Ausgabe 
2.7.1970
Seite
281
 
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RUND UM MONTABAUR 18/27/70/13

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HORBACH

JUBELFEST DER SPIELVEREINIGUNG 1920 HORBACH Das Buchfinkenland feierte mit seinem Sportverein

Horbach, Sitz und Namengäber des Sport­vereins, grüssta im Schmuck seiner Fah­nen. Oben am Waldrand hatte man das ge­räumige Festzelt aufgeschlagen. Der nahe Wald und kühle Getränke spendeten ln der Gluthitze des Sommeranfangs Erfrischung. Und selbst die Horbächer Feuerwehr trug dazu bei, indem sie den staubenden Platz vor dem Festzelt nassspritzte. Es wurde ein gelungenes und erfolgreiches Fest, auf

aufleben lassen zu können.

Bürgermeister Walter Wilhelm! gratu­lierte sodann mit einem Geldgeschenk und versprach, sich seitens der Gemeindeverwal­tung immer ihm Rahmen des Möglichen für die Förderung des Sportgedankens einzuset­zen.

Als Vertreter des Landrats überbrachte 1. Kreisdeputierter Steinebach die Grüsse der Kreisverwaltung nebst dem verpflichten-

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das die Spielvereinigung zufrieden zurück­blicken kann.

DER FESTKOMMERS Höhepunkt war natürlich der Festkommers am Samstagabend, der von einem kleinen Festzug zum Zelt eingeleitet wurde.

Nachdem der Musikverein Wirges mit der "Toccata secunda" und der MGV "- cilia" Horbach mit dem Chor der Gefange­nen aus der Oper "Nabucco" und dem Ma­trosenchor aus der Oper "Der fliegende Hol­länder" die Einstimmung gegeben hatten, konnte Vorsitzender Kurt Meuer die zahl­reichen Ehrengäste aus dem Buchfinken­land und die Vertreter von Kreis und Sport begrüssen. Er konnte stolz hervorheben, dass die Spielvereinigung nunmehr den Aufstieg 1» die 1. Kreisklasse geschafft hat. Der Verein bemühe sich, die Pläne für eine Turn- oder Mehrzweckhalle verwirklichen 21) helfen, um auch die Leichtathletik wieder

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den Geldgeschenk. Er betonte, dass ohne eine gute Jugendarbeit kein Verein Bestand haben könne und unterstrich die Zusammen­arbeit zwischen Verein und Verwaltung.

Die Festansprache hatte Studiendirektor Ewald Keul aus Mayen übernommen, der in Horbach geboren und grossgeworden ist. Seine leider vom Thekenteil des Zeltes mit wenig Aufmerksamkeit bedachte Rede hatte er unter die Überschrift "Sport - Spiel - Vereinsleben" gestellt. Er sollte der Lei­stung des Vereins, dem er selbst einst an­gehörte, Respekt und Achtung. Die Leistun­gen der Alten, oft unter schwierigen Um­ständen erbracht, stellte er den Jungen als Vorbild hin. Sinn des Vereinslebens sei die Körper-, Geistes- und Gemeinschaftspflege, die ln der Schule ihren Ursprung finden müsse. Wer jedoch nur Fussball spiele, sei ein Schmalspursportler.

Daher sei eine Turnhalle für die Leicht­athletik und den Damensport unerlässlich. Sportliches Leben trage auch wesentlich zur Demokratisierung bei, denn Sport und Poli­tik kennen die gemeinsame Spielregel des Fair play. Er wünschte dem Verein für die Zukunft viel Erfolg, Erbauung und menschliche Harmonie.

Georg Kurz, der Kroisvorsitzende des Fussballverbandes Rheinland e.V., über­brachte sodann die Glückwünsche des Deut­schen Fussballbundes und des Fussballkrei-

ses Unterwesterwald. Dem Ehrenvorsit­zenden Ignaz Wilhelmi konnte er den Ehren­brief des Fussballverbandes Rheinland aus­händigen.

Nun schlossen sich die Glückwünsche der Orts- und Nachbarvereine an, deren Geld­spenden besonders herzlich willkommen waren. Kurt Meuer konnte sodann als Vor­sitzender noch verdiente Mitglieder ehren. Vereinsgastwirt Peter Girmann erhielt für seine 50-jährlge Vereinsmitgliedschaft den Ehrenbrief der Spielvereinigung Horbach, desgleichen die Senioren Erich Merz, Lud­wig Wilhelmi I und Ludwig Wilhelmi n.

In mehreren Darbietungen zeigte nun der Kunstradfahrverein Elz sein Können, wobei besonders die Hessenmeisterin Maria Mül­ler und der zweifache Jugend- und Europa­meister Kurt Hunsänger hervorstachen. Der Gesangverein "Frohsinn" Hübingen und der Musikverein Wirges trugen zum weiteren Gelingen des Abends bei.