Ausgabe 
30.4.1970
Seite
137
 
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20.00 Uhr, Frauenkreis im Gemeindehaus. MITTWOCH, 6. Mai

15.oo Uhr, Religionsunterricht in Ruppach

15.30 Uhr, Mädchenjungschar

18.30 Uhr im Gemeindehaus Jugendkreis für die Konfirmationsjahrgänge 1968 bis 1970 gestaltet durch die Aktionsgruppe "Jugendarbeit".

7. Mai, Himmelfahrtstag:

9 .oo Uhr, Gottesdienst l.d. Lutherkirche. In diesem Gottesdienst wird Herr Pfr. Borck als der neue Pfarrer der Lutherbezirks und als Inhaber der Pfarrstelle n durch Dekan Gömert eingeführt (nicht am 3. Mai).

10.30 Uhr, Gottesdienst Paulnsklrche (* alte Kirche).

Keine Kindergottesdienste.

SAMSTAG, 9. Mai

Posaunenchor übt zur vereinbarten Zelt in der Lutherkirche

Vorankündigung: Am 10. Mal um 9.oo Uhr

i.d. Lutherkirche, Vorstellung der Konfir­manden dieses Jahres.

WAS PASSIERT, WENN MAN UNS SCHLUCKT?

Kleine Gemeinden vor der Auflösung - Sorgen um die Zukunft

- hh - Zum 1, Januar 1972 werden Inder Verbandsgemeinde Montabaur wahrschein­lich fünf Gemeinden aufgelöst, well sie keine 300 Einwohner haben:

Daubach mit 245 Einwohnern,

Ettersdorf mit 145 Einwohnern,

Bladernheim mit 140 Einwohnern,

Reckenthal mit 135 Einwohnern,

Wirzenborn mit 120 Einwohnern.

WOHIN MIT UNS?

Die drei letztgenannten haben bereits über ihre Zukunft entschieden: Sie wollen sich nach Montabaur eingemeinden lassen. Auch Ettersdorf wird sich wahrscheinlich an- schliessen. Zum Stadtgebiet von Montabaur würde damit das gesamte Gelbachtal bis zum Rhein-Lahnkreis gehören.

Daubach allein ist unentschlossen. Nach Mon­tabaur wird man aus geographischen Grün­den nicht können. Mit Stahlhofen Zusam­mengehen hat man gewisse Hemmungen: Man denkt noch an die dortigen Wirren vor und nach der letzten Wahl. Untershau- sen aber wäre ein nur wenig grösserer Vorgesetzter. Hier ist also noch alles of­fen.

WERDEN WIR OHNE EINFLUSS SEIN? Bürgermeister Straub aus Ettersdorf hat­te bei der letzten Bürgermeisterversamm­lung ln Montabaur die Probleme der Ge­meinden angeschnitten, die aufgelöst wer­den. Er frag: Geht unsere Selbständigkeit ganz verloren? Werden wir im Stadtrat zu Montabaur vertreten sein? Wenn nicht, wer vertritt dann die Belange unserer Dorf­gemeinschaft?

MANGELS; ORTSBEIRÄTE NICHT SINN­VOLL

Aus Mangels Antwort Hess sich erkennen, dass er zwar beabsichtigt, gewissenhaft für diese Dörfer mitzusorgen, dass er sich aber andererseits doch schlecht ln die Eigen­lage Jener Dörfer hineindenken kann. Nach seiner Meinung sei es, so meinte er, nicht sinnvoll, wenn in jenen Dörfern "Gemeinde- fäte en miniatur" die sogenannten "Orts­beiräte" gebildet würden. Vielmehr müssten

die aufgelösten Gemeinden voll ln die Stadt eingegUedert werden und dürften keine Ex­klave bilden.

Es ist natürUch erfreulich, wenn eine "Ar­beitsgruppe Gelbachtalgemeinden" sich mit der Verwaltungszusammenlegung befassen soll. Aber da nun danach eine politische Repräsentanz dieses Raumes im Stadtrat keineswegs sichergestellt ist, zumal im Gelbachtal die politischen Parteien so gut wie nicht vertreten sind, so sind die Orts­beiräte dann umso unentbehrlicher. Die Zu­ständigkeit des Ortsbeirates ist in der Regel zwar darauf beschränkt, bei aUen wichti­gen Angelegenheiten, die den Ortsbezirk be­treffen, gehört zu werden. Aber wer sonst denn der von ihm gewählte Ortsvorsteher könnte all die anstehenden Probleme eines abgelegenen Dörfchens sachgerecht der Stadtverwaltung vortragen?!

UNBEHAGEN MUSSVERTRAUENWEICHEN! Bei allen fachlichen und organisatorischen Mängeln, die eine Ein-Mann-Feierabends- bürgermelsterel mit sich bringt, fühlen sich die Ortsbewohner doch von einer leicht erreichbaren und wohlbekannten Verwaltung umgeben, an die man sich schnell und ganz unbürokratisch mit seinen vielen kleinen Bitten und Nöten wenden kann. Es ist ver- ständUch, wenn viele nur mit Bedauern von ihr scheiden wollen und einer ungewissen Zukunft entgegensehen, well sie nicht glau­ben, dass fremde Stadträte sich so gut mit den spezifischen Sorgen und Belangen ihres Dorfes vertraut machen können wie ein­heimische Gemeindeväter.

Daher muss es ein vorrangiges Ziel der Stadt Montabaur und der anderen aufheh- menden Gemeinden sein, solche nicht ganz unbegründeten Vorurteile abzubauen, um ver­trauensvoll Zusammenarbeiten zu können.

DREISTER EINBRUCH

Unbekannte drangen in der Nacht zum Diens­tag nach Zertrümmern einer Fensterscheibe in die Verwaltungsräume der Firma Glöck­ner Pentapalast ein, erbrachen und durch­wühlten mehrere Schreibtische und Schränke und entwendeten einen geringen Geldbetrag, darunter eine 10. DM Olympiamünze sowie eine Münze "5 Schweizer Franken". Weiter­hin wurde ein dort hängender Zigaretten­automat aufgebrochen und das darin befind­liche Bargeld entwendet.

KFZ.-DIEBSTAHLE

In der Nacht zum Donnerstag wurde von dem Betriebsgelände eines Autohändlers ein fa­brikneuer BMW 2002 TI, der noch nicht zum Verkehr zugelassen war, entwendet. Die mut­masslichen Täter, bei denen es sich um zwei 16- und 17-£Lhrige Schüler aus Koblenz bzw. Urmitz handelt, verursachten in den Abendstunden des Donnerstag mit diesem Fahrzeug in der Nähe voh Waldesch einen Verkehrsunfall, wobei das Fahrzeug total zertrümmert wurde. An dem Fahrzeugwaren Kennzeichen befestigt, die in der gleichen Nacht in Montabaur von einem geparkten Pkw entwendet worden waren. Nach den bisherigen Feststellungen kommen die beiden Jugend- Uchen für mindestens 4 weitere Kfz-Dieb- stähle im hiesigen Raum in Frage.

KREISETAT IST VERABSCHIEDET

Mehr als 23 Millionen Mark im ordent­lichen und fast 6 MllUonen Mark im aus­serordentlichen Haushalt um&sst der Etat des Kreises für das Jahr 1970, Mit 21 Stimmen gegen die Stimmen der SPD konnte

RUND UM MONTABAUR Nr. 9/18/70/3 er jetzt verabschiedet werden. Landrat Kllnk- hammer erläuterte in seiner gut fundierten Etatrede die Notwendigkeit einer Erhöhung der Kreisumlage von 4%.

Seit 12 Jahren beträgt die Kreisumlage unverändert 37%. In diesem Jahr kann der Kreishaushalt nur ausgeglichen werden, wenn ca. 1,6 Millionen Mark durch die Erhöhung der Kreisumlage auf 41% hereinkommen.

VERBANDSGEMEINDEVERWALTUNG MUSS ZUM STICHTAG FUNKTIO - NIEREN I

Bürgermeister Mangels erklärte ln der letz­ten Bürgermeisterversammlung, die jetzige Stadtverwaltung Montabaur könne für die Ver­bandsgemeindeverwaltung in Anspruch ge­nommen werden. Da das Fachpersonal be­reits vorhanden sei, müssten zusätzUch nur etwa zehn ausgebildete Verwaltungskräfte eingesteUt werden. Die bisherige Auswer­tung der von den einzelnen Gemeinden über­sandten Fragebogen habe ergeben, dass be­reits 14 Bewerber für die Aufnahme in die Verbandsgemeindeverwaltung zur Verfügung stünden, die überwiegend aus der Verwaltung der einzelnen Gemeinden kämen.

Mangels machte folgende Vorschläge:

1. Bildung einer Arbeitsgruppe zur Unter­richtung bei bereits bestehenden Amtsver­waltungen, von denen man für den eigenen Bereich lernen könne.

2. Bildung einer Arbeitsgruppe für das Haus­halts- und Kassenwesen.

Die Stadt verfüge für ihren Bedarf über mo­derne technische Einrichtungen, die aus­gebaut werden müssten.

3. Gemeinsame Überlegungen zur räumUchen Unterbringung der Verwaltung im jetzigen Rathaus und vielleicht auch im alten Amts­haus.

4. Vorbereitende Kontaktgespräche zwischen den Bediensteten Montabaurs und denen der einzelnen Gemeinden zur Koordinierung der Akten für den Zeitpunkt der Verwtrldlchung der Verbandsgemeinde, zumal die einzel­nen Aktenpläne ganz verschieden seien.

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Das Kriminalstück "ARSEN" zeigte auch nach der letzten Aufführung eine so starke Nachfrage, dass noch zwei Aufführungen angesagt werden mussten. Endgültig zum letzten Mal wird ARSEN aufgeführt am Sams­tag, 2. Mal und Sonntag, 3. Mai, jeweils um 20.oo Uhr.

Es ist ratsam, die Eintrittskarten sogleich telefonisch zu besteUen unter 02608/396.

CDU-ORTSVORSTAND WESENTLICH VERJÜNGT

MdL. Ludwig Pfeil referierte Die CDU Montabaur wählte in ihrer gut be­suchten Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand mit viel frischem Blut, von dem sie sich eine Steigerung der Aktivität er­hofft und erwartet. Die künftigen Aufgaben, Von denen als vordringUchste die kommunale Neuordnung und die Vorbereitung undDurch- führung der Landtagswahlen 1971 zu nennen sind, verlangen denn auch den Einsatz aller Kräfte. Vorsitzender JuUus DECKER, der ohne Gegenstimmen wiedergewählt wurde, wird sich ln Zukunft ausschllessUch dieser Aufgabe widmen und hat deshalb auf seine politischen Funktionen im Stadtrat und ln der CDU-Fraktion . verzichtet. Zu seiner Unterstützung wurden Jürgen VOGEL und

( bitte wenden)