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WELTGESCHEHEN
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im Monat April 1969
für Sie zusammengestellt durch VERLAG HANS SCHMID GMBH
Deutscher Gemeindebote
Dienstag, 1. April
Neue antisowjetische Demonstrationen bringen die Tschechoslowakei in eine äußerst schwierige Lage. Die sowjetischen Besatzungstruppen drohen einzugreifen. Die Sowjetunion erzwingt eine Säuberungswelle.
Gründonnerstag, 5. April
Kanada will seine NATO—Verpflichtungen abbauen und die in Westeuropa stationierten Truppen vermindern.
Die nigerianischen Truppen beginnen mit einem Großangriff auf Biafra.
Dienstag, 15. April
Ein viermotoriger Fernaufklärer der amerikanischen Marine mit 31 Mann an Bord wird auf einem Erkundungsflug über der Japanischen See von der nordkoreanischen Luftabwehr abgeschossen.
Mittwoch, 16. April
Mord und Völkermord sollen zukünftig nicht mehr verjähren.
Donnerstag, 24. April
Wegen schwerer Unruhen wird der Libanon unter den Ausnahmezustand gestellt.
Die Hauptwasserleitung von Belfast (Nordirland) wurde von Unbekannten gesprengt. Dadurch ist die Wasserversorgung der Stadt bedroht.
Ostern, 7. April
An den Ostertagen herrscht sommerliches Wetter. Auf den Straßen und in den Ausfluggebieten herrscht Rekordbetrieb. Der Reiseverkehr fordert jedoch 153 Menschenleben.
Einen außerordentlichen Parteitag hält die SPD in Bad Godesberg ab.
Die deutsche Fußball—Nationalelf spielt gegen die Schotten 1:1.
Donnerstag, 17. April
Freitag, 25. April
Staatspräsident de Gaulle beschwört sein Volk, dem Referendum für eine Dezentralisierung der Verwaltung zuzustimmen. Andernfalls wird er zurücktreten.
Dienstag, 8. April
Stundenlange heftige Kämpfe zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn vergrößern die Gefahr eines neuen Krieges im Nahen Osten.
Der slowakische Parteichef Husak löst Alexander Dubcek an der Spitze der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei ab.
Die Bundesbank erhöht den Diskontsatz von drei auf vier Prozent.
Freitag, 18. April
Samstag, 26. April
Drei Monate nach dem Überfall auf das Bundeswehr—Munitionsdepot in Lebach werden zwei dringend der Tat Verdächtigte verhaftet.
Mittwoch, 9. April
Zur 20. NATO—Konferenz kommen in Washington die Außenminister der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Bundesrepublik zusammen. Präsident Nixon stellt der Nato auch eine soziale Aufgabe im Bereich ihrer Mitgliedsländer.
Donnerstag, 10. April
Der hessische Ministerpräsident Zinn ist schwer erkrankt.
Die NATO ist bereit, die Budapester Vorschläge der Warschauer Paktstaaten für eine europäische Sicherheitskonferenz zu prüfen.
Die Tschechoslowaken reagieren resigniert auf die Ablösung Dubceks.
Die Bundespost will eine 5—DM und eine 20—DM—Briefmarke herausgeben.
Samstag, 19. April
Präsident Nixon wird künftige Angriffe auf amerikanische Nachrichtenschiffe oder —flug- zeuge mit drastischen Vergeltungsschlägen ohne vorherige Warnung beantworten.
Montag, 21. April
Tschechoslowakische Studenten streiken wegen des Wechsels in der Parteiführung.
Sonntag, 27. April
Die Ära Charles de Gaulles geht zu Ende.Mit knapper Mehrheit verwirft das französische Volk das Referendum, das der General zu einer persönlichen Vertrauensfrage gemacht hat.
Montag, 28. April
Präsident de Gaulle tritt zurück. Eine weltweite Währungsspekulation setzt ein. Eine Abwertung des Franc und eine Aufwertung der DM werden für möglich gehalten.
Freitag, 11. April
ln Amerika wurden Herz und Lunge eines Verstorbenen erstmals für eine spätere Transplantation konserviert.
Samstag, 12. April
ln Essen findet der 1. Parteitag der Deutschen Kommunistischen Partei statt.
Montag, 14. April
Über die Tschechoslowakei finden Ostblock— Luftmanöver statt.
Dienstag, 22. April
Die F.D.P. präsentiert ihre Wahlplattform. Sie bildet die Grundlage für mögliche Koalitionsverhandlungen.
Die israelische Luftwaffe zerstört zwei Radarstationen in Jordanien.
Mittwoch, 23. April
Der Bundestag billigt mit großer Mehrheit die Finanzreform.
Dienstag, 29. April
Georges Pompidou, bis zum Sommer 1968 de Gaulles Premierminister, bewirbt sich um das höchste Staatsamt in Frankreich.
An der Frankfurter Universität kommt es zu Unruhen.
Mittwoch, 30. April
Der Irak erkennt die DD R an.
Fünf Angehörige des Malteser—Hilfsdienstes gerieten in die Gefangenschaft der Vietkong.

