Ausgabe 
13.12.1968
 
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Der von dem Provinzvikar P. Friedrich Stummel geweihten Grundstein legte im Auftrag des Kurfürsten von Trier in Gegenwart des Bürgermeisters und Stadtrats von Montabaur am 11. April 1668 der Oberamtskeller Johann Caspar Cham- pagnier (von 1653.-- .72 Keller in Montabaur, +,1672). Be­reits einen Monat früher, am 11. März, akkordierte der geistliche Vater (Syndikus) Johann Offheim (1) im Beisein des Guardians P. Arnold Thenarts mit dem Maurermeister Johann Eckert über den Bau des Klosters. Für die Rute Mauer­werk, " new lieh 16 schuh (1 Schuh = 30 cm) hoch und lang undt zwehn schuhen dick", sollte er 3 1/2 Reichstaler erhal­ten, dazu für je 8 Ruten 1 Malter Korn und l'/2 Ohm Bier. Bei diesem Akkord ging es um die Erweiterung der Hospi­talkapelle zu einer Kirche und um die Errichtung des Ost­flügels, der aber in diesem Jahr nur bis zum ersten Stock vorangetrieben wurde. Es war ein schwieriges Beginnen; da das Wasser des Stadtbaches den Maurern die Arbeit sehr er­schwerte. Lassen wir die Urkunde sprechen: "Der Grund­stein liegt im Küchenwinkel nach Osten in einer Tiefe von 12 Fuß. Die Herstellung des Fundaments bis zu einer Tiefe von 16 Fuß machte wegen des hervorquellenden Wassers be­sondere Schwierigkeiten. Es ist unglaublich, welche Mühe der Maurermeister Johann Eckert mit seinen Gesellen auf­gewandt hat, von denen ein Teil beim Ausschachten ein­fach davongelaufen ist. Hätten wir ihn nicht mit flehenden Bitten und mancherlei Versprechungen bei der Stange gehal­ten, so hätte er es aufgegeben und wäre mit den übrigen Gesellen ebenfalls fortgelaufen." (Übersetzung) - Alle Aus­gaben wurden von Herrn Offheim bezahlt, der mit dem Or­den am Ende des Jahres abrechnete.

Der Klosterflügel wurde, wie auch die später ausgeführten Bauten, aus Ziegelsteinen erstellt und war zu Ende des Jah­res 1669 vollendet. Zu diesem Bau waren auf Anordnung des Erzbischofs aus der Kellerei Montabaur 50 Reichstaler gezahlt worden.

Genaueres über die Baukosten erfahren wir nicht. Die Jah­resberichte von 1669 und 1670 geben nur unklare Angaben. Danach schuldete der Konvent dem geistlichen Vater des Klosters für gemachte Auslagen am 15. Mai 1669 - 126

Reichstaler 19 Albus und am 12.11,1670 noch 38 Reichs­taler 46 Albus. Der Maurermeister hatte bisher 80 Reichs - taler, 3 1/2 Malter Korn und eine Ohm Bier erhalten,* die endgültige Abrechnung stand noch aus. Der Backstein­macher hatte noch 14, der Maurer noch 30 Reichstaler zu fordern. Dem Schmiedemeister waren 52 Reichstaler ge­zahlt worden.

Das waren wohl nicht alle Schulden, die noch fällig wa­ren. Und neue entstanden; denn nun mußte an den Ausbau des errichteten Gebäudes gedacht werden, der weitere Geld­ausgaben notwendig machte. 1673 faßte das Provinzialkapi­tel den Beschluß, dem Kloster in Montabaur weitere 100 Reichstaler zur Deckung der Schulden zu überweisen. Doch war dies sicherlich nicht alles,- was die Provinz für den Klosterbau in Montabaur beisteuerte. Das ganze Vorhaben litt von Anfang an unter Geldmangel. Es fehlte der reiche Patron, der freigiebig in der Austeilung von Geschenken war.

Anmerkung

(1) Johann Offheim, geb. 1613 in Montabaur, Notar und Schöffe des Schöffengerichtes zu Montabaur, war ein sehr geachteter Mann. Die Urkunde von 1668 nennt ihn "nobilis et clarissimus D. Joannes Offheimb", den vor­nehmen und sehr angesehenen Herrn Johannes Offheim.

Von 1654 bis zu seinem Tode 1688 war er für das'Stift St. Florin in Koblenz im Bahne Montabaur Stiftschultheiß und Keller. Als geistlicher Vater des Klosters fungierte er von 1661 - 1688. Da der Franziskanerkonvent über keine Barmittel verfügen durfte, wurden die Gelder von einer

rechtsfähigen Person aus dem Volke verwaltet, die alle Rechtsgeschäfte des Ordens erledigte. Ihre Bestellung erhieh sie vom Papste. Der eigentliche Titel ist "Syndicus Ap os t 0 licus" oder geistlicher Vater. Er hatte Einsicht in die Ver­waltung der Almosen und mußte den Status mit unterschre ben.

Fortsetzung folgt

KENNEN SIE MONTABAUR ?

Ein kleines Heimat-Quiz

F r a_g_e_n_j_

1. Was liegt zwischen Rheinstraße und Moselstraße ?

2. An welcher Stelle ragt der Gemarkungsbezirk von Eschelbach am weitesten nach Montabaur hinein ?

3. Welche Friedhöfe gibt es in Montabaur ?

4. Wessen Büste steht im Eingangsraum der Volksschule in Montabaur ?

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Von Montabaur nach Welschneudorf

Vorbemerkung: Der nachfolgende Wandervorschlag ist einem - 55 Jahre alten Westerwälder Wanderführer entnom­men. Bei dem beschriebenen Dielkopf handelt es sich um denjenigen bei Welschneudorf. Er ist nicht mit dem eben­so interessanten Basaltkopf gleichen Namens südlich der B 49 zu verwechseln.

Auf der nach Ems und Koblenz führenden Straße bis zur Kreuzung mit der Straße Horressen - Niederelbert, diese nach links, nach 200 m von derselben nach rechts ab, durch den Wald zum 6,6 km entfernten Wolfs-Kirchhof (Straßenkreuzung), ach 1 km Bismarckhütte (Aussicht), zum 1,2 km entfernten Dielkopf, 478 m, dessen Besuch dringend empfohlen wird, weil er eine herrliche Rund­sicht bietet. Die Stadt Montabaur mit ihren Türmen und dem Schloß hebt sich aus dem Gesamtbild wirkungsvoll ab; der Rhein, die Eifelberge, das Siebengebirge, der Hunsrück, die Berge der Rheinpfalz, der Feldberg und der Westerwald in staffelförmiger Abstufung sind sichtbar. Leider mußte der Alexanderturm, der früher den Gesichts­kreis des Besuchers bedeutend erweiterte, der Baufällig­keit wegen niedergerissen werden. Die im Jahre 1882 vor-| genommenen Grabungen sind für den Besucher insofern vo( größter Bedeutung, als sie ihm einen klaren Einblick in die Lage der Basaltschichten verschaffen. Vor dem Diel­kopf sowie an dem ganzen Waldsaum der westlichen Ge­meindewälder zieht sich ein 2 m tiefer, uralter Graben, der kurtrierische Wildgr.aben, hin. Am Wegrande, am Fuße des Dielkopfes steht eine 5 m dicke Buche, die schon oft die Zielscheibe mancher Schützen gewesen ist. 200 m östlich feldeinwärts gelangt man zu den Schlacken! feldern. An diesen Stellen wurde früher oberirdisch gehütj tet. Die ausgegrabenen Eisensteine wurden hier geschmol­zen und ließen diese Schlacken entstehen. Die Eisenstein reste sind ein klarer Beweis für das Vorkommen von Erzei in dieser Gegend. Vom Dielkopf Fußpfad direkt nach 1 km Welschneudorf, Luftkurort, 413 m, 500 Einwohner, Welschneudorf wurde im 16. Jahrhundert von den Franzo­sen Lorenz und Uabonte gegründet. Das jetzige Schulhaus war früher ein kurtrierisches Jagdzeughaus. Über der ei­nen Eingangstüre der Westwand und auf der gegenüber­liegenden Ostwand befinden sich zwei mit Jagdemblemen geschmückte Wappen des Kurfürsten Georg von Schönborüi mit der Jahreszahl 1734. Nahe dem Ort, der ringsum von Buchen und Tannen bestandenen Höhen eingeschlossen ist. und eine geschützte, gesunde Lage hat, befinden sich dtf ausgedehnten, ca. 300 Morgen großen Fohlenweiden und Stallungen des Pferdezuchtvereins Montabaur. In diesen "Tiergärten" steht ein mächtiger Waldhüne, die "dicke

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