Ausgabe 
19.5.1967
 
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WELTGESCHEHEN IM APRIL

2. April

Der Bundesvorstand der FDP ringt beim Bundesparteitag in Hannover um eine einheitliche Linie. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland tritt J getrennten Sitzungen in Westberlin und Fürstenwalde zusammen.

Die mitteldeutschen Gliedkirchen der EKD werden an der Einheit der Evangelischen Kirche in Deutschland festhalten. Die Ölfelder der untergegangenen "Torrey Canyon " haben die Küste der Bretagne erreicht.

5. April

Der Bundesparteitag der FDP endet mit hart erkämpften Kompromissen und einem Aktionsprogramm. Der amerikanische Vizepräsident Humphrey trifft sich Bonn mit Bundeskanzler Kiesinger. In dem britischen Protektorat Aden kommt es zu schweren Straßenkämpfen.

6. April

Die Synode der Ev. Kirche in Deutschland (EKD) wählt in getrennten Sitzungen in Westberlin und FUrstenwalde den bayerischen Landesbischof Hermann Dietzfelbinger zum neuen Vorsitzenden des Rates der EKD. Präsident de Gaulle betraut den bisherigen Ministerpräsidenten erneut mit dem Amt des Re­gierungschefs.

7. April

Die Spannungen im syrisch-israelischen Grenzgebiet führen zu Luftkämpfen über der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem See Genesareth. Mehrere Flug­zeuge werden abgeschossen. Die Vietkong befreien aus einem südvietnamesischen Gefängnis 250 Häftlinge.

9. April

Die entmilitarisierte Zone am 17. Breitengrad zwischen Nord- und Südvietnam wird Kampfgebiet. Im ersten Qualifikationsspiel zur Fußball-Europaroelsl Schaft gewinnt die deutsche Elf gegen Albanien mit 6;0.

10. April

Der Ministerrat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft hat weiterhin starke Bedenken gegen die bisherige Fassung des geplanten Atomsperrvertrages. Amerikanische B-52 Bomber werden jetzt in Thailand stationiert.

11. April

Der Vatikan protestiert äußerst scharf wegen der neuen Schulgesetze in Baden-Würrtemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, da er das Reichskoni dat verletzt glaubt. Die durch die Ölflut geschaffene Lage verschlimmert sich an der Küste der Bretagne. Der deutsche Pokalsieger Bayern München ge winnt das erste Spiel im Semifinale des Europa-Fußballpokals gegen Standard Lüttich mit 2;0.

12. April

Altbundeskanzler Konrad Adenauer ist ernstlich au einem grippalen Infekt und einer Bronchitis erkrankt. Fernsehkoch Clemens Willmenrod verübt wegen einer schweren Krankheit Selbstmord, Die Bundesregierung unterbreitet Ostberlin Entspannungsvorschläge.

13. April

Der Zustand des schwer erkrankten ehemaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer gibt zu äußerster Besorgnis Anlaß. In Trier wurde der neue Bischof gewähll Das Wahlergebnis bleibt noch geheim. An der Demarkationsgrenze zwischen Nord- und Südkorea kommt es zu einem schweren Gefecht. Der Diskontsatz wird auf 3,5 °!o gesenkt.

14. April

Bei den Wahlen für den Rat von Groß-London hat die Konservative Partei einen Sieg über die Labour-Partei errungen. Bundespräsident LUbke eröffnet in. Karlsruhe die Bundesgartenschau 1967.

16. April

Die SED-Führung lehnt die Politik der Bundesregierung hart ab und zeigt keine Anzeichen einer Verständigungsbereitschaft.

17. April

Der SED-Vorsitzende Walter Ulbricht schlägt vor, Bundeskanzler Kiesinger und Ministerpräsident Stoph sollten gemeinsam über einige gegenseitige Ver - ständigungen beraten. Ein Putschversuch scheitert in Ghana nach wenigen Stunden. SUdkoreanische Kampfflugzeuge versenken ein nordkoreanisches Kriegsschiff.

18. April.

Der sowjetische Parteichef Breschnew erteilt der Entspannungspolitik der Bundesregierung eine Absage. Der Zustand Konrad Adenauers ist weiterhin sehr emi

19. April

Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik , ist tot. Er stirbt um 13.21 Uhr im Alter von 91 fahren. Sein Tod löst in der deutschen Öffentlicll keit und in der ganzen Welt große Anteilnahme aus. Zahlreiche Staatsmänner sagen ihre Teilnahme am Staatsbegräbnis zu. Die Parteien brechen ihren Wahl kampf in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein ab.

20. April

Über Zypern stürzt ein schweizerisches Flugzeug mit 126 überwiegend deutschen Touristen ab. Nur zwei Menschen überleben. Die SED besteht darauf, da eine Annäherung zwischen den beiden Teilen Deutschlands nur auf der Grundlage normaler Beziehungen erreicht werden könne.

21. April

Die griechische Armee übernimmt die Macht mit einem Staatsstreich. Sie setzt die Verfassung außer Kraft und verhaftet eine Reihe von Politikern aller Parteien. Stalins Tochter Swetlana reist von der Schweiz in die USA.

23. April

Bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein kann die CDU ihre Stimmenanteile als jeweilige Regierungspartei verbessern. Die SPD erleidet in Rheinland-Pfalz Stimm Verluste, in Schleswig-Holstein kann sie sich leicht verbessern. Die FDP verliert jeweils knapp 2 v.H., während die NPD in beiden Landtagen erstmals einziehen kann. Die Sowjets starten e hi neues Riesenraumschiff.

24. April

Der 40-jährige sowjetische Kosmonaut Oberst Komarow verunglückt bei einem Landeanflug zur Erde tödlich. Die Bevölkerung nimmt von Konrad Adenauei, der zunächst im Bundeskanzleramt aufgebahrt war, nunmehr im Kölner Dom Abschied. Der amerikanische Präsident Johnson und zahlreiche andere Staats­männer aus aller Welt treffen in Bonn ein, um an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilzunehmen. In der tschechoslowakischen Stadt Karlsbad beginnt eine Konferenz kommunistischer Parteien. In Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein wird es voraussichtlich bei den bisherigen Koalitionen zwischen CDU und FDP bleiben. Lybien nimmt seine diplomatischen Beziehungen zu Bonn wieder auf.

25. April

Mit einer in der deutschen Geschichte beinahe einmaligen Trauerfeier wird Konrad Adenauer, der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, unter der An­teilnahme von Millionen Menschen zur Ruhe geleitet. Der franz. Staatspräsident de Gaulle, der amerikanische Präsident Johnson, Bundespräsident LUbke, zw8 Regierungschefs und zahlreiche Minister, Sonderbotschafter und Diplomaten aus aller Welt ehren den großen Toten durch ihre Teilnahme am Staatsakt im Bundeshaus. Am Requiem im Kölner Dom und am Trauerkondukt . Nach der Überführung durch die Bundesmarine auf dem Rhein wird Konrad Adenauer in Rhöndorf beigesetzt. In Bonn treffen sich die anwesenden Staatsmänner zu zahlreichen Besprechungen. Im Luftkrieg gegen Nordvietnam werden Ziele bei Hanoi bombardiert.

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26. April

Die gegenseitgen Konsultationen zwischen den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik sollen verbessert und intensiviert werden. Das vereinbaren Bundes­kanzler Kiesinger und der amerik. Präsident. Mit einem Staatsbegräbnis erster Klasse wird der mit dem Raumschiff Sojus 1 tödlich verunglückte Sowjet. Kosmonaut in der Kremlmauer beigesetzt. Der Fußballverein Bayern München, kommt nach einem Sieg gegen Standard Lüttich ins Europacup-Finale.

27. April

In Holland wird seit 116 Jahren erstmals wieder ein männlicher Thronfolger geboren. Im Bundestag zu Bonn wird der Atomsperrvertrag diskutiert. Der Bonnei Ex-Regierungsdirektor Karl Evers erhält Wegen Bestechungen zweieinhalb JahreGefängnis.

28. April

In Rheydt werden 178 000 DM Lohngelder geraubt. Bei Detmold stürzt der 68. Starfighter der Bundeswehr ab.

. 29. April

Der bisherige Weihbischof Dr. Bernhard Stein wird neuer Bischof der Diözese Trier. In Bad Kreuznach wird eine landwirtschaftl Landesausstellung eröffnet, In Hannover wird die Industrie-Messe eröffnet. In Kanada wird die Weltausstellung 1967 eröffnet.

30. April

König Konstantin von Griechenland zeigt sich erstmals seit der Machtübernahme durch das Militär wieder in der Öffentlichkeit.

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