet wurde.
Nachdem der Musikverein Wirges mit der "Toccata secunda" und der MGV "CÄ- cilia" Horbach mit dem Chor der Gefangenen aus der Oper "Nabucco" und dem Matrosenchor aus der Oper "Der fliegende Holländer" die Einstimmung gegeben hatten, konnte Vorsitzender Kurt Meuer die zahlreichen Ehrengäste aus dem Buchfinkenland und die Vertreter von Kreis und Sport begrüssen. Er konnte stolz hervorheben, dass die Spielvereinigung nunmehr den Aufstieg 1» die 1. Kreisklasse geschafft hat. Der Verein bemühe sich, die Pläne für eine Turn- oder Mehrzweckhalle verwirklichen 21) helfen, um auch die Leichtathletik wieder
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den Geldgeschenk. Er betonte, dass ohne eine gute Jugendarbeit kein Verein Bestand haben könne und unterstrich die Zusammenarbeit zwischen Verein und Verwaltung.
Die Festansprache hatte Studiendirektor Ewald Keul aus Mayen übernommen, der in Horbach geboren und grossgeworden ist. Seine leider vom Thekenteil des Zeltes mit wenig Aufmerksamkeit bedachte Rede hatte er unter die Überschrift "Sport - Spiel - Vereinsleben" gestellt. Er sollte der Leistung des Vereins, dem er selbst einst angehörte, Respekt und Achtung. Die Leistungen der Alten, oft unter schwierigen Umständen erbracht, stellte er den Jungen als Vorbild hin. Sinn des Vereinslebens sei die Körper-, Geistes- und Gemeinschaftspflege, die ln der Schule ihren Ursprung finden müsse. Wer jedoch nur Fussball spiele, sei ein Schmalspursportler.
Daher sei eine Turnhalle für die Leichtathletik und den Damensport unerlässlich. Sportliches Leben trage auch wesentlich zur Demokratisierung bei, denn Sport und Politik kennen die gemeinsame Spielregel des Fair play. Er wünschte dem Verein für die Zukunft viel Erfolg, Erbauung und menschliche Harmonie.
Georg Kurz, der Kroisvorsitzende des Fussballverbandes Rheinland e.V., überbrachte sodann die Glückwünsche des Deutschen Fussballbundes und des Fussballkrei-
ses Unterwesterwald. Dem Ehrenvorsitzenden Ignaz Wilhelmi konnte er den Ehrenbrief des Fussballverbandes Rheinland aushändigen.
Nun schlossen sich die Glückwünsche der Orts- und Nachbarvereine an, deren Geldspenden besonders herzlich willkommen waren. Kurt Meuer konnte sodann als Vorsitzender noch verdiente Mitglieder ehren. Vereinsgastwirt Peter Girmann erhielt für seine 50-jährlge Vereinsmitgliedschaft den Ehrenbrief der Spielvereinigung Horbach, desgleichen die Senioren Erich Merz, Ludwig Wilhelmi I und Ludwig Wilhelmi n.
In mehreren Darbietungen zeigte nun der Kunstradfahrverein Elz sein Können, wobei besonders die Hessenmeisterin Maria Müller und der zweifache Jugend- und Europameister Kurt Hunsänger hervorstachen. Der Gesangverein "Frohsinn" Hübingen und der Musikverein Wirges trugen zum weiteren Gelingen des Abends bei.

