Ausgabe 
23.8.1968
 
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Entscheidung dürfte zu der erfreulichen Urlaubslektüre Wenigen gehören, die ihre Fahrt mit Hilfe eines Reise - L 0 der Reiseunternehmens gebucht haben und am Ferien- jel enttäuscht feststellen müssen, daß das Quartier statt der angepriesenen Gegend an einer Hauptverkehrsstraße wt, keine Fernsicht, sondern ein Lichtschachtidyll jetet und keineswegs das bestellte Bad besitzt, wohl aber , n vereinbarten Preis oder noch mehr Kosten.

Je: bisher als erboster Feriengast vom Reiseveranstalter pilfe verlangte, der wurde meist auf die von ihm der Buchung durch Unterschrift anerkannten allgemei- ;n Vertragsbedingungen des Gewerbes verwiesen.' Dort ißt es regelmäßig dem Sinne nach; er Veranstalter tritt nur als Vermittler zwischen dem Ur- tuber und dem Hotel auf und übernimmt keinerlei Ga- itie für die vereinbarten Leistungen.

mgegenüber hat sich das Berliner (Bericht jetzt auf fol­gen Standpunkt gestellt:

r Reiseveranstalter ist trotz seiner Vetragsklausel id der Unterschrift des Kunden mehr als ein Makler, wird dafür bezahlt, daß er einen Erfolg herbeiführt, me echte Leistung am Urlaubsort erbringt. Der Vertrag it ihm ist ein Werks vertrag im Sinne des Bürger­ichen Gesetzbuches mit allen sich daraus ergebenden ilgen. Daher haftet der Veranstalter auch für die Rich- igkeit versprochener Eigenschaften des Urlaubsquartiers, haftet grundsätzlich sogar für diejenigen Personen, die zur Erfüllung seiner eigenen Vertragspflichten ange­llt hat.

enn dieses.Urteil Schule machen würde, könnte der ent- iuschte Feriengast vom Reiseveranstalter ein Zimmer iit genau den vereinbarten Vorzügen oder ein gleichwerti- ies verlangen. Falls es nicht vorhanden ist, könnte er sich juf Kosten des Veranstalters umquartieren, vom Vertrag jurücktreten oder einen angemessenen Teil des etwa feorausgezahlten Betrages zurückverlangen. Unter Umstän­den hätte er darüber hinaus einen Schadensersatzanspruch.

s bleibt abzuwarten, ob die Ferienindustrie diese Konse- uenzen hinnehmen wird.

ijuristisch ist die Lage nämlich auch von Fall zu Fall nteischiedlich.

Verantwortlich für den Textsatz: Frau Stutz

FÜR DTE HAUSFRAU

Pikantes Frikassee

Vier bis sechs hartgekochte Eier, ein kleiner Kopf Blumenkohl, |250 g Möhren, 250 g Erbsen, 60 g Butter, 60 gMehl 3/4 1 Flüssigkeit Gemüsebriihe und Milch, Salz, eine

Prise Zucker, Weißwein oder Zitronensaft.

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Blumenkohlröschen, kleingeschnittene Möhren und Erbsen !roit Salz und wenig Wasser 20 Minuten dünsten. Helle Mehl­schwitze aus Butter, Mehl und Flüssigkeit zubereiten, gut ab­schmecken. Eier in große Würfel schneiden, mit dem gedünste­ten Gemüse in die Soße geben, ziehen lassen, mit Wein oder Zitronensaft abschmecken.

Salatsauce für Kenner

30 g Roquefort, 1/4 Tasse öl, ein Löffel Weinessig, ein Eßlöffel Zitronensaft, ein Teelöffel Sardellenpaste, ein EßlöffelWoice- riershiresauce, eine Löffelspitze geriebenen Knoblauch, Pfeffer Salz, ein Teelöffel Zucker.

Der Käse wird zerdrückt und mit dem öl langsam vermischt, dann die übrigen Zutaten hinzufügen. Tomaten oder Sellerie damit vermischt ergibt einen recht pikanten Salat.

Roher Blumenkohlsalat

Ein Blumenkohl, Marinade aus zwei Eßlöffel Zitronensaft, einen Teelöffel Zucker, vier Eßlöffel süße Sahne, Salz.

Blumenkohl putzen und waschen, in Salzwasser legen, 'ganz klein schneiden oder raspeln, mit der angegebenen Marinade mischen und schließlich gut durchziehen lassen. t

Geflügelsalat französisch

Ein Huhn wird nicht zu weich gekocht, bevor man die Haut abzieht. Dann nimmt man je drei bis vier Eßlöffel Erbsen mittelfein, Spargelstücke, Champignons in kleinen Würfeln oder Scheiben geschnitten, eine kleine Dose Langusten, 100 g ge­würfelten, gekochten Schinken, zwei Scheiben Ananas, je vier bis fünf Eßlöffel Mayonnaise und Zitronensaft, ein Vi r "el Liter Sahne, mit einem Eßlöffel Zucker schlagen.

Alle Zutaten schneidet man gleichmäßig, mischt sie mit Mayon­naise und Sahne. Dann mindestens eine Stunde kühl stellen und gut durchziehen lassen.

Zitronencreme

Sechs Eier, 250 g Zucker, Saft von zwei Zitronen, ein Zitronen­gelb, ein Päckchen Gelatine. v

Die Eigelb werden mit dem Zucker schaumig gerührt und im Wasserbad sehr schaumig geschlagen. Die aufgelöste Gelatine wird etwa fünf Minuten weitergeschlagen. Zitronensaft hinzu­geben. Der Eischnee wird hinzugefügt, wenn die Masse zu stocken beginnt. Man füllt die Speise dann in hohe Sektgläser und verziert mit Kirschen und Schlagsahne.

Die PRIMAT-NACHRICHTEN erscheinen wöchentlich. Bezug: Nun an Abonnenten. Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom 1. 1. 1964. Herausgeber und Chefredakteur: Hans Schmid. Verlagsleitung: Christa Frisch. Chef vom Dienst und Produktionsleitung: Folker Doss. Anzeigenleitung: Christa Frisch. Druckerei- und Versandleitung: Robert Loth. Werbe- und Vertriebslei­tung: Simon Frankenberger.

DRUCK und VERLAG: PRIMAT-VERLAG HANS SCHMID GMBH. 6689 Merchweiler/Saar, Primat-Haus, Telefon 0 68 25/50 21, Telex 0444826 6236 Eschborn/Ts., Schwalbacherstr., Telefon 0 6196/410 04. Telex 04 14615

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