WELTGESCHEHEN
im Monat Dezember 1969
für Sie zusammengestellt durch VERLAG HANS SCHMID GMBH
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Deutscher Gemeindebote
Montag, 1. Dezember
Donnerstag, 11. Dezember
Montag, 22. Dezember
Die Gipfelkonferenz der europäischen Sechsergemeinschaft in Den Haag kommt mit der Darlegung der Grundsatzerklärungen am Eröffnungstag der Verhandlungsaufnahme mit Großbritannien näher. Bundeskanzler Brandt fordert die Partner auf, endlich Ernst zu machen und die beitrittswilligen Länder wissen zu lassen, daß sie schon bald mit der Aufnahme von Verhandlungen rechnen könnten.
Dienstag, 2. Dezember
Die EWG—Gipfelkonferenz beschloß, die Beitrittsverhandlungen Mitte 1970 beginnen zu lassen.
Mittwoch, 3. Dezember
Eine Abkühlung der heißen Konjunktur, die durch Überbeschäftigung und Preiswellen gekennzeichnet ist, erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Lage frühestens ab Sommer 1970.
Donnerstag, 4. Dezember
Die sieben Warschauer—Pakt—Staaten glauben, daß die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik „auf eine realistische Politik der Zusammenarbeit und der Verständigung unter den Staaten gerichtet ist."
Freitag, 5. Dezember
Tolldreiste Räuber erbeuteten bei einem Überfall auf einen Geldtransport im Odenwald eine halbe Million Mark.
Sonntag, 7. Dezember
Die Jungsozialisten wollen einen von der SPD
unabhängigen Kurs steuern.
Eine mögliche Sicherheitskonferenz zwischen Ost und West soll nach Auffassung von Bundeskanzler Brandt nicht durch Streitigkeiten zwischen Bonn und Ost—Berlin belastet werden.
Montag, 8. Dezember
Die Sowjetunion und die Bundesrepublik nehmen im sowjetischen Außenministerium Verhandlungen über den Austausch von Gewaltverzichtserklärungen auf.
Dienstag, 9. Dezember
Das Bundeswirtschaftsministerium will mit einem Bündel von Maßnahmen versuchen, die Flut von Preiserhöhungen einzudämmen, die gegenwärtig vollzogen werden oder angekündigt sind.
Mittwoch, 10. Dezember
Die Bundesregierung will mit Prag alsbald ein Gespräch über die Regelung der beiderseitigen Beziehungen auf nehmen.
Ein südkoreanisches Flugzeug mit 51 Menschen an Bord wurde nach Nordkorea entführt.
Freitag, 12. Dezember
Griechenland erklärt unter dem Druck der Mehrheitsmeinungseiner europäischen Partner den Austritt aus dem Europarat.
Die Kriegsopferrenten werden vom Januar 1970 an spürbar erhöht.
Samstag, 13. Dezember
Als „verbrecherische Anschläge" bezeichnet der Berliner Regierende Bürgermeister Schütz drei neue Sprengstoffanschläge.
Ulbricht bleibt bei seiner harten Formel nach Anerkennung der DDR durch Bonn.
Montag, 15. Dezember
Der entmachtete ehemalige tschechoslowakische Parteichef Alexander Dubcek wird Botschafter seines Landes in der Türkei.
Die wegen sechsfachen Mordes in Griechenland zum Tode verurteilten Deutschen Duft und Bassenauer wurden hingerichtet.
Dienstag, 16. Dezember
Die drei Westmächte fordern in gleichlautenden Noten den Kreml zur baldigen Aufnahme von Viermächteverhandlungen über die rechtlich-politische Situation Berlins und den freien Zugang zu dieser Stadt auf.
Mittwoch, 17. Dezember
Der Bund wird die Hälfte der Olympiakosten tragen.
In Bonn wird zum zweitenmal eine Leber verpflanzt.
England schafft die Todesstrafe ab.
Donnerstag, 18. Dezember
Der DDR—Staatsratsvorsitzende Ulbricht schreibt an Bundespräsident Heinemann einen vertraulichen Brief. Der Bundespräsident antwortet umgehend.
Freitag, 19. Dezember
Derehemalige Bundesfinanzminister Rolf Dahlgrün (FDP) stirbt mit 61 Jahren.
Der 38 Jahre alte Constantin Freiherr Heere- man von Zuydtwyck wird neuer Präsident des Bauernverbandes.
Sonntag, 21. Dezember
Der Inhalt des Ulbrichts—Briefs wird bekannt: Er fordert darin „gleichberechtigte Beziehungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik".
Der europäische Ministerrat beschließt die künftige Finanzordnung der Gemeinschaft und deren schrittweise Demokratisierung durch erweiterte Kontrollrechte des Straßburger Europarates.
Die nordirische katholische Unterhausabgeordnete Bernadette Devlin, mit 22 Jahren die jüngste Unterhausabgeordnete, wird zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie während der diesjährigen Unruhen zum Landfriedensbruch angestiftet hatte.
Dienstag, 23. Dezember Bundeskanzler Brandt hält es für möglich, daß noch in oer ersten Januarhälfte erste Gespräche mit Ostberlin geführt werden.
Mittwoch, 24. Dezember
Die arabische Gipfelkonferenz in Rabaz scheitert, weil nicht alle Araberstaaten Truppen und Waffen für den Kampf gegen Israel bereitstellen wollen.
Donnerstag, 25. Dezember
ln New York werden einem Mann Herz und Lunge einer verstorbenen Frau eingepflanzt.
Paost r-aul VI. ruft die Menschheit zu Frieden, Aussöhnung und Brüderlichkeit auf. Bundeskanzler Brandt fordert die Bevölkerung zu ; .. i Nachbarschaft als Bürger wie als
Nation am'.
Aus der ?• nzösischen Hafen von Cherbourg verscn i oan fünf ursprünglich für Israel bestimmte Kanonenschnellboote.
Samstag, 27. Dezember
Die Kanonenschneiiboote passieren ohne Flagge und Namen die Straße von Gibraltar.
Montag, 29. Dezember
Auf den amerikanischen Vizepräsidenten Agnew wurde auf den Philippinen ein Bombenattentat verübt. Er blieb jedoch unverletzt.
Man rechnet mit der Ankunft der Kanonenschnellboote in Israel.
Dienstag, 30. Dezember
Bundespräsident Heinemann stellt in seiner Ansprache zum Jahreswechsel das gespannte Verhältnis zwischen den Generationen heraus und appeliert an das Verständnis der Älteren und an die Einsicht der Jugend.
31. Dezember
Die französische Regierung suspendiert zwei führende Generäle, die am Auslaufen der Schnellboote mitschuldig sind.

