Ausgabe 
24.4.970
Seite
120
 
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RUND UM MONTABAUR NR. 8/17/70/4

ZWEITES TREFFEN DER BÜRGERMEISTER RUND UM MONTABAUR

Probleme der Verbandsgemeinde rechtzeitig anpacken ! Wichtige Verwaltungsaufgaben wurden besprochen.

Zu einem zweiten Arbeitstreffen hatte Bürgermeister Mangels die Bürgermeister der Gemeinden, die nach der Zielplanung des Innenministeriums die Verbandsgemeinde Montabaur bilden sollen, am Dienstagabend in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen.

Zusätzlich erschienen waren die Bürgermeister Eul- berg aus Boden und Metternich aus Großholbach, deren Gemeindevertretungen entgegen der Zielpla­nung einstimmig für einen Anschluß an Montabaur gestimmt hatten. Einige andere Bürgermeister hat­ten sich aus gesundheitlichen oder privaten Gründen entschuldigen lassen oder Hessen sich durch ihre Beigeordneten vertreten.

Anwesend waren außerdem die Montabaurer Frak­tionsvorsitzenden Seul und Witte sowie ein Groß­teil der Oberelberter Gemeindevertretung.

Kein Gemeindeverband vor 1972

ln seiner Begrüßung brachte Bürgermeister Mangels zum Ausdruck, daß dieser Arbeitskreis noch in kei­ner anderen der geplanten Verbandsgemeinden im Westerwald existiere. Es gelte nun, die Zeit bis zur Bildung der Verbandsgemeinde sinnvoll zu nutzen. Die Fragebogen, die an die einzelnen Gemeinden gegeben worden waren, um allgemeine Informatio­nen und ein Gesamtbild über diese zu erhalten, sei­en trotz Erinnerung aus den Gemeinden Eschelbach Holler, Oberelbert, Ruppach - Goldhausen und Großholbach noch nicht eingetroffen. Eine Gesamt­auswertung sei daher noch nicht möglich. Es ließe sich jedoch erkennen, daß ein Zusammenschluß vor 1972 für die meisten Gemeinden nicht akzeptabel sei.

Oberelbert:'Wir wurden mangelhaft infor­miert !

Bürgermeister Weyand aus Oberelbert verteidigte in einer Erklärung die Aussetzung des Gemeinde­ratsbeschlusses über die Zielplanung. Die Kreisver- waitung habe es versäumt, sie eingehend über die Auswirkungen der Verwaltungsreform zu informie­ren. Es hätten die genauen Unterlagen gefehlt über die zukünftige Betreuung der Bürger, über entste­hende Unkosten und etwa auch die Aufgaben der zukünftigen Gemeindevertretung.

Bürgermeister Mangels entgegnete, die Lektüre der Verbandsgemeindeordnung hätte über alle Fragen, soweit dies heute schon möglich, Aufschluß gege­ben. Die Parteien hätten außerdem mehrere kom­munalpolitische Schulungsabende veranstaltet, bei denen jedoch niemals ein Mitglied der Gemeinde­vertretung Oberelbert anwesend gewesen sei. Be­schlüsse über Einzelheiten seien ja noch keineswegs zu fassen. Lediglich hätte festgestellt werden sollen, ob die vorgeschlagene räumliche Lösung für die einzelnen Gemeinden sinnvoll sei.

Gegen den Vorwurf, Montabaur werde vom Land­ratsamt mit Unterlagen über die einzelnen Gemein­den bevorzugt, verteidigte er sich damit, diese An­gaben habe er in der letzten Kreistagssitzung erfah­ren und seien öffentlich.

Schulden Montabaurs berühren nicht die andern

Mangels führte weiter aus. die Fragen .seines Bogens nach Satzungen, Haushalt, Gemeinderatszusammen­setzung, Müllplatz, Flächennutzungsplan und ähn­lichem seien allgemein in der Gemeinde bekannte Dinge. ,

Sie beinhalteten also keine Indiskretion, sondern seien als Vorsorge für ein sachliches Informations­gespräch gedacht.

Was die Verschuldung betreffe: Die selbständige Haushaltswirtschaft der einzelnen Gemeinden bleibe auch anschließend erhalten. Die Schulden Monta­baurs berührten also keineswegs die übrigen Gemein­den. Montabaur sei in der Tat mehr verschuldet als die meisten Nachbargemeinden, weil die Stadt An­lagen geschaffen habe, die sie dem Umland zur Ver­fügung stelle und die anderen Gemeinden noch fehl­ten. Allein für das gemeinsame Schulgelände habe . sie 5 Millionen Mark bezahlen müssen. Man müsse also mehr in die Tasche greifen als die einzelnen Gemeinden.

Was können die Einzelgemeinden jetzt schon klären ?

Mangels bat darum, die folgenden Punkte bereits jetzt in den einzelnen Gemeindeparlamenten zu klären :

1. Flächennutzungspläne

Für die Verbandsgemeindesei ein Flächennutzungs­plan aus einem Guß erforderlich. Trotz vorhandener Flächennutzungs- und Bebauungspläne müßten da­her bereits jetzt Überlegungen im Hinblick auf eine zukünftige Flächengemeinde getroffen werden. Die Umlandgemeinden Montabaurs seien jetzt schon von der Bezirksregierung angehalten, einen gemeinsa­men Flächennutzungsplan zu erarbeiten.

Z Müllproblem

Montabaur werde einen Beschluß fassen, die Müll­kippe am Himmelfeld nur noch für Erdabfälle offen­zuhalten und den Hausratsmüll zur Deponeutra nach Bannberscheid zu fahren. Die örtliche Müllabfuhr sei auf Dauer keine gute Lösung. Auch in dieser Hin­sicht müsse gemeinsam überlegt werden.

3. Bürgermeisterring Montabaur - Land

In Ergänzung oder an Stelle des bisherigen Bürger­meisterrings Süd müsse ein Bürgermeisterarbeitskreis für den gesamten Verbandsgemeinderaum Monta­baur gebildet werden.

4. Eine Mitgliedschaft im Kreisverkehrsverein sei für alle Gemeinden empfehlenswert.

Zum Abschluß einigte man sich, am 26. Juni zu ei­ner weiteren Aussprache zusammenzukommen.

EINBRUCH

MONTABAUR. Unbekannte Täter brachen in dem Neubau des Landratsamtes das Vorhängeschloß eines Werkzeugschrankes auf und entwendeten ein 25 m langes 3-adriges Elektro - Verlängerungskabel, schwarz, 7 Schraubzwingen und eine Holzwasserwaa-

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GOTTESDIENSTORDNUNG Woche v. 26.4. - 2.5. 70

Sonntag- 26.4.70 - Sa. 18.30 Samstagabendmesse als Sonntagsmes­se - Amt Ehel. Georg und Helene Meuer -

So. 7.00 1. Hl. Messe

9.30 Hochamt - Amt Maria Sabel , von der Nachbarschaft bestellt,

11.30 Letzte Vormittagsmesse 14.00 Andacht

18.15 Sonntagsabendmesse - Hl. Messe Frl. Maria Henritzi, vin Bek. bestellt, Montag- 27.4.70 -

6.30 Hl. Messe Eheleute Kotunski

7.10 Amt Paul Krecik

Dienstag- 28.4.70 - 7.00 Amt Robert Brach, v.d. Bediensteten des Sozial und Jugendamtes bestellt

Mittwoch - 29.4.70 -

7.10 J.A. Paul Hissen 8.00 Schulgottesdienst für das 5. Schuljahr Amt Ehel. Jak. Eschenauer

19.30 Pfarrabendmesse - 1. J.A. Ehel. Heinrich Rösch , Anneliese geb. Bahl -

Donnerstag - 30.4.70 -

7.10 Amt Hans Henritzi

8.15 Gemeinschaftsmesse d. Frauen und Mütter m. Ansprache - J.A. Josef Kunst -

Freitag- 1.5.70 - 8.00 1. J.A. Peter Henritzi

19.30 Feierliche Eröffnung der Maiandacht

Samstag - 2. 5.70 -

7.10 J.A. Ehel. Josef Pehl, Anna Maria geb. Trum -

17.00 Salve Andacht

18.30 Samstagabendmesse - 1. J.A. Josef ine Schneider

Sonntag- 5.5.70 - Gemeinschaftskommunfon der Frauen und Mütter

9.30 Hochamt - Amt Wilhelm Ehret v.d. Nach­

barschaft bestellt -

18.15 Sonntagabendmesse - Amt zu Ehren d.

Hl. Judas Thaddäus -

Beichtgelegenheit: Samstag von 16.00 - 18.30 und nach 20.30 Uhr.

Haben Sie schon Ihr

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Nachrichtenblatt "Rund um Montabaur" begrüßenswert

Nachdem der Primo-Verlag an ihn herangetreten sei, habe er vorgeschlagen, das Verbreitungsgebiet auf den ganzen Raum auszudehnen, um auch die Ereig­nisse und Sorgen der übrigen Gemeinden allgemein zugänglich zu machen, wozu die Tageszeitung in sol­chem Ausmaß ja nicht in der Lage sei. Die Entschei­dung zur Mitarbeit liege jedoch letztlich bei den eir »einen Gemeinden. Er halte jedoch nach den erster / V;öen die Herausgabe als durchaus geglückt.

GEBRÜDER

MONTABAUR, Bahnhofstraße 18, RUF 32 14

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