Ausgabe 
4.7.1969
 
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Rechnen Sie stets damit, daß alte Leute unsicher und lang­samer über die Straße gehen.

Achten Sie schließlich darauf, daß Sie an Straßenbahnen z.B. nur dann vorbeifahren, wenn sämtliche Türen ge­schlossen sind und sich keine Fahrgäste mehr auf der Fahr­bahn befinden.

Wer sich auf Fehler und Schwächen anderer Verkehrsteil­nehmer tolerant einstellt, wer diese Fehler und Schwächen - ohne auf seinem Recht zu bestehen - geschickt aus­gleicht, der zeichnet sich als guter Fahrer aus.

DAS TAL

Auf steilen Höhen Wälder thronen.

Von Sonnenseligkeit durchglüht, zum Tal hin wölben sie die schweren, vollen Kronen.

Talbuchten lauschend aufgeschlossen, tieffern in dunkler .Stille noch und fahl, ergeben ganz dem Laichten sich, dem großen,

Wo neben sanftgeschwungnen Wiesen tiefsatter Äcker Fluchten ziehn durchs Land, im weiten Grund buntfarben Blumen ssjirießen.

Am Wegekreuz die alte Mühle.

Der Bach geheimnisvoll, - doch sichres Bane}, zum Strom hineilend, zu dem fernen Ziele.

Walter Kalb

Verantwortlich für den Textsatz: Frau Rita Vieregg-Emden

^ SDeutfdjer 6emetnöebote

Der DEUTSCHE GEMEINDEBOTE erscheint wöchentlich. Bezug: Nur an Abon­nenten. Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom 1.1. 1964. Herausgeber und Chefredakteur: Hans Schmid. Verlagsleitung: Christa Frisch. Chef vom Dienst und Produktions­leitung: Folker Doss. Anzeigenleitung: Fritz Volz. Druckerei- und Versandlei­tung: Robert Loth.

Druck und Verlag: VERLAG HANS SCHMID GMBH 6689 Merchweiler/Saar, Telefon (06825) 5021, Telex 04 44 826 6236 Eschborn/Taunus, Telefon (061 96) 41004, Telex 04 15615 3501 Niederkaufungen, Telefon (05605) 2440, Telex 099703.

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WÜSTENROT-HILFE BEI 1 MILLION WOHNUNGEN

Feierstunde mit Bundeswohnungsbauminister Dr. Lauritzen im Kölner Gürzenich

Köln, 10.6.1969 - Die Bausparkasse GdF Wüstenrot kann auf einen bedeutsamen Abschnitt ihrer Arbeit zurückblicken. WüstenrotBau­sparverträge bildeten bei einer Million Wohnungen in der Bundesrepu­blik den Grundstock der Finanzierung. Diese ungewöhnliche Leistung eines einzelnen, dem Wohnungsbau dienenden Finanzierungsinstituts wird plastisch, wenn man bedenkt, daß mit Hilfe Wüstenrots fast 4 Millionen Menschen - das ist die Bevölkerung der Großstädte Köln, Hamburg und München ihre Wohnverhältnisse entscheidend zu ver­bessern vermochten. An Baugeldern hat die größte deutsche Bauspar­kasse seit der Währungsumstellung 21 Milliarden DM ausgezahlt. Ihren besonderen Akzent erhält diese Finanzierungsleistung dadurch, daß seit Jahren mehr als 85 % der finanzierten Wohngebäude als echte Eigentumämaßnahmen zu qualifizieren sind. Dieses neugebildete Eigen­tum befindet sich weit überwiegend im Besitz von unselbständig Be­schäftigten, deren Anteil bei den neu abgeschlossenen Verträgen in­zwischen über 75 v.H. erreicht hat.

Die millionste Wohnung, zu deren Finanzierung Wüstenrot beigetragen hat, wird in diesen Tagen in Widdersdorf bei Köln fertiggestellt. Aus diesem Anlaß fand am 10. Juni 1969 im Kölner Gürzenich eine Feier­stunde statt, zu der Finanzminister a.D. Dr. Frank als Vorsitzender des Aufsichtsrats zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung begrüßen konnte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Festansprache des Bundesministers für Wohnungswesen und Städtebau, Dr. Lauritzen, der die große wohnungs und wirtschafts­politische Bedeutung des Bausparens würdigte. Außerdem sprachen zu den Gästen der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kommunal­politik, Raumordnung, Städtebau und Wohnungswesen, Dr. Hesberg, der nordrheinwestfälische Wohnungsbauminister Dr. Kohlhase und der Kölner Oberbürgermeister Burauen.

Im Rahmen dieser Kölner Veranstaltung stellte der Sprecher der WüstenrotGeschäftsführung, Walter Engiert, auf die bisherige Ent­wicklung zurückblickend, heraus, daß die älteste Bausparkasse des Kontinents mit 1,5 Mio. Bausparverträgen und einer Bilanzsumme von fast 7,4 Milliarden DM ihre führende Position im deutschen Bausparen behauptet hat. Dabei reichen die finanzierten Objekte inzwischen vom Einfamilienhaus über die Eigentumswohnung, deren AnteiL stetig zu­nimmt, bis zum Wohnhochhaus mit Mietwohnungen. Auch die Bereit­stellung von Mitteln für andere wohnungswirtschaftliche Zwecke -, wie Modernisierung und Schuldablösung, hat zunehmende Bedeutung erlangt. Das Kreditangebot der Bausparkasse beschränkt sich auch nicht mehr ausschließlich auf das klassische Bauspardarlehen: In der jüngsten Vergangenheit haben neuartige Finanzierungsprogramme, die allen individuellen Wünschen gerecht werden, erheblich an Gewicht gewon­nen. Insbesondere der WüstenrotVerbundkredit, der eine kosten­günstige, während der Laufzeh des Bauspardarlehens nicht zu tilgen­de. I. Hypothek einschtieße, erfreue sich großer Beliebtheit.

Auf die Sparförderung eingehend, begrüßte Direktor Engiert die in letzten Tagen durch die zuständigen Bundestagsausschüsse in Berlin ge­faßten Beschlüsse über ein Sofortprogramm zur Vermögensbildung, das stärkere Sparhilfen für einkommensschwächere Bürger zum Ziele hat. Gleichzeitig mahnte er aber, im Blick auf die Überlegungen für ein langfristiges Programm zur Verbesserung der Vermögensbildung, dem Individu'aleigentum an Haus und Wohnung den ihm nach seinen beson­deren Vorzügen gebührenden Platz auch künftig einzuräumen.

Anläßlich der Fertigstellung der einmillionsten Wohnung, die mit Wüstenrot finanziert wurde, hat die Bausparkasse der nach dem Pionier des Bausparwesens und ihrem Gründer benanntenGeorgKropp- Stiftung" eine Million DM zur Verfügung gestellt. Aufgabe dieser Stiftung ist es, bedürftige oder kinderreiche Bausparer bei der Errei­chung ihres Sparzieles und der Erhaltung ihres Eigentums zu unter­stützen und den Bau von Altenheimen zu fördern. Die Bausparkasse entspricht damit dem Grundgedanken ihres Gründers, der sein Werk als Selbsthilfe verstanden wissen wollte.

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