Ausgabe 
23.6.1967
 
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:hbarn soll fortgesetzt und auch auf die Nachkommen über - gen werden. Die beiderseitigen Vorstände gelobten dieses t herzlichem Händedruck. Der herzogliche Schultheis von rressen dankte nach vollendeter Absteinung für die gute sinnung der Stadt Montabaur gegen Horressen und versprach, nunmehr zu.Horressen gehörenden Walddistrikte zu sehüt- mnd zu pflegen und den Nachkommen nutzbar zu machen.

; Gemeinde Horressen hat heute einen Waldbestand von ha. Die Holzbodenfiäche der Stadt Montabaur nach dem ,nde vom 1.10. 54 beträgt 714,4110 ha., die Gesamtver- ltungsfiäche 748,4111 ha. Das Mehr an Wald hat die Stadt ch Aufforstungen in den letzten 30 Jahren erhalten, Sie : unter Beweis gestellt, daß alles zur Erhaltung des großen ildvermögens in jeder Hinsicht getan wurde, ilage

f Grund des Teilungsrezesses erhielten:

I. Gemeinde Köpfe Morgen Ruten/Flächen-

raum d. Ver­gütung

Morgen/Ruten

Niederelbert

95

519

65

-

-

Montabaur mit

Horressen

526

2877

22

-

-

Eigendorf

73

399

31

-

-

Dernbach

137

749

39

-

-

Wirges

133

727

51

-

-

Siershahn

79

432

13

-

-

Ebernhahn

54

295

38

-

-

Heiligenroth

89

486

83

8

-

Moschheim

49

268

3

6

-

Eschelbach

51

278

97

15

-

Bannberscheid

27

147

69

4

-

Oetzingen

52

284

44

13

-

Boden

44

240

68

5

-

Staudt

35

191

45

-

-

Bladernheim

12

65

64

-

80

Untei$hausen

22

120

34

1

40

Stahlhofen

37

202

39

-

-

Reckenthal

19

103

93

-

-

Oberelbert

50

273

50

-

-

Daubach

33

180

51

-

-

Ettersdorf

15

82

5

-

-

Holler

93

508

71

3

-

Welschneudorf

56

306

32

2

-

Wirzenborn

19

103

93

5

-

Leuterod

44

240

68

-

1844

10086

68

63

20

63

20

Zusammen:

1844.

10149

88

an kann ruhig darüber reden

:wiß man kann in der Bundesrepublik über alles reden, weil : ein demokratischer Staat ist. In der Biidzeitung (Auf- Je 31/2 Millionen täglich), die der Diplom-Psychologe rieh Beer die "Analphabetenbibel" nennt, stand eine Arti- Slserie über die Gefahren des Camping und eine andere über n gegenseitigen Austausch von Ehepartnern. Es kamen dabei zte, Pfarrer, Richter usw. zu Wort. Was da gesagt wurde, i herrlich objektiv aus - , aber es sah nur so aus. 'den Artikeln sind Berichte zwischengeschaltet, die schein- r warnen sollten, in Wirklichkeit aber aufreizend wirkten.

1 Zeitungen und Illustrierten mit ähnlichen Artikeln, z .B., tenn Frauen morden", allen Alters- und Entwicklungsstufei gänglich sind, so muß das Lesen solcher Schilderungen sich, ^eigerlich negativ, zerstörend auswirken. Besonders in de' hkeiserie. "Wenn Frauen morden", wurden furchtbare Vei- e chen bis in die letzten Einzelheiten geschildert. Nicht nur

Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene mit triebhafter oder abartiger Veranlagung finden hier ein reichliches und ver­derbliches Anschauungsmaterial. Einer Diskussion über Fragen des geschlechtlichen Lebens kann man zustimmen, wenn sie in einer verantwortungsbewußt geleiteten Aussprache sich vollzieht. Aber das Breittreten sexueller Fragen jeder Art und Abart, um der Sensationslust zu genügen, dazu müssen Bürger und Staat nein sagen.

DAS GESCHÄFT MIT DEM SEX Es wird an kaum etwas anderem soviel Geld verdient wie am heutigen Sexbetrieb. Daher geraten jene Erwerbszw'eige in Harnisch, sobald sich von irgend einer Seite gegen ihr Trei­ben Widerstand regt. Von Moral zu sprechen ist in der Bundes­republik tabu. Das kommt daher, weil man das Verantwor­tungsbewußtsein für sich und für andere - und das ist wahre Moral -, oft vorsätzlich mit Prüderie verwechselt.

Manche glauben, wenn sie Verhütungsmittel gebrauchen, hätten sie der Verantwortung genügt. Sie setzen die innigsten menschlichen Beziehungen des Geschlechtlichen der Funktion des Verdauungsapparates gleich. Dem "Sexbetrieb" auf der Kinoleinwand, in Zeitungen, Illustrierten usw sollen hier einmal gewisse Tatsachen gegenübergestellt werden; denn auch darüber muß einmal geredet werden.

. DiePsychagogin Gerta Manz stellt im Elternmagazin 4/65 fest: "Es gibt heute nicht wie früher einen Unterschied zwischen 'bewahrter und 'gefährdeter Jugend. Jedes Kind und jeder Jugendliche ist gefährdet. Die kriminalpolizeiliche Statistik der Bundesrepublik sagt aus, daß 17908 unzüchtige Handlungen an Kindern allein im Jahre 1960 festgestellt wurden. Da mit einer mindestens ebenso hohen Zahl von nicht zur An­zeige kommenden Fällen gerechnet werden muß, ergibt sich folgender alarmierender Tatbestand: Jeden Tag fallen in der Bundesrepublik 100 Kinder einem Sexualverbrechen zum Opfer.' Die Zahl der kindlichen Mütter schwillt an und beunruhigt die Behörden und manchmal auch die Öffentlichkeit. Ulrich Beer schreibt in seinem Buch "Die geheimen Miterzieher der Jugend. "Über ein Drittel der Großstadtjugend wird in homosexueller

j Weise belästigt. Jeder in der Großstadt lebende 5. männliche

Jugendliche hat mit Prostituierten verkehrt. In 29 % der Fälle

| wurden sie von Arbeitskollegen mitgenommen. Bei der Ehe­schließung verfügen die 20jährigen Mädchen zu 75 - 80 % über Erfahrungen. Bei den Männern sind es drei Viertel. Im Jahre 1912 hatten 12 % der jungen Mädchen Erfahrungen vor der Ehe." -

Nun, die Zeiten sind anders geworden, die jungen Menschen sind viel früher reif. Das ist eine Tatsache, die nicht zu über­sehen ist. Wie müßte aber dann die Erziehung und die Lebens- hiife aussehen, damit die Erziehungsheime nicht wie jetzt überlaufen? (Im Jahre 1959 waren es 30. 000 schwererziehbare Jugendliche.) Sollen wir amerikanischen Experimenten folgen, wo man für Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren einen neuen Partystil erfunden hat? Man bringt Kinder beiderlei Geschlechts zusammen, aber nicht etwa zum fröhlichen Spiel, nein, das Licht wird ausgeknipst, damit die "richtige Stimmung" auf­kommt.

Die Industrie hat sogar neue Absatzmöglichkeiten entdeckt und bringt für diesen Zweck besondere Unterwäsche auf den Markt.

Durch solchen Wahn stiehlt man den Kindern die Jugend. In Amerika sind es vor allem die Lehrsätze des Psychoanalytikers Dr. Sigmund Freud, der die These aufste'llte, daß ein Mensch, der sich nicht auslebt, psychisch verbogen und zum Neurotiker w ird.

Diesem Irrtum Sigmund Freuds muß entschieden wider­sprochen werden.

Es gibt keine Sättigung der Wünsche, indem man sich jeden Wunsch gewährt, etwa im Stil "Gönne dir etwas Gutes", ode "Sei nett zu dir. . . trink Bayernbier".

Der Mensch, der nicht gelernt hat, seinen Wünschen und Lüsten

Schranken zu setzen, wird zum rücksichtslosen Egoisten, er verroht und vergeudet seine besten Kräfte.

Das Verlangen nach ständiger Steigerung der Reize treibt de n

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