Ausgabe 
8.3.1968
 
Einzelbild herunterladen

3m 1.2.

i sache ;n am :

Der Erlaß wird nur. auf Antrag gewährt. Der Antrag muß für den Erlaßzeitraum 1964/1966 spätestens am 31. März 1968 beim Finanzamt eingehen. Die An tragsfrist ist eine Ausschlußfrist und kann nicht ver längert werden. Die Abgabeschuldner werden daher in ihrem eigenen Interesse gebeten, den Erlaß rechtzeitig zu beantragen.

Rathaus

idamt in zwischen

e w e -

/erden : dazu Bisters 54 K. 21 legel in 0 erfüllt ! ii

h-t dauern! ire alt

ie für die| ine be- Der für ; Betrag 1.1965

Für die Antragstellung ist der amtliche Vordruck (Be­zeichnung: LA-VA 54/3) zu verwenden. Das Finanzamt wird denjenigen Abgabeschuldnern, denen die Viertel­jahrsbeträge der Kalenderjahre 1964, 1965 und 1966 bis zur Erlaßentscheidung gestundet worden sind, von sich aus den Vordruck übersenden. Die übrigen Abgabe­schuldner, für die ein solcher Erlaß in Betracht kommt, werden gebeten, den Antragsvordruck bei ihrem stän­digen Finanzamt anzufordern.

Koblenz, im Februar 1968 Oberfinanzdirektion

Koblenz

Rückblick auf das Stadtgeschehen

Im Zuge der Verwaltungsreform ist neben der Auflösung des Oberwesterwaldkreises und seiner Eingliederung in den Unterwesterwaldkreis auch die Bildung eines Großkreises Montabaur im Raume des bisherigen Regierungsbezirks im Gespräch.

Das Problem eines gesicherten Übergangs an der Kreuzung Eschelbacher Straße - Fürstenweg führte zu einer kleinen Anfrage im Landtag.

Drei Kappensitzungen veranstaltete in der Fastnachtszeit die "Heiterkeit mit ihrem Prinzen Edgar I. in Moll und Dur.

Der Fastnachtszug bestand aus zwanzig Wagen. Zehn Musikkapellen und zahlreichen Fußgruppen.

Eine Woche lang durften wegen der bestehenden Grippe ge- fahr keine Besucher in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder.

Rückschau auf ihre Arbeit hielt die Spielschar "die oase. In drei Jahren hatte sie neun Stücke einstudiert und war 21 mal aufgetreten.

Die Montabaurer Feuerwehr fuhr im vergangenen Jahr 49 Einsätze. Am Südrand des geplanten Verwaltungsbezirkes "Montabaur-Land" wird ein größerer Wildpark gebaut.

Mit dem österreichischen Ehrenkreuz- für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse wurde der aus Montabaur stammen­de und in Wien lebende Professor Karl Walter zu seinem 75. Geburtstag ausgezeichnet,

Pfarrer Seifert wurde trotz des energischen Protestes der evangelischen Jugend versetzt.

Ein Meister der Orgel

Professor Karl Walter erhält das öster­reichische Ehrenkreuz

i.600,-D!

i) und

in Ange-

.e in

Kalender-

rldnern

rschbe-

:en:

.gung und rschläge

4 Ver­lieht übet nögen,

;m Ver- ir sonstige , die ind, möge ns

Wie gemeldet .erhielt der aus Montabaur stammende Wie­ner Organist Professor Karl Walter aus der Hand des öster­reichischen Kultusministers zum 75. Geburtstag das Ehren­kreuz für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse. Aus diesem Anlaß bringen wir in Auszügen ein Lebensbild über ihn; das im Jahre 1964 über ihn in unserem Heimatjahrbuch "Rhein-Lahnfreund" erschienen war.

Eine kleine Straße in Montabaur trägt den Namen "Karl- ; Walter-Straße und nach deren Paten befragt, wird fast jeder in der Stadt den "Orgel-Walter" nennen. Doch trifft das nicht zu, denn es war in Wirklichkeit der "Glok- ken-Walter", der diesem Sträßchen den Namen gegeben hat.

Der Vater Karl Walter war Seminaroberlehrer in Monta­baur, spielte die Orgel und beschäftigte sich wissenschaft­lich mit den Fragen der Musik. Hier war er Kenner von Rang, was nicht nur seine Anstellung als Organist und als Inspektor für Orgel- und Glocken bau bewies, sondern auch die Veröffentlichung seiner Untersuchungen.

Es ist nur zu natürlich, daß etwas von der Begabung des Vaters auf den ältesten Sohn überging, der in Biebrich am Rhein am 14. Nov. 1892 geboren wurde. Dieser ging zu­nächst von 1909 bis 1911 in Köln als Orgelbauer in die Lehre. Diese Jahre vermittelten dem jungen Musiker die tiefe Erfassung der Grundlagen jenes Instrumentes, auf dem er es einmal zu höchster Meisterschaft bringen sollte.

1913 bot sich ihm die Möglichkeit, Musiklehrer und Stift­organist des- Benediktinerklosters Seckau in der Steiermark zu werden. Hier beschäftigte er sich vor allem eingehend mit dem gregorianischen Choral.

Doch dann kam der Krieg. Karl Walter kehrte schwerver­letzt und kriegsuntauglich aus dem Felde zurück. Er lag i.Montabaurer Lazarett, wo er seine Schicksalsgenossen durch die Kräfte der Musik aufzurichten versuchte.

In Klosterneuburg bei Wien wurde er dann Stiftsorganist, hier machte er die Bekanntschaft der schon damals be­kannten Violinvirtuosin Erny Alberdingk, mit der er sich

1920 vermählte. Die seelische Harmonie, die das Paar verband, führte auch im Spiel zu jenem unnachahmlichen Gleichklang der Instrumente Orgel und Geige, wie er auch bei Kennern nur unter diesen Voraussetzungen mög­lich ist. Der beiden Ruf führte sie auf Konzertreisen in alle europäischen Länder und deren Hauptstädte.

1921 folgte Walter einem Ruf auf einen Lehrstuhl für Or­gelmusik an die Wiener Akademie für Musik und dar­stellende Künste. Da er seit 1921 als Domorganist an St. Stephan in Wien wirkte, wurde sein Name in der Wahl­heimat rasch bekannt, und sein Können festigte sein An­sehen als Orgel virtuose, Komponist und Pädagoge.

Seine Meisterschaft kam auf der Riesenorgel des Wiener Doms so richtig zur Geltung, sie machte ihn zum bedeu­tendsten Organisten Österreichs und ließ ihn, wie allge­mein zugegeben wird, zum "besten Improvisator nach Bruckner" werden.

Walters hervorragende Eigenschaften haben auch ihre öf­fentliche Anerkennung gefunden durch die endgültige Er­nennung zum Professor im Jahre 1932, die Verleihung des Titels Regierungsrat, die Prämiierung einzelner Werke, die Verleihung des Ritterkreuzes des Österreichischen Verdienst­ordens und nun des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissen­schaft und Kunst Erster Klasse.

Aber Walter ist doch nur Wahlwiener, er bleibt ein Sohn unserer Heimat. Die Bande zu ihr sind nie abgerissen, und immer wieder durften wir den Künstler bei uns be­grüßen. Zuletzt beehrte er Montabaur mit seinem Besuch, als er bei der Tausendjahrfeier der katholischen Pfarrkirche St. Peter in Ketten bei der Aufführung einer eigens zu diesem Anlaß komponierten Messe mitwirkte und unab­hängig davon mit seiner Gattin ein Konzert gab.

Die nach Walters Emeritierung von seinem Lehrstuhl für künstlerisches und liturgisches Orgelspiel, Improvisation und Orgelbau im Jahre 1959 gewonnene Muße füllt er durch reges Schaffen aus.

Wir wünschen jedenfalls, daß Karl Walter noch lange die Menschen mit seiner Musik beglücke, daß er auch künf­tig zu jenen Größen gehöre, die Lebensfreude wecken und an einer besseren Welt bauen.

Anmerkung: Wer sich eingehender mit dem Wirken Pro­fessor Walters beschäftigen möchte, sei nochmals auf den hervorragenden Aufsatz "Ein Meister der Orgel" verwiesen, der im Jahrgang 1964 des Rhein-Lahnfreundes erschienen ist und dem die obigen Auszüge entnommen sind.

Verleihung des

österreichischen Ehrenkreuzes

Die Stadt Montabaur hat Herrn Professor Karl'Walter ein Glückwunschschreiben zu der an ihn erfolgten Verleihung des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse folgenden Inhalts übersandt:

3