Ausgabe 
16.5.1969
 
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dann, nachdem der Lauf sich wieder nach Süden ge­wandt hat, auf etwa 10 v.T. herabzusinken. Diese Lauf­veränderung verdankt zum Teil ihren Ursprung der je nach den Gesteinen verschiedenen WiderstandsfähigReit der Höhenrücken. Denn nachdem der 'Bach von Monta­baur herkommend die Tonschiefer und Grauwacken der oberen Koblenz-Schichten etwa bei der Marauer Mühle durchbrochen hat, wird er durch die hier wohl härteren unteren Koblenzschichten (diesen folgend) nach Norden gedrängt, bis er dann wieder unterhalb Wirzenborn die alte Richtung einnimmt. Immerhin bleibt die Erklärung der -Taufveränderung schwierig. Denn die fast bis zur Lahn anhaltende Reihe jetzt allerdings nicht mehr zu­sammenhängenden Ablagerungen tertiärer Gerolle und Sande, welche mit denjenigen am Himmelfeld begin­nend, dann über den Roßberg und den Rücken zwischen Reckenthal und Untershausen fortsetzt, scheint auf eine alte Verbindung zwischen dem Montabaurer Becken und demjenigen von Limburg hinzudeuten. Dieser ehemalige Wasserlauf ging dem jetzigen Ahrbach und dem nach dessen Einmündung dieselbe südliche Richtung nehmen­den Gelbach parallel, erreichte aber beim Austritt aus dem Unterwesterwald sich mehr nach Osten wendend die Lahn in der Gegend von Diez.

Das Profil dicht unterhalb Reckenthal zeigt wieder das steilere Gehänge des der konkaven Seite des Fluß­laufes zugekehrten Geländes, während dasjenige ober­halb Bladernheim hierüber keinen Aufschluß gibt, was allerdings mit der verschiedenen Widerstandsfähigkeit des die Talwände bildenden devonischen bzw. basal­tischen Gesteins Zusammenhängen mag.

. Fritz Loos

KENNEN SIE MONTABAUR?

Ein kleines Heimat-Quiz

Fragen;

1. Wie heißen die beiden evangelischen Kirchen in Montabaur?

2. Wo sind die Krankenwagen des Roten Kreuzes stationiert ?

3. Wo befindet sich in Montabaur eine Niederschlags- Meßstelle?

4. Welche Hausnummer hat das Rathaus?

5. Welche Montabaurer Straße., die keine Einbahn­straße und keine Sackgasse ist, kann trotzdem nur dann in der Gegenrichtung befahren werden, wenn man in ihr wendet.

PRELUDE

Plötzlich Früchlicht zieht die Kreise, strahlt ein Vogelruf zur Sonne, zeichnen Bäume zager -Reise Schattenschrift auf grüner Wonne.

Schüchtern streift der Ruch der Erde Krokus schon zu unsern Füßen.

Lodernd will in Glücksgebärde sich der Blütenbrand ergießen.

Lichtdurchschleiert schweben Stunden, aus dem Traum ins Sein zu reifen,"

Jede hat den Quell gefunden, um als Lied zum Licht zu greifen.

Walter Kalb

"SCHIMPFE DICH

ERST SELBST

Zehn Gebote für Autofahrer - vor 35 Jahren aufgestellt

Vor 35 Jahren trichterte man den Fahrschülern weniger Paragraphenwissen als vernunftgemäße Fahrregeln ein. Damals legte man mehr Wert darauf, den Anwärtern auf den Führerschein das Autofahren beizubringen. Es gab weit weniger Autos und Verkehrsregeln. Die Polizei kümmerte sich nicht um das Parken, sondern befaßte sich mit dem Schutz der Bürger und der Verbrecherjagd. Fahrschüler brauchten damals keine Fragebogen auszu­füllen. Es genügten die nachfolgenden zehn Gebote für Kraftfahrer. Sie mußte man beherzigen;

1. Fahre nur so schnell, daß du ohne Risiko für dich und andere heil ans ziel kommst. Am schnellsten kommt voran, wer sicher fährt.

2. Die Straße ist keine Rennpiste. Im Berufsverkehr gibt es keine Preise und Pokale zu gewinnen.

3. Fahre sportlich, daß. heißt mit Beherrschung. Laß dich nicht auf einen Wettkampf mit den Pferdestärken des anderen ein. Fahre mit Anstand und Verstand.

4. Wenn du schlecht aufgelegt bist, bleibe lieber zu Hause. Wohlbefinden steigert das Gefühl der Sicherheit. Schimpfe immer erst dich selbst einen Trottel^ bevor du auf Fußgänger oder andere Autofahrer wütend wirst. Hast Du eine Dummheit begangen, so gehört es sich, sich beim anderen mit Worten oder Gesten dafür zu entschuldigen.

5. Fahre diszipliniert und immer so, als wärest du dein eigener Fahrgast. Deine Mitreisenden werden es dir danken.

6. Sei jeden Augenblick auf eine plötzlich auftauchende Gefahr bedacht. Gefahren drohen nicht nur in Kurven und hinter dem nächsten Häuserblock, sondern auch von spielenden Kindern oder alten Leuten. Am meisten Ge­fahr droht dir auf einsamer und schnurgerader Straße.

7. Du fährst bestimmt nicht besser als viele andere.

8. Denk beim Fahren an nichts anderes als ans Fahren. Nimm deine Sorgen nicht ins? Auto mit. Fahre nüchtern und bewußt.

9. Bestehe nicht auf deinem Recht. Gib lieber einmal nach

10. Fahre stets nur den die gemäßen Stiefel.

HAUSMITTEILUNG

Der Deutsche Gemeindebote begrüßt seinen neuesten Leserkreis, welcher durch die Teilerweiterung seiner Untertitelausgaben in der Gemeinde Winkel gegründet wurde.

Wir freuen uns, daß unsere neu hinzugekommenen Leser durch die Abonnierung des Deutschen Gemeindeboten zu einer aufschlußreichen Informationsquelle gegriffen haben.

Verantwortlich für die Gestaltung Frau A. Fichtner

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