Ausgabe 
23.8.1968
 
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WELTGESCHEHEN

im Monat Juli 1968

Montag, 1. Juli

1 Die USA und die Sowjetunion einigen sich darauf, über eine Beendigung des atomaren Wettrüstens zu verhandeln.

In dem von einer Hungersnot heimgesuchten Staat Biafra sollen täglich 200 Kinder verhun­gern.

Ein amerikanisches Düsentransportflugzeug wird zur Landung auf der sowjetischen Kurifenirisel Iturup gezwungen.

Dienstag, 2. Juli

Ein 45jähriger deutscher Major wird in Rio de Janeiro erschossen.

Mittwoch, 3. Juli

Die Westmächte protestieren bei der Sowjet­union gegen die Behinderung des Verkehrs nach Berlin.

Donnerstag, 4. Juli

Die vierte Vollversammlung des ökumenischen Rates der Kirchen wird mit einem Gottesdienst im Dom der schwedischen Universitätsstadt Uppsala eröffnet.

Freitag, 5. Juli

Bundeskanzler Kiesinger erneuert sein Angebot an die osteuropäischen Länder, die gegenseiti­gen Beziehungen zu verbessern. Er fordert auch neue Initiativen in der Europapolitik und die Einberufung der EWGGipfelkonfe­

renz.

Samstag, 6. Juli

Die Sowjetunion, Polen und die DDR äußern verstärkt ihre Unzufriedenheit und Besorgnis über die Entwicklung in der Tschechoslowakei.

Dienstag, 9. Juli

ln RheinlandPfalz werden zum 1. Oktober die Regierungsbezirke Rheinhessen und Montabaur aufgelöst.

Mittwoch, 10. Juli

Neuer französischer Regierungschef wird der langjährige Außenminister Couve de Murville.

Donnerstag, 11. Juli

Ein schwerer Wirbelsturm richtet in der Stadt Pforzheim und umliegenden Gegenden große Schäden an. Rund 1000 Wohnungen werden zerstört oder beschädigt.

Freitag, 12. Juli

Ein Explosionsunglück im elektrochemischen Kombinat Bitterfeld fordert 24 Todesopfer und 83 Verletzte.

Samstag, 13. Juli

Das Massensterben in Biafra nimmt immer schrecklichere Ausmaße an, weil die Hilfsmaß­nahmen kaum zum Ziele kommen können.

Sonntag, 14. Juli

ln Warschau treten die Führungsspitzen der WarschauerPaktStaaten zusammen, um über die Entwicklung in der Tschechoslowakei zu beraten. Die Tschechoslowakei und Rumänien nehmen nicht daran teil.

Mittwoch, 17. Juli

Auf Erinnerungslücken beruft sich der 27 Jahre alte Arztsohn Klaus Lehnert im Wiesbadener Schwurgerichtsprozess um die aufsehenerregen­de Entführung und Ermordung des siebenjäh­rigen Timo Rinnelt vor vier Jahren.

Der irakische Präsident Aref und die Regierung werden von der Armee gestürzt.

-r.

Donnerstag, 18. Juli

Die tschechoslowakische KPFührung weist den Vorwurf derKonterrevolution" zurück und läßt keinen Zweifel daran, daß sie den mit der Demokratisierung eingeleiteten neuen Kurs fortsetzen will.

Sonntag, 21. Juli

Sowjetische Truppeneinheiten befinden sich noch immer zu Manövern in der Tschechoslowa­kei.

Das im deutschtschechoslowakischen Grenz raum geplante BundeswehrmanöverSchwar­zer Löwe" wird in die Schwäbische Alb verlegt.

Montag, 22. Juli

Derpolitische und moralische Druck Moskau] die Reformer in der CSSR läßt nicht nach! Spitzengremien der kommunistischen Pal der Sowjetunion und der Tsehechoslov] werden sich auf tschechoslowakischem Bl treffen.

Dienstag, 23. Juli

Die Sowjetunion beginnt in an die CSSR d zenden Gebieten mit einem Manöver. Die 3 baut einen Grenzzaun zur Tschechoslowakei

Mittwoch, 24. Juli

Rassenunruhen in den USA fordern 10 Tote|

Donnerstag, 25. Juli

Die Westmächte verbieten einen in Westix geplanten Weltkongreß der lettischen jugend.

Sonntag, 28. Juli

Nobelpreisträger Prof. Dr. Otto Hahn, der E decker der künstlichen Atomkernspaltung $ mit 88 Jahren in Göttingen.

Montag, 29. Juli

Mit der EnzyklikaHumae vitae" bekräff Papst Paul VI. die traditionelle Haltung i katholischen Kirche zur Geburtenkontrolle,! nach ist nur, wenn ernsthafte Gründe dafürw liegen, die Ausnutzung der natürlichen Zykl der Frau möglich. Die Enzyklika findet in o Öffentlichkeit nur vereinzelt Zustimmung.

Dienstag, 30. Juli

Die DDR ist nicht bereit, ihre Presseerzeugnis in die Bundesrepublik zu liefern.

Mittwoch, 31. Juli

ln der ostslowakischen Kleinstadt Cierna I ginnt eine sowjetischtschechoslowakisch Gipfelkonferenz über den DemokratiesierunJ prozeß in der CSSR.

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Der Vulkan Arenal im Nordwesten Costa Ricj bricht aus und fordert zahlreiche Mensdiü] leben.

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von

bis

Kl

Sor

In MexicoCity brechen schwere Studentenu| ruhen aus.

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