RUND UM MONTABAUR NR. 8/17/70/4
ZWEITES TREFFEN DER BÜRGERMEISTER RUND UM MONTABAUR
Probleme der Verbandsgemeinde rechtzeitig anpacken ! — Wichtige Verwaltungsaufgaben wurden besprochen.
Zu einem zweiten Arbeitstreffen hatte Bürgermeister Mangels die Bürgermeister der Gemeinden, die nach der Zielplanung des Innenministeriums die Verbandsgemeinde Montabaur bilden sollen, am Dienstagabend in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen.
Zusätzlich erschienen waren die Bürgermeister Eul- berg aus Boden und Metternich aus Großholbach, deren Gemeindevertretungen entgegen der Zielplanung einstimmig für einen Anschluß an Montabaur gestimmt hatten. Einige andere Bürgermeister hatten sich aus gesundheitlichen oder privaten Gründen entschuldigen lassen oder Hessen sich durch ihre Beigeordneten vertreten.
Anwesend waren außerdem die Montabaurer Fraktionsvorsitzenden Seul und Witte sowie ein Großteil der Oberelberter Gemeindevertretung.
Kein Gemeindeverband vor 1972
ln seiner Begrüßung brachte Bürgermeister Mangels zum Ausdruck, daß dieser Arbeitskreis noch in keiner anderen der geplanten Verbandsgemeinden im Westerwald existiere. Es gelte nun, die Zeit bis zur Bildung der Verbandsgemeinde sinnvoll zu nutzen. Die Fragebogen, die an die einzelnen Gemeinden gegeben worden waren, um allgemeine Informationen und ein Gesamtbild über diese zu erhalten, seien trotz Erinnerung aus den Gemeinden Eschelbach Holler, Oberelbert, Ruppach - Goldhausen und Großholbach noch nicht eingetroffen. Eine Gesamtauswertung sei daher noch nicht möglich. Es ließe sich jedoch erkennen, daß ein Zusammenschluß vor 1972 für die meisten Gemeinden nicht akzeptabel sei.
Oberelbert:'Wir wurden mangelhaft informiert !
Bürgermeister Weyand aus Oberelbert verteidigte in einer Erklärung die Aussetzung des Gemeinderatsbeschlusses über die Zielplanung. Die Kreisver- waitung habe es versäumt, sie eingehend über die Auswirkungen der Verwaltungsreform zu informieren. Es hätten die genauen Unterlagen gefehlt über die zukünftige Betreuung der Bürger, über entstehende Unkosten und etwa auch die Aufgaben der zukünftigen Gemeindevertretung.
Bürgermeister Mangels entgegnete, die Lektüre der Verbandsgemeindeordnung hätte über alle Fragen, soweit dies heute schon möglich, Aufschluß gegeben. Die Parteien hätten außerdem mehrere kommunalpolitische Schulungsabende veranstaltet, bei denen jedoch niemals ein Mitglied der Gemeindevertretung Oberelbert anwesend gewesen sei. Beschlüsse über Einzelheiten seien ja noch keineswegs zu fassen. Lediglich hätte festgestellt werden sollen, ob die vorgeschlagene räumliche Lösung für die einzelnen Gemeinden sinnvoll sei.
Gegen den Vorwurf, Montabaur werde vom Landratsamt mit Unterlagen über die einzelnen Gemeinden bevorzugt, verteidigte er sich damit, diese Angaben habe er in der letzten Kreistagssitzung erfahren und seien öffentlich.
Schulden Montabaurs berühren nicht die andern
Mangels führte weiter aus. die Fragen .seines Bogens nach Satzungen, Haushalt, Gemeinderatszusammensetzung, Müllplatz, Flächennutzungsplan und ähnlichem seien allgemein in der Gemeinde bekannte Dinge. ,
Sie beinhalteten also keine Indiskretion, sondern seien als Vorsorge für ein sachliches Informationsgespräch gedacht.
Was die Verschuldung betreffe: Die selbständige Haushaltswirtschaft der einzelnen Gemeinden bleibe auch anschließend erhalten. Die Schulden Montabaurs berührten also keineswegs die übrigen Gemeinden. Montabaur sei in der Tat mehr verschuldet als die meisten Nachbargemeinden, weil die Stadt Anlagen geschaffen habe, die sie dem Umland zur Verfügung stelle und die anderen Gemeinden noch fehlten. Allein für das gemeinsame Schulgelände habe . sie 5 Millionen Mark bezahlen müssen. Man müsse also mehr in die Tasche greifen als die einzelnen Gemeinden.
Was können die Einzelgemeinden jetzt schon klären ?
Mangels bat darum, die folgenden Punkte bereits jetzt in den einzelnen Gemeindeparlamenten zu klären :
1. Flächennutzungspläne
Für die Verbandsgemeindesei ein Flächennutzungsplan aus einem Guß erforderlich. Trotz vorhandener Flächennutzungs- und Bebauungspläne müßten daher bereits jetzt Überlegungen im Hinblick auf eine zukünftige Flächengemeinde getroffen werden. Die Umlandgemeinden Montabaurs seien jetzt schon von der Bezirksregierung angehalten, einen gemeinsamen Flächennutzungsplan zu erarbeiten.
Z Müllproblem
Montabaur werde einen Beschluß fassen, die Müllkippe am Himmelfeld nur noch für Erdabfälle offenzuhalten und den Hausratsmüll zur Deponeutra nach Bannberscheid zu fahren. Die örtliche Müllabfuhr sei auf Dauer keine gute Lösung. Auch in dieser Hinsicht müsse gemeinsam überlegt werden.
3. Bürgermeisterring Montabaur - Land
In Ergänzung oder an Stelle des bisherigen Bürgermeisterrings Süd müsse ein Bürgermeisterarbeitskreis für den gesamten Verbandsgemeinderaum Montabaur gebildet werden.
4. Eine Mitgliedschaft im Kreisverkehrsverein sei für alle Gemeinden empfehlenswert.
Zum Abschluß einigte man sich, am 26. Juni zu einer weiteren Aussprache zusammenzukommen.
EINBRUCH
MONTABAUR. Unbekannte Täter brachen in dem Neubau des Landratsamtes das Vorhängeschloß eines Werkzeugschrankes auf und entwendeten ein 25 m langes 3-adriges Elektro - Verlängerungskabel, schwarz, 7 Schraubzwingen und eine Holzwasserwaa-
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GOTTESDIENSTORDNUNG Woche v. 26.4. - 2.5. 70
Sonntag- 26.4.70 - Sa. 18.30 Samstagabendmesse als Sonntagsmesse - Amt Ehel. Georg und Helene Meuer -
So. 7.00 1. Hl. Messe
9.30 Hochamt - Amt Maria Sabel , von der Nachbarschaft bestellt,
11.30 Letzte Vormittagsmesse 14.00 Andacht
18.15 Sonntagsabendmesse - Hl. Messe Frl. Maria Henritzi, vin Bek. bestellt, Montag- 27.4.70 -
6.30 Hl. Messe Eheleute Kotunski
7.10 Amt Paul Krecik
Dienstag- 28.4.70 - 7.00 Amt Robert Brach, v.d. Bediensteten des Sozial und Jugendamtes bestellt
Mittwoch - 29.4.70 -
7.10 J.A. Paul Hissen 8.00 Schulgottesdienst für das 5. Schuljahr Amt Ehel. Jak. Eschenauer
19.30 Pfarrabendmesse - 1. J.A. Ehel. Heinrich Rösch , Anneliese geb. Bahl -
Donnerstag - 30.4.70 -
7.10 Amt Hans Henritzi
8.15 Gemeinschaftsmesse d. Frauen und Mütter m. Ansprache - J.A. Josef Kunst -
Freitag- 1.5.70 - 8.00 1. J.A. Peter Henritzi
19.30 Feierliche Eröffnung der Maiandacht
Samstag - 2. 5.70 -
7.10 J.A. Ehel. Josef Pehl, Anna Maria geb. Trum -
17.00 Salve Andacht
18.30 Samstagabendmesse - 1. J.A. Josef ine Schneider
Sonntag- 5.5.70 - Gemeinschaftskommunfon der Frauen und Mütter
9.30 Hochamt - Amt Wilhelm Ehret v.d. Nach
barschaft bestellt -
18.15 Sonntagabendmesse - Amt zu Ehren d.
Hl. Judas Thaddäus -
Beichtgelegenheit: Samstag von 16.00 - 18.30 und nach 20.30 Uhr.
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Nachdem der Primo-Verlag an ihn herangetreten sei, habe er vorgeschlagen, das Verbreitungsgebiet auf den ganzen Raum auszudehnen, um auch die Ereignisse und Sorgen der übrigen Gemeinden allgemein zugänglich zu machen, wozu die Tageszeitung in solchem Ausmaß ja nicht in der Lage sei. Die Entscheidung zur Mitarbeit liege jedoch letztlich bei den eir »einen Gemeinden. Er halte jedoch nach den erster / V;öen die Herausgabe als durchaus geglückt.
GEBRÜDER
MONTABAUR, Bahnhofstraße 18, RUF 32 14
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,u>u> plissiert
Teppich- u. Gardinen- Reinigung
Oberhemden- und Kittel-Dienst

