durch Verkehrsunfälle erleidet.
1. Die Mittel des Vereins wurden im Jahre 1968 wiederum überwiegend verwendet. Die Beschaffung der Verkehrslehrmittel für Kindergärten und Volksschulen wurde zum Abschluß gebracht. Für jeden der über 70 Kindergärten wurde ein Handpuppenspiel beschafft. Damit verfügt jeder Kindergarten über eine Lehrmittelkollektion bestehend
aus einer Kiste mit Verkehrsspielzeug, einem Wandfries und einem Puppenspiel.
In den Monaten Januar und Dezember 1968 wurden wiederum 17 Verkehrszimmereinrichtungen an Schulen vergeben. Mit Unterstützung des VW-Werkes und des VW-Handels wurden etwa 700 Exemplare eines Lehrmittels für das
2. /3. Schuljahr (Stückpreis 5,65 DM) sowie 3 000 Arbeitshefte hierzu angeschafft. Die Bildstellen der 4 Landkreise des Bezirks erhielten kostenlos die vorzüglichen Lehrfilme der Pamfi-Serie zum Verleih an die Grundschulen. Gleichzeitig wurde die Lehr mit telbeschaffung
für weiterbildende Schulen in Angriff genommen. Sie soll 1969/70 zum Abschluß gebracht werden.
Der Gesamtwert der in 3 Jahren beschafften Lehrmittel beträgt etwa 100 000,-- DM.
Die Schulverbände Westerburg und Wirges haben Verkehrsschulgärten eingerichtet, so daß nunmehr 3 solcher Anlagen zur Verfügung stehen.
Nach den Feststellungen des Jugendwerkes der Deutschen Shell, die einen erheblichen Teil der Einrichtungen der Verkehrsschulgärten gestiftet hat, war der Lehrbetrieb im Verkehrsgarten Bad Marienberg wieder in organisatorischer und pädagogischer Hinsicht besonders vorbindlich gestaltet.
Der Verein hat für die Neueinrichtung und den Betrieb der Verkehrsgärten im vergangenen Jahr über 15 000,-- DM ausgegeben. Er wird sich künftig an den hohen Folgekosten, die dieses aufwendige Lehrmittel verursacht, stärker beteiligen müssen.
Der Verein kann die Schulverbände nicht zum Bau derart kostspieliger Anlagen - der finanzielle Wert eines Verkehrsschulgarten liegt zur Zeit zwischen 130 000,-- DM und 150 000,-- DM - animieren, ohne ihnen bei der Aufbringung der Betriebskosten, die bis zu 6 000,-- DM betragen, behilflich zu sein.
II. Mit Unterstützung der Kreisschulämter, der Obleute für Verkehrserziehung sowie der Polizei wurden 4 900 Kinder aus dem 5. bis 8. Schuljahr einer theoretischen Radfahrprüfung unterworfen. In den Verkehrsschulgärten wurden weiter etwa 600 praktische Radfahrprüfungen abgenommen. Sämtliche Kinder des 9 Schuljahres der Volksschule Hillscheid erwarben den Führerschein der Klasse V, der lihnen mit Vollendung des 16 0 Lebensjahres ausgehändigt wird. Der Prüfungsingenieur des Tech. Überwachungsvereins zeigte sich beeindruckt von den verkehrsrechtlichen Kenntnissen der Kinder.
III. Vor den Oberstufen der Gymnasien Montabaur und Marienstatt referierte der bekannte Verkehrsmediziner Prof. Dr. Luff vom gerichtsmedizinischen Institut der Universität Frankfurt über verkehrsmedizinische Fragen.
IV. Mit Unterstützung der Polizei wurden wiederum 120 Schülerlotsen ausgebildet. Das vergangene Jahr hat mit aller Deutlichkeit gezeigt, daß diese jungen Helfer für die Sicherung des Schulweges unentbehrlich sind.
V. In allen Kindergärten des Bezirks wurden durch sorgfältig ausgesuchte Polizeibeamte je 4 Unterrichtsstunden abgehalten.
Dieser, bereits in den vergangenen Jahren durchgeführte Unterricht, hat sich hervorragend bewährt. Durch Befragung von Eltern und Kindergärtnerinnen konnte festgestellt werden, daß gerade dieser Unterricht die Kinder besonders nachhaltig beeinflußt.
VI. Die verkehrspädagogische Ausbildung der Lehrer und Kindergärtnerinnen wurde fortgesetzt. Für Obleute der Verkehrserziehung an Volksschulen wurden 5 Tagungen durchgeführt. 8 Fortbildungsleitern für Junglehrer sowie 7 Kindergärtnerinnen wurde die Teilnahme an einem verkehrspädagogischen Seminar der Verkehrsakademie Bernried am Starnberger See ermöglicht.
VII. Die dem Verein angehörenden Richter und Amtsanwälte haben im vergangenen Jahr 55 Doppelstunden Verkehrsunterricht an den Oberstufen der weiter bilden den Schulen erteilt.
In erheblichem Umfang haben die dem Verein verbundenen Ober beamten der Polizei Verkehrsunterricht in den Unterstufen der Gymnasien, an Realschulen und Berufsschulen erteilt.
Vereinsmitglieder haben im Rahmen der Erwachsenenverkehrsausbildung 49 Abendveranstaltungen durchgeführt, bei denen eine Reihe Verkehrsfilme vorgeführt werden konnten. Dabei konnten etwa 8 000 bis 10 000 Kraftfahrer angesprochen werden. In den Garnisonen Diez, Montabaur und Westerburg hat der Verein Verkehrserziehungswochen gehalten, an denen etwa 5 000 junge Soldaten teilgenommen haben.
VIII. Die Aktion zur Auszeichnung bewährter Kraftfahrer wurde fortgesetzt. Insgesamt wurden 238 Kraftfahrer für unfallfreies Fahren ausgezeichnet. Die Auszeichnungen wurden in 6 attraktiv durchgeführten Abendveranstaltungen vergeben.
IX. Das Seh- und Reaktionstest gerät war im Jahre 1968, abgesehen von den Sommermonaten, ständig im Einsatz.
Es wurden etwa 6 000 Personen getestet. Das empfindliche Gerät hat durch den ständigen Transpbrt inzwischen so gelitten, daß es im Herstellerwerk gründlich überholt werden muß.
X. Mit Hilfe der Polizei wurden wiederum im vergangenen Jahr beachtliche Mengen von Aufklärungsschriften verteilt;
5 000 Exemplare "Liebe Eltern", eine Anleitung zur Kinderverkehrserziehung.
1000 Exemplare "Alte Menschen im Straßenverkehr"
4000 Exemplare der Zeitschrift "Deutsche Verkehrswacht" an Soldaten der Bundeswehr 250 Exemplare "Sicherung von Baustellen" an Tief.bauunternehmer und Behörden
20 000 Exemplare des Bußgeldkataloges für Verkehrs-Ordnungs Widrigkeiten, die der Verein auf seine Kosten in Druck gelben hat.
2000 Exemplare der vom Verein herausgegebenen Schrift über die Kinderunfälle des Bezirks im Jahre 1967.
XI. Mit Erfolg wurde eine Beleuchtungswoche durchgeführt. Bei Polizeikontrollen wurde festgestellt, daß immerhin 25 <%> der Fahrzeuge die Prüfplakette der Beleüchtungswoche führten.
XII. Die verkehrskundliche Weiterbildung der Mitglieder sowie Angehöriger von Berufsgruppen, die dem Verkehr besonders verbunden sind, wurde fortgesetzt durch;
a) Studium der im Jahre 1967 in Oberbayern durchgeführten /eVerkehrsaktion "Nr. Sicher";
b) eine Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Luff, Frankfurt
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