Ausgabe 
19.5.1967
 
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AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN

Mütterberatung^

Am Dienstag, dem 6. Juni 1967 findet die nächste Mütter­beratung im

Gesundheitsamt, Montabaur, Tiergartenstr. 14.30 Uhr

statt.

Verkehrsamt Montabaur

Das städtische Verkehrsamt Montabaur plant eine Ferien­reise nach

LA VILLA/Südtiril

in der Zeit vom 30.Juni bis 14.Juli 1967 (14 Tage)

Die Unterbringung ist in einem erstklassigen Hotel mit Voll­pension vorgesehen. Das Hotel besitzt ein eigenes Hallen­bad und Liegewiesen.

La Villa liegt in 1500 m Höhe, unweit des bekannten Win­tersportortes Cortina d'Ampezzo.

Die Fahrt erfolgt in einem modernen Reisewagen mit Schlaf- sesseln. Der Gesamtpreis einschließlich Vollpension beträgt: 250, -- DM.

Anmeldung beim Städtischen Verkehrsamt, Montabaur, Rathaus, Zimmer Nr. 8 - Tel. (02602) 644.

Beruhigungs-Tabletten und ihre Gefahren

. Fortsetzung aus Nr. 19.

GlUcks-oder Wurstigkeitspillen.

So heißen im Volksmund vielfach die sogenannten Beruhi­gungs-Pillen, deren bedenkenloser Gebrauch, da sie nicht rezeptpflichtig sind, sich rasch ausgebreitet hat. Bei jeder Unpäßlichkeit, Anstrengung, geringen Schmerzen usw. greift man zur Pille oder Tablette - um sich beruhigen zu lassen. Andere derartige Pillen und Tabletten enthalten Salizylsäure oder Derivate des Parazolons. Die whhllose Einnahme sol­cher Tabletten kann eine Vermindung der weißen Blutkör­perchen, Blutarmut, übergroße Erregbarkeit, Kopfschmerzen und Nierenentzündungen bewirken und die Widerstandskraft gegen andere Erkrankungen herabsetzen. Besonders bei Kin­dern ist die Wirkung solcher Tabletten sehr bedenklich, da bekannte amerikanische Ärzte der Meinung sind, daß nie­mand genau weiß, wie die Beruhigungsmittel wirken; man weiß nur, daß sie den Gehirnstamm beeinflussen.

Was bekannte amerikanische Ärzte sagen Nützen oder schaden Beruhigungsmittel unseren Kindern?

Dr. Milton J.E. Senn, Leiter des bekannten "Child Study" Center" an der Yale-Universität, ermahnte die Ärzte, vor­sichtiger zu sein beim Verschreiben von Beruhigungsmitteln für Kinder. Dr. Rigonald S. Lourie vom Kinderkrankenhaus in Washington, sagte, daß sogar der mäßige Gebrauch von Beruhigungsmitteln mit Gefahren verbunden sei. "Durch diese Mittel können die Symptome oder der wahre Ursprung der Störung, an der das Kind leidet, verdeckt werden".

Und ein anderer Arzt, Dr. Saymour Fishfer,-, Psychologe am Landesinstitut für Psychohygiene, erklärte: "Noch ist der wahllose Gebrauch von Beruhigungsmitteln nicht gerecht­fertigt, weil unsere Kenntnisse der späteren Wirkungen dieser Medikamente viel zu gering ist. Wir wissen, daß sie bei den Kindern die Angst' mildern. Hat aber eine ge­wisse Angst nicht auch ihr Gutes? Es könnte sein, daß diese Medikamente das Denkvermögen und die Lernfähigkeit beeinträchtigen. In zehn Jahren mögen diese Kinder, weil man sie beruhigt hat, schlechtere Bürger sein, als sie sonst wären. Oder wir könnten dadurch die Genies einer ganzen Generation verlieren." Die laufenden Studien, ob Beruhi­gungsmittel das Zentralnervensystem schädigen, sind in Amerika noch nicht abgeschlossen und Ergebnisse können noch nicht veröffentlicht .werden.

Der Umfang der Ta bl e 11 en - Su ch t Welchen Umfang der Gebrauch von Beruhigungs-, Schlaf­tabletten, Anregungstabletten usw. in den verschiedenen Ländern angenommen hat, ist kaum zu übersehen. Nicht nur in der westdeutschen Bundesrepublik, auch in der Schweiz, in Dänemark und besonders in Amerika sind gegen diese Entwicklung, die durch Reklame und Werbung der Chemi­schen Industrie und den Handel gefördert wurde, schwerste Bedenköi laut geworden.An die amerikanische Bevölkerung wurden in knapp zwei Jahren von einer einzigen Marke 30.000.000.000 Pillen verkauft, und es gibt dort über 60 verschiedene Sorten dieser Art Pillen oder Tabletten. Mehr als 20 Millionen Amerikaner schlucken solche Mittel.

Die Leichtfertigkeit und Sorglosigkeit, mit der sie auch hier in Westdeutschland in den letzten Jahren Eingang gefunden haben, ist besorgniserregend. In den Industrie-Betrieben kann man sie oft beim Portier zusammen mit den Zigaretten - Packungen bekommöi und die nicht belehrten Arbeiter und Arbeiterinnen, besonders letztere, machen davon gern Ge­brauch. Gewiß ist die Arbeit in Industrie-Betrieben mit starker Geräuschwirkung, in der Textil-und Blechverarbeiten­den-Industrie, um nur einige zu nennen, und in den Riesen­büros mit Dutzenden von Schreibmaschinen in voller Tätig­keit, keine angenehme Sache. Auf die Dauer gesehen, führt die Betäubung durch Pillen und Tabletten zur Frühinvalidität durch das Nachlassen der Körperkräfte. - Verkürzte Arbeits­zeit, Arbeitspausen und moderne Möglichkeiten zur Erho­lung der Arbeitendöl liegen nicht nur irri Interesse der Arbei­tenden selbst, sondern auch der Arbeitgeber, die eine sorg­fältige und gewissenhafte Arbeit nur von gesunden normalen Arbeitskräften erwarten können. Auch die Sozialversicherungen können im eigenen Interesse an dieser Entwicklung nicht achtlos vorübergehen und sollten die Reklame für solche Pillen und Tabletten scharf im Auge behalten, ehe ihre In­stitute vor dem Ruin stehen, da bereits Nikotin und Alkohol die Arbeitskraft erheblich schädigen. Eine große Zeche aus dem Ruhrgebiet mit einer Belegschaft von 10. 000 Mann meldete, daß durchschnittlich 10%, über 800 Mann, täglich krank feiern. Die vernünftig lebenden Arbeitskollegen müssen für jene zahlen, die mit ihrer Gesundheit Schindluder treiben,

Bevor du für dich oder deine Kinder Beruhigungs-oder Anre­gungs-Tabletten oder Pillen gebrauchst, mußt du wissen, daß ihre Wirkung fast immer von Giften herrührt, die schä­digend wirken können.

Hugo Petzold

MONTABAUR

Ich schaue vom Schloßberg. - Mein Herz möcht sich weiten: tief unten im Tale, von reifenden Wogen der Fluren, von Gärten, von Wäldern umzogen, liegst: du, kleine Stadt, - fast entrückt unsern Zeiten.

Dir wehrhafte Mauern die Häuser umrunden, mit Türmen und Zinnen, mit schwingenden Bogen, durch Pfortöi bewehrt und von Gassen durchzogen.

So hast du, die Stadt, deinen Frieden gefunden.

Auf steigendem Berge die Kirche inmitten.

Darüber die Bläue, vor leuchtenden Wagen der Wolken, durcheilen zwei Falken im Jagen.

Still ruhst du, die Stadt, weit ins Land eingeschnitten.

Hier Dörfer in Gründen, dort Weiler in Weiten, von Straßen gereihet zur funkelndemKette.

Das Kleinod inmitten im lichtgrünen Bette bleibst du, meine Stadt, - fast entrückt unseren Zeiten. Walter Kalb

Das AMTLICHE ßEKANNTMACHUNGSBLATT erscheint wöchentlich. Bezug: Nur an Abonnenten. Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom 1. Okt, 1965.

HERAUSGEBER: Hans Schmid. VERLAGSLEITUNG: Christa Frisch. CHEFREDAKTION u, PRODUKTIONSLEITUNG: Marion Scheidhauer.

DRUCK/VERSAND: Robert Loth.

DRUCK , und ver LAG: PRIMO-VERLAG HANS SCHMID, 6689 Merchweiler/Sdar, Pf. 20, Telefon 06825/5021, Telex 0444826, 6236 Eschborn/Taunus, Telefon 06196 / 41004, Telex 0414396.

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