Ausgabe 
24.1.1969
 
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AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN

Hallenbad Montabaur

Der für die Verbesserung der Ausstattung und die an­schließende Generalreinigung des Hallenbades Montabaur vorgesehene Zeitraum muß um eine Woche verlängert werden.

Der Termin für die Wieder-Eröffnung wird auf Dienstag, den 4.2.1969 verlegt.

Montabaur, den 20.1.1969

Stadtverwaltung Montabaur gez. Mangels Bürgermeister

Rentenzahlungen

Beim Postamt Montabaur werden die Renten für den Monat Februar 1969 wie folgt ausgezahlt;

Versorgungsrenten; 28.1.1969, Schalter 1 v. 9.00-11,00

Uhr.

Versicherungsrenten; 29. 1.1969, 1. Zahlung (Nur Arbeiter-Renten bis Kennzahl 4999).

Versicherungsrenten; 30.1.1^969, 2. Zahlung

(Nur Arbeiter-Renten ab Kennzahl 5000 und alle anderen

Versicherungsrentenarten).

Zahlzeiten für Versicherungsrenten; Schalter 4 von 8,00 - 11,00 Uhr.

ALLGEMEINES

Kennen Sie Montabaur?

Antworten zum Heimat-Quiz

1. Die Montabaurer Gemarkung umfaßt 20,15 qkm.

2. Die Autobahn führt ziemlich genau von West nach Ost an Montabaur vorbei.

3. Der neue Schuttabladeplatz befindet sich im Distrikt "Am alten Galgen".

4. Am alten Amtsgericht befindet sich die Jahreszahl 1669.

5. Die "von-Orsbeck-Straße liegt im Distrikt Wolfche's- bitz und verbindet die Elgendorfer Straße mit der Mons- Tabor-Straße.

Sie ist benannt nach dem Trierer Erzbischhof Johann Hugo von Orsbeck (1676-1711), der das Schloß renovierte und vergrößerte.

Strahlender Glanz

über unserem Montabaurer Gymnasium Am 6. Jan. 1969 wurde der aus Horhausen/Ww. stammen­de Bischof von Münster Dr. Joseph Hoeffner zum Erzbischof und Nachfolger des Kölner Kardinals Dr. Joseph Frings ernannt. In Erzbischof Dr. Hoeffner erlebte unser altes Montabaurer Gymnasium zum dritten Mal, daß einem seiner ehemaligen Schüler die Würde eines Bischofs ver­liehen wurde. Erzbischhof Dr. Hoeffner war 1919 in die Quarta der Montabaurer Schule eingetreten; er verließ sie 1922 als Untersekundaner, um nach Trier überzusiedeln. Der Abgangsvermerk des Montabaurer Gymnasiums lautete; "wegen Teuerung". Damals trieb in Deutschland die In­flation ihrem Höhepunkt entgegen. Der Einmarsch der Franzosen in das Ruhrgebiet stand bevor. Die Frequenz auch des Montabaurer Gymnasiums sank im Zeichen der allgemeinen Zeitverhältnisse fast unaufhaltsam zu einem Tiefpunkt ab.

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Vor Erzbischof Dr. Hoeffner waren folgende Schüler des Montabaurer Gymnasiums Bischöfe geworden; der am 3.10. 1873 in Lindenholzhausen geborene Dr. Antonius Hilfrich, Montabaurer Abiturient 1892, Bischof in Limburg von 1930 bis 1947, und Dr. Joseph Freisberg, Abiturient 1892, Bischof in Limburg von 1930 bis 1947, und Dr. Joseph Freisberg, Abiturientia 1902; er wurde 1953 Weihbischof in Erfurt. Zur Würde eines Bischofs in Limburg rückte auch der von dem Montabaurer Gymnasium kommende, in Eltville/Rh. geborene frühere Gymnasial-Oberlehrer und kath. Religionslehrer Dr. Augustinus Kilian auf; er wurde Domkapitular und war von 1913 bis 1930 Bischof in Lim­burg. In seiner Amtszeit wurde die Diözese Limburg, die früher zur Oberrheinischen Kirchenprovinz gehört hatte, der Kölner Kircheprovinz zugewiesen.

In Erzbischof Dr. Hoeffner wurde nunmehr nach Kardinal Frings der Nachfolger in der Leitung dieser bedeutenden Kirchenprovinz berufen.

Mit Montabaur auf betont herzliche Art verbunden war auch der unvergeßliche Limburger Bischof Dr. Ferdinand Dirichs, der lange Zeit in Montabaur als Kaplan gewirkt hatte, 1947 Bischof wurde, aber schon 1948 tödlich ver­unglückte. Mit Montabaur verbindet die Herkunft von Ahnen den jetzigen Limburger Diözesanbischof Dr. Wil­helm Kempf.

Zur dem Montabaurer Gymnasium immer stark bezogen fühlte sich auch der kath. Theologe an der Universität Bonn, der Universitätsprofessor Dr. Wilhelm Neuß. Sein Vater war von 1876 bis 1883 Gymnasial Oberlehrer am Montabaurer Pennal. Wie oft hat Prof. Dr. Neuß auch als Universitätslehrer seine Verbundenheit mit seiner Ge­burtsstadt Mons Tabor festgestellt und betont!

Es darf noch vermerkt werden, daß, wie die früheren deutschen Kardinäle Dr. Michael Faulhaber/München und Dr. Konrad Graf von PreysHng/Berlin die amtierenden deutschen Kardinäle Dr. Joseph Frings/Köln, Dr. Julius Döpfner/München und Dr. Lorenz Jaeger/ Paderborn auch Erzbischof Dr. Joseph Hoeffner, wie die früheren Lim­burger Bischöfe Dr. Augustinus Kilian und Dr. Ferdinand Dirichs auch der amtierende Bischof Dr. Wilhelm Kempf Angehörige des Kartellverbandes katholischer deutscher Studentenvereine (KV) waren oder es sind.

Walter Kalb

Jahresbericht

der Bezirksverkehrs wacht Montabaur für das Jahr 1968

Das Jahr 1968 brachte für die Bezirks Verkehrs wacht Monta­baur entscheidende Fortschritte. Der Verein hat auf breiter Basis öffentliche Anerkennung gefunden. Er ist aus dem öffentlichen Leben der Kreise des ehemaligen Regierungs­bezirkes Montabaur nicht mehr hinwegzudenken. Dies ist der umfangreichen und unentgeltlichen Arbeit der Vereins­mitglieder zu danken, die nicht nur im organisatorischen Bereich tätig geworden sind, sondern dariiberhinaus selbst Verkehrsunterricht erteilt und Vorträge zur verkehrskund- lichen Weiterbildung abgehalten haben.

Aus dem Aufkommen der Verkehrswacht, aus Leistungen der Kommunen für Bau und Betrieb der Verkehrsschul­gärten sowie aus Zuschüssen des Landes ist im Jahre 1968 ein Betrag von etwa 250 000,-- DM im Vereinsbereich für Verkehrserziehung- und aufklärung ausgegeben worden. Dies ist nach 3-jähriger Vereinstätigkeit sicher ein be­achtlicher Erfolg. Dieser Betrag muß jedoch als sehr be­scheiden bezeichnet werden, wenn man ihn in Relation setzt zu den erheblichen Verlusten, die die Volkswirtschaft