Zuneigung, die er zu Puntila faßte, seinen Abschied nimmt.
Zu Laina, der Köchin, sagt er beim Weggehen: "Das Erwachen riskier ich lieber nicht. Heute nacht hat er sich so besoffen, daß er mir gegen Morgen versprochen hat, er wird mir die Hälfte von seinem Wald überschreiben, und vor Zeugen. Wenn er das hört, ruft er diesmal die Polizei. "
Mit diesem Stück, das im Jahre 1940 entstanden ist, hat Brecht versucht, die Gattung des Volksstückes, die für gewöhnlich als "'krudes und anspruchsloses Theater" angesehen wird, zu erneuern, Was ihn befähigte, dieses Ziel zu realisieren, war seine Fähigkeit, typische Szenen, wie sie an jedem Gutshof Vorkommen können, durch seine Sprache und seine Kunst, theatergerechte Situationen zu schaffen, in echte Poesie zu verwandeln.
Abonnements und Kartenvorverkauf: Städt. Verkehrsamt,
Rathaus Zimmer 8.
MASSNAHMEN UND
Möglichkeiten
ZUR INTENSIVIERUNG DES FREMDENVERKEHRS IM UNTERWESTERWALDKREIS Der Westerwald, insbesondere der Unterwesterwald, ist als Ferienland geradezu prädestiniert. Die herbe Landschaft mit ihren großen Waldungen, den zum Teil noch unberührten Tälern, den gut zu bewältigenden Höhen; vor allem aber die verkehrstechnische Lage zu dem Rhein-Ruhr- und dem Rhein- Main-Gebiet bieten natürlich und andere Vorteile, die dem interessierten Urlauber mit allen Mitteln einer zugkräftigen Werbung nahegebracht werden sollten. Eine Aufgabe, die leider in der Vergangenheit wohl nicht mit dem nötigen Nachdruck betrieben werden konnte. Das hat dazu geführt, daß der Westerwald insgesamt auf dem Fremdenverkehrssektor eindeutig abgerutscht ist. Andere Ferienlandschaften haben unseren Raum nach intensiver innerer und äußerer Werbung längst überrundet, obwohl sie landschaftlich keineswegs reizvoller sind. Im Gegenteil! (Beispiel: Teutoburger Wald).
Ein mit der Zeit leistungsfähiges Beherbergungsgewerbe , aufgeschlossene und vorausschauende, ja mutige Fremdenverkehrsfachleute und eine äußerst geschickte Werbung haben in anderen Gebieten eine positive Wandlung gebracht und zwar in einem Maße, daß man hier von einem Wirtschaftswunder durch den Fremdenverkehr spricht. Das ist nicht abwegig, wenn man bedenkt, daß schon für das Jahr 1965 der Umsatz des Erholungs- und Ferienverkehrs (ohne Passantenverkehr, Verwandtenbesuche und Camping) vom Institut für Fremdenverkehr in München auf 6,5 Milliarden Mark geschätzt wurde.
Es ist müßig, die Bedeutung des Fremdenverkehrs als nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor weiter zu untermauern. Vielmehr sollte in naher Zukunft eine Antwort auf die Frage gefunden werden, auf welche Weise unser Kreis als Fremdenverkehrsgebiet erschlossen und gleichzeitig richtig "verkauft" werden kann; ohne mit konservativen, schon liebgewonnenen altväterlichen Überlegungen und Weisheiten den Erfolg auf die Dauer zu gefährden oder gar zu verhindern. Ein Patentrezept für eine rasche, erfolgreiche Ankurbelung des Fremdenverkehrs gibt es sicherlich nicht, dafür spielen zu viele verschiedene Faktoren eine Rolle.
Gleichwohl würden, speziell auf unseren Raum bezogen, Gegebenheiten, Möglichkeiten und Maßnahmen auf dem .
Sektor des Fremdenverkehrs - auf einen Nenner gebracht - wohl wie folgt aussehen:
I. Gegebenheiten 1. Derzeitiges Angebot:
a) reizvolle Landschaft, gesunde Höhenlage, mildes ausgeglichenes Klima;
b) zahlreiche Pensionen und Hotelbetriebe verschiedener Kategorien, sowie kleiner Campingplätze;
c) Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Unterhaltung (Bäder, Kinos, Minigolfplätze, Reitställe, Wanderwege ect). ;
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d) gutes Straßennetz (Autobahn, Landstraßen aller Art).
2. Derzeitige Mängel und Nachteile:
a) zu wenig Hotel- und Pensionsbetriebe für hohe Ansprüche, nicht ausreichende Campingplätze;
b) keine großzügig und entsprechend durchorganisierten Fremdenverkehrs- bzw. Ferienzentren;
c) bei weitem nicht genügend Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, zu wenig Wasserflächen, keine geheizten Freibäder;
d) relativ schlechter Service auf allen Gebieten in den Gemeinden;
e) relativ ungünstige öffentliche Verkehrsmittel und gleichzeitig mangelnde Koordinierung und Abstimmung der Fahrpläne unter den Verkehrsbetrieben.
II. Möglichkeiten, Maßnahmen
1. Innere Werbung:
a) Allgemeine Maßnahmen
+ Erstellung einer Fremdenverkehrs- bzw. Marktanalyse;
+ Einflußnahme auf Beherbergungsbetriebe jeder Art und entsprechende Beratung in allen Fremdenverkehrsangelegenheiten (zunächst einmal in den Mitgliedsgemeinden);
+ Beratung und Unterstützung der Mitgliedsgemeinden bei der Dorfverschönerung und ähnlichen Aktionen;
+ Konkrete Zusammenarbeit mit den in Frage kommenden örtlichen und überörtlichen Vereinen, Organisationen und kulturellen Einrichtungen;
+ Kontaktaufnahme mit Verkehrsbetrieben, Behörden und Industriebetrieben (soweit der Fremdenverkehr in irgendeiner Form an gesprochen ist);
+ Einführung von Inclusivpreisen;
+ Klassifizierung aller Beherbergungsbetriebe.
b) Maßnahmen struktureller Art
+ Schaffung von ausgeprägten Fremdenverkehrszonen, die möglichst von Industrieansiedlungen sowie von Trassen für Autobahnbauten, Hochspannungsleitungen und Pipelines freigehalten werden sollten;
+ Errichtung von großen, mustergültigen Ferien- und Erholungszentren, vorbildlichen Pensions- und Hotelneubauten, Sanatorien und Kinderheimen; gleichzeitig bessere Ausnutzung der Vor- und Nachsaison;
+ Schaffung von Wintersporteinrichtungen (Eisflächen, Rodelbahnen ect).
c) Gästebetreuung
+ Erstellung von für den Urlauber notwendigen Freizeiteinrichtungen und Unterhaltungsmöglichkeiten (Ponnysta- tionen, Golfplätze, Fischteiche, Tennisplätze, Reitställe, geheizte Freibäder, Kinderspielplätze, Lesesäle, Kneippeinrichtungen, Hobbywerkstuben, Ferienfahrschulen ect);
+ Durchführung von Veranstaltungen aller Art unter Hinzuziehung von örtlichen und überörtlichen Vereinen (Bunte Nachmittage oder Abende, Konzerte) und von Rundfahrten durch den Westerwald;
+ Unterstützung und Gründung von Trachtengruppen und Trachtenkapellen, sowie anderen das Brauchtum des Westerwaldes pflegenden Gruppen;
+ Einführung eines besseren Service (vom Zubringerdienst für den Urlauber bis zum Verkauf der Sonntagszeitung);
+ Eröffnung einer zentralen Tourist-Informationsstelle mit Zimmervermittlung und angeschlossenem Reisebüro;
+ Herausgabe von besonderen Veranstaltungskalendern, Wanderführern und touristischen Hinweisen;
+ Herausgabe eines Gutscheinhteftes für Dauergäste (Gutscheine als besondere Vergünstigungen beim Besuch von Fremdenverkehrseinrichtungen).
2. Äußere Werbung:
a) Direkte Werbung
+ Herausgabe einer "Prospektfamilie" (Geschenkprospekt, Streuprospekt /"Folder", einfaches und originelles Werbe- und Erinnerungsprospekt);

