Ausgabe 
19.5.1967
 
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Verausgabe einer Goldmedaille

Anschluß an die Herausgabe einer Goldmedaille für die jstadtRüdesheim hat die Nassauische Sparkasse jetzt eine iedaille in gleicher Ausführung für die Stadt Montabaur prä-j Jen lassen. Die Goldmünze ist folgendermaßen ausgeführt: 986/ Dukatengold

20 mm 4 g 0,7 mm

39, -- DM pro Stück.

3er Preis basiert auf dem heutigen Feingoldkurs und könnte ich bei Kursschwankung entsprechend ändern. Die Medaillen] teigen auf der einen Seite jeweils das Stadtwappen und auf |er anderen das Schloß.

ledaillen dieser Art werden zu den verschiedensten Anläs­sen gekauft, fco z.B.

als reines Sammlerobjekt als Souvenir als Geschenk

als Auszeichnung für verdiente Mitarbeiter als Geldanlage.

Jieser Katalog läßt sich bestimmt noch erweitern. Wir sind Ider Auffassung, daß die Medaillen eine Bereicherung der be­ltreffenden Städte darstellen, denn es geht von ihnen eine (dezente, ansprechende Werbung aus.

Aus Anlaß der Herausgabe dieser Goldmedaille überreichte (der stellvertretende Geschäftsführende Direktor Dr. Castelli laus Wiesbaden den Herren Landrat Dr. Klinkhammer, Bür- Igermeister Mangels und Steuerbevollmächtigten,Gör gen die

1. Stücke dieser Goldmedaille.

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Die Aufnahme zeigt von links nach rechts: Landrat Dr.Klink­hammer, Dr. Castelli, Bürgermeister Mangels, Filialdirektor Joras und Steuerbevollmächtigter Görgen, aufgenommen von Foto Meister, Montabaur.

KENNEN SIE MONTABAUR?

Ein kleines Heimat - Quiz.

Antworten:

1. Folgende Familiennamen kommen in Montabaur, gemessen

an der Zahl der Haushalte, am häufigsten vor:

Müller (43), Schmidt(41), Hübinger (18), Schneider (18), Philippi (17), Fischer (15), Schmitt (14),, Kespe (13), Meurer (13), Schäfer (13), Hermes (12), Klein (12),

Becker (11), Hoffmann (11), Lenz (11), Meuer (11), Roß(ss)bach (11), Bahl (10), Hisgen (10), Henritzi (9), Lenaif (9), Marx (9), Weyand (9), Born (8), Dommer­muth (8), Fries (8), Heibel (8), Kunst (8), Parbel (8), Quirmbach (8), Weber (8).

2. Hinter "Nehlscbe" verbirgt sich der Vorname "Cornelia".

3. Montabaur hieß ursprünglich Humbach oder Himbach.

Der Name wurde auch Hunbach und Hunbahc geschrie­ben. Seit-1217 wird der Ort nach dem Berg Tabor im Heiligen Land "Mons Tabor genannt. Es finden sich in der Reihenfolge ihres Alters folgende Schreibweisen: Montabür, Munthabur, Montabur, Monthabur, Montabuir, Montbur, Montbure, Munthabur, Montebur, Mothhabur,

Muntebur, Monthabuyr, Monthabur, Monthabaur, Montapaur, Montabour, Montabur und schließlich Monta­baur. Mundartlich finden sich die Bezeichnungen Munte- 1 baur, Mumbaur und Mombaur. Während Einheimische Montabaur auf der ersten Silbe betonen, akzentuieren Auswärtige die letzte Silbe. Ursprünglich lag die Be­tonung jedoch auf der letzten Silbe.

4. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagssumme liegt in Montabaur bei 865 mm. Am wenigsten regnet es im März mit 50 mm, am meisten im Dezember mit 90 mm Gesamtniederschlagshöhe.

5. Die Dienststelle der Kreishandwerkerschaft des Unterwester­waldkreises befindet sich in der Kehreinstraße 4.

GESCHICHTE DES STAATLICHEN GYMNASI UMS MONTABAUR 1930 - 1966

Fortsetzung aus Nr. 19.

Zu diesen Männern gehörte auch unser Direktor Holtz.

Zu diesen Angriffen auf das Gymnasium kam für Monta­baur ja noch vieles andere hinzu, das einer guten Weiter­entwicklung des Gamnasiums hinderlich in den Weg trat und zeitweise seinen Fortbestand gefährdete. Da sind etwa die kleinlichen Schikanen und Gehässigkeiten der Besatzungs­truppen zu nennen und alle die anderen Kriegsfolgen, die Unruhen im Reich, die Inflation, der Zusammenbruch der Wirtschaft 1923, durch diedas Weiterbestehen der Schule wirklich in Frage gestellt war. Denn seit 1919 der erste Direktor der Anstalt, Dr. Pähler, der als Präsident des PSK in Kassel bis dahin die Stadt durch die Vermittlung von Zuschüssen be­sonders bevorzugt unterstützt hatte, in den Ruhestand getre­ten war, fielen diese Hilfen fort, und die Stadt mußte gerade in dieser schlimmen Zeit für alle Kosten, die nun einmal das Patronat einer Schule mit sich bringt, allein aufkommen, 1919-33 eine für eine so kleine Stadt nicht zu bewältigende Aufgabe, Und im ganzen Kreis der Instanzen, die sich von Amts wegen um das Wohlergehen einer Schule zu kümmern haben, scheint sich damals außer dem Träger des Patronats der Stadt, nur noch der Direktor der Schule über die Unaus­führbarkeit eines solchen Ansinnens im klaren gewesen zu sein.

Nun war in dieser Zeit Geld ganz allgemein Mangelware, und überall mußte gespart werden. Das erfuhr der Direktor selbst aus den halbamtlichen Briefen des Dezernenten recht genau, in denen fast immer auch die Geldknappheit eine Rolle spielte. Es kam durchaus nicht selten vor, daß Ange­legenheiten, die sich schnell und mit besserem Erfolg hätten mündlich erledigen lassen, schriftlich behandelt wurden, nur um die Reisekosten einzusparen. Wenn nun schon eine Pro­vinzialverwaltung so genau rechnen mußte, um wieviel mehr war dann erst der Kämmerer einer kleinen Landstadt, ohne irgend einen industriellen Betrieb innerhalb ihrer Mauern, zur Sparsamkeit gezwungen, und zunächst trafen die notwendi­gen Sparmaßnahmen diejenige Einrichtung, die den Stadt­etat so übermäßig belastete, das Gymnasium. Im Haushalts­plan der Schule, der mehr als ein Drittel des Gesamtetats der Stadt ausmachte, wurde in der Zeit, da Holtz Direktor war, radikal gekürzt und gestrichen, und der Rotstift des Kämmerers machte vor keinem Titel halt und traf die Neu­anschaffungen und die Reparaturen wie den Personaletat der Schule.

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe.