:hbarn soll fortgesetzt und auch auf die Nachkommen über - gen werden. Die beiderseitigen Vorstände gelobten dieses t herzlichem Händedruck. Der herzogliche Schultheis von rressen dankte nach vollendeter Absteinung für die gute sinnung der Stadt Montabaur gegen Horressen und versprach, nunmehr zu.Horressen gehörenden Walddistrikte zu sehüt- mnd zu pflegen und den Nachkommen nutzbar zu machen.
; Gemeinde Horressen hat heute einen Waldbestand von ha. Die Holzbodenfiäche der Stadt Montabaur nach dem ,nde vom 1.10. 54 beträgt 714,4110 ha., die Gesamtver- ltungsfiäche 748,4111 ha. Das Mehr an Wald hat die Stadt ch Aufforstungen in den letzten 30 Jahren erhalten, Sie : unter Beweis gestellt, daß alles zur Erhaltung des großen ildvermögens in jeder Hinsicht getan wurde, ilage
f Grund des Teilungsrezesses erhielten:
I. Gemeinde Köpfe Morgen Ruten/Flächen-
raum d. Vergütung
Morgen/Ruten
Niederelbert
95
519
65
-
-
Montabaur mit
Horressen
526
2877
22
-
-
Eigendorf
73
399
31
-
-
Dernbach
137
749
39
-
-
Wirges
133
727
51
-
-
Siershahn
79
432
13
-
-
Ebernhahn
54
295
38
-
-
Heiligenroth
89
486
83
8
-
Moschheim
49
268
3
6
-
Eschelbach
51
278
97
15
-
Bannberscheid
27
147
69
4
-
Oetzingen
52
284
44
13
-
Boden
44
240
68
5
-
Staudt
35
191
45
-
-
Bladernheim
12
65
64
-
80
Untei$hausen
22
120
34
1
40
Stahlhofen
37
202
39
-
-
Reckenthal
19
103
93
-
-
Oberelbert
50
273
50
-
-
Daubach
33
180
51
-
-
Ettersdorf
15
82
5
-
-
Holler
93
508
71
3
-
Welschneudorf
56
306
32
2
-
Wirzenborn
19
103
93
5
-
Leuterod
44
240
68
-
1844
10086
68
63
20
63
20
Zusammen:
1844.
10149
88
an kann ruhig darüber reden
:wiß man kann in der Bundesrepublik über alles reden, weil : ein demokratischer Staat ist. In der Biidzeitung (Auf- Je 31/2 Millionen täglich), die der Diplom-Psychologe rieh Beer die "Analphabetenbibel" nennt, stand eine Arti- Slserie über die Gefahren des Camping und eine andere über n gegenseitigen Austausch von Ehepartnern. Es kamen dabei zte, Pfarrer, Richter usw. zu Wort. Was da gesagt wurde, i herrlich objektiv aus - , aber es sah nur so aus. 'den Artikeln sind Berichte zwischengeschaltet, die schein- r warnen sollten, in Wirklichkeit aber aufreizend wirkten.
1 Zeitungen und Illustrierten mit ähnlichen Artikeln, z .B., tenn Frauen morden", allen Alters- und Entwicklungsstufei gänglich sind, so muß das Lesen solcher Schilderungen sich, ^eigerlich negativ, zerstörend auswirken. Besonders in de' hkeiserie. "Wenn Frauen morden", wurden furchtbare Vei- e chen bis in die letzten Einzelheiten geschildert. Nicht nur
Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene mit triebhafter oder abartiger Veranlagung finden hier ein reichliches und verderbliches Anschauungsmaterial. Einer Diskussion über Fragen des geschlechtlichen Lebens kann man zustimmen, wenn sie in einer verantwortungsbewußt geleiteten Aussprache sich vollzieht. Aber das Breittreten sexueller Fragen jeder Art und Abart, um der Sensationslust zu genügen, dazu müssen Bürger und Staat nein sagen.
DAS GESCHÄFT MIT DEM SEX Es wird an kaum etwas anderem soviel Geld verdient wie am heutigen Sexbetrieb. Daher geraten jene Erwerbszw'eige in Harnisch, sobald sich von irgend einer Seite gegen ihr Treiben Widerstand regt. Von Moral zu sprechen ist in der Bundesrepublik tabu. Das kommt daher, weil man das Verantwortungsbewußtsein für sich und für andere - und das ist wahre Moral -, oft vorsätzlich mit Prüderie verwechselt.
Manche glauben, wenn sie Verhütungsmittel gebrauchen, hätten sie der Verantwortung genügt. Sie setzen die innigsten menschlichen Beziehungen des Geschlechtlichen der Funktion des Verdauungsapparates gleich. Dem "Sexbetrieb" auf der Kinoleinwand, in Zeitungen, Illustrierten usw sollen hier einmal gewisse Tatsachen gegenübergestellt werden; denn auch darüber muß einmal geredet werden.
. DiePsychagogin Gerta Manz stellt im Elternmagazin 4/65 fest: "Es gibt heute nicht wie früher einen Unterschied zwischen 'bewahrter’ und 'gefährdeter’ Jugend. Jedes Kind und jeder Jugendliche ist gefährdet. Die kriminalpolizeiliche Statistik der Bundesrepublik sagt aus, daß 17908 unzüchtige Handlungen an Kindern allein im Jahre 1960 festgestellt wurden. Da mit einer mindestens ebenso hohen Zahl von nicht zur Anzeige kommenden Fällen gerechnet werden muß, ergibt sich folgender alarmierender Tatbestand: Jeden Tag fallen in der Bundesrepublik 100 Kinder einem Sexualverbrechen zum Opfer.' Die Zahl der kindlichen Mütter schwillt an und beunruhigt die Behörden und manchmal auch die Öffentlichkeit. Ulrich Beer schreibt in seinem Buch "Die geheimen Miterzieher der Jugend. "Über ein Drittel der Großstadtjugend wird in homosexueller
j Weise belästigt. Jeder in der Großstadt lebende 5. männliche
• Jugendliche hat mit Prostituierten verkehrt. In 29 % der Fälle
| wurden sie von Arbeitskollegen mitgenommen. Bei der Eheschließung verfügen die 20jährigen Mädchen zu 75 - 80 % über Erfahrungen. Bei den Männern sind es drei Viertel. Im Jahre 1912 hatten 12 % der jungen Mädchen Erfahrungen vor der Ehe." -
Nun, die Zeiten sind anders geworden, die jungen Menschen sind viel früher reif. Das ist eine Tatsache, die nicht zu übersehen ist. Wie müßte aber dann die Erziehung und die Lebens- hiife aussehen, damit die Erziehungsheime nicht wie jetzt überlaufen? (Im Jahre 1959 waren es 30. 000 schwererziehbare Jugendliche.) Sollen wir amerikanischen Experimenten folgen, wo man für Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren einen neuen Partystil erfunden hat? Man bringt Kinder beiderlei Geschlechts zusammen, aber nicht etwa zum fröhlichen Spiel, nein, das Licht wird ausgeknipst, damit die "richtige Stimmung" aufkommt.
Die Industrie hat sogar neue Absatzmöglichkeiten entdeckt und bringt für diesen Zweck besondere Unterwäsche auf den Markt.
Durch solchen Wahn stiehlt man den Kindern die Jugend. In Amerika sind es vor allem die Lehrsätze des Psychoanalytikers Dr. Sigmund Freud, der die These aufste'llte, daß ein Mensch, der sich nicht auslebt, psychisch verbogen und zum Neurotiker w ird.
Diesem Irrtum Sigmund Freuds muß entschieden widersprochen werden.
Es gibt keine Sättigung der Wünsche, indem man sich jeden Wunsch gewährt, etwa im Stil "Gönne dir etwas Gutes", ode "Sei nett zu dir. . . trink Bayernbier".
Der Mensch, der nicht gelernt hat, seinen Wünschen und Lüsten
• Schranken zu setzen, wird zum rücksichtslosen Egoisten, er verroht und vergeudet seine besten Kräfte.
Das Verlangen nach ständiger Steigerung der Reize treibt de n
- 105 -

